
Am 27. Spieltag der Regionalliga Nordost liegt Druck auf fast jeder Partie. 1. FC Lokomotive Leipzig geht mit 58 Punkten als Spitzenreiter in das Wochenende, doch Hallescher FC (50), FC Carl Zeiss Jena (48), FC Rot-Weiß Erfurt (47) und FSV Zwickau (45) halten das Rennen um die Spitze offen. Im Tabellenkeller ist die Lage noch schärfer: BSG Chemie Leipzig und FC Eilenburg stehen bei 18 Punkten, FC Hertha 03 Zehlendorf bleibt mit 10 Punkten Letzter. Mit dem festen Absteiger und der möglichen Verschärfung durch die Abstiegs- und Relegationskonstellation aus den höheren Klassen bekommt jeder Punkt in diesen Wochen ein zusätzliches Gewicht.
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Hier trifft der Tabellenzweite auf den Fünften – und beide kommen mit Selbstvertrauen. Der Hallescher FC gewann zuletzt 3:1 bei BFC Preussen und hat sich mit 50 Punkten fest in der Spitzengruppe verankert. FSV Zwickau erledigte seine Pflicht beim 1:0 gegen FC Hertha 03 Zehlendorf und steht nun bei 45 Punkten. Das Hinspiel gewann Zwickau 2:1, obwohl Malek Fakhro den Halleschen FC damals zunächst in Führung gebracht hatte. Lukas Eixler und Theo-Gunnar Martens drehten die Partie vor 7070 Zuschauern. Genau deshalb trägt dieses Duell jetzt die Wucht eines direkten Vergleichs: Halle will den Abstand nach ganz oben klein halten, Zwickau kann mit einem Auswärtssieg plötzlich wieder ganz nah heranrücken.
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FC Rot-Weiß Erfurt reist mit dem klarsten Signal des vergangenen Wochenendes in dieses Heimspiel. Das 4:0 beim Chemnitzer FC war ein Auftritt voller Entschlossenheit, der Erfurt auf 47 Punkte brachte. Hertha BSC II kassierte dagegen beim Tabellenführer 1. FC Lok Leipzig ein deutliches 0:4 und bleibt bei 30 Punkten. Das Hinspiel endete 0:0, dazu sah Obed Chidindu Ugondu in der 90. Minute noch Rot. Diesmal ist die Ausgangslage eine andere. Erfurt spielt mit voller Wucht nach vorn, Hertha BSC II sucht nach Halt. Für die Berliner U 23 ist es ein schwerer Gang, für Erfurt die Chance, den Druck auf Halle und Jena aufrechtzuerhalten.
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Der BFC Dynamo hat sich mit dem 2:0 gegen BSG Chemie Leipzig etwas Luft verschafft und steht nun bei 26 Punkten. Ganz beruhigt ist die Lage damit nicht, aber der Sieg hat zumindest kurzfristig Kraft gegeben. VSG Altglienicke kam am Wochenende gegen SV Babelsberg 03 nicht über ein 1:1 hinaus und hält bei 37 Punkten. Das Hinspiel endete 0:0, ein zähes Spiel ohne Tore. Nun wirkt die Lage anders: Dynamo braucht weiter Abstand nach unten, Altglienicke will den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht verlieren. Es ist kein großes Spitzenspiel, aber eines mit spürbarer Nervosität auf beiden Seiten.
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Greifswalder FC holte beim 1:1 in Luckenwalde zumindest einen Punkt und steht nun bei 23 Punkten. ZFC Meuselwitz erlebte dagegen innerhalb weniger Tage zwei völlig unterschiedliche Geschichten. Erst der überraschende 2:1-Sieg beim FC Carl Zeiss Jena, dann das heftige 1:5 im Nachholspiel beim FC Eilenburg. Mit 29 Punkten bleibt Meuselwitz Zwölfter, doch die Wucht dieser beiden Resultate ist bemerkenswert. Das Hinspiel endete 1:1. Felix Rehder traf für Meuselwitz, Tristan Wagner glich für Greifswald aus. Dieses Rückspiel wirkt deshalb offen, aber auch fragil: Greifswald braucht Punkte gegen das Abrutschen, Meuselwitz sucht nach einer Antwort auf den Einbruch unter der Woche.
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Der Tabellenführer reist nach Babelsberg – und mit ihm ein gewaltiger Druck. 1. FC Lokomotive Leipzig gewann zuletzt 4:0 gegen Hertha BSC II und führt die Liga mit 58 Punkten an. SV Babelsberg 03 holte bei VSG Altglienicke ein 1:1 und steht mit 24 Punkten auf Rang 14. Das Hinspiel gewann Lok 1:0, Dorian Cevis traf schon in der 18. Minute vor 5077 Zuschauern. Für Babelsberg ist dieses Heimspiel ein Kampf gegen die Schwere der Tabelle. Lok wiederum weiß, dass jeder Ausrutscher an der Spitze jetzt sofort von hinten bestraft werden kann. Es ist ein Spiel zwischen Titelanspruch und Abstiegsangst.
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Ein Duell zweier Mannschaften, die am vergangenen Spieltag hart getroffen wurden. Chemnitzer FC ging beim 0:4 gegen Erfurt zu Hause schwer unter und bleibt bei 34 Punkten. FC Carl Zeiss Jena verlor überraschend 1:2 gegen ZFC Meuselwitz und steht nun bei 48 Punkten. Das Hinspiel gewann Jena 2:0, in einer Partie, die durch eine lange Unterbrechung und mehrere Platzverweise geprägt war. Sören Reddemann und Marcel Hoppe trafen damals, Tom Baumgart sah bereits in der ersten Halbzeit Rot, später flog auch Kevin Lankford mit Gelb-Rot vom Platz. Jena muss nun reagieren, um den Anschluss an Lok und Halle nicht zu verlieren. Chemnitz dagegen braucht ein Gegensignal, damit die deutliche Niederlage gegen Erfurt nicht tiefer wirkt als ein einzelner schlechter Nachmittag.
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Hier trifft der Letzte auf einen direkten Konkurrenten im Tabellenkeller – und genau deshalb trägt dieses Spiel einen besonderen Druck. FC Hertha 03 Zehlendorf verlor zuletzt 0:1 in Zwickau und bleibt mit 10 Punkten abgeschlagen auf dem letzten Platz. FC Eilenburg verlor am Wochenende 0:1 gegen 1. FC Magdeburg II, setzte dann aber im Nachholspiel ein gewaltiges Zeichen und schlug ZFC Meuselwitz mit 5:1. Mit nun 18 Punkten lebt die Hoffnung wieder. Das Hinspiel endete 1:1, nach Treffern von Marcus Niemitz und Nasuhi Noah Jones. Für Hertha 03 ist dieses Heimspiel beinahe eine letzte große Gelegenheit, noch einmal ernsthaft anzuschieben. Für Eilenburg ist es die Chance, aus dem Befreiungsschlag gegen Meuselwitz sofort weiteres Kapital zu schlagen.
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BSG Chemie Leipzig taumelt weiter durch den Tabellenkeller. Auf das 0:2 bei BFC Dynamo folgte unter der Woche im Nachholspiel gegen BFC Preussen immerhin ein 2:2, das wenigstens ein kleiner Halt sein könnte. Chemie steht bei 18 Punkten und muss jeden Zähler inzwischen mit letzter Kraft suchen. FSV 63 Luckenwalde kam zuletzt gegen den Greifswalder FC zu einem 1:1 und hält bei 32 Punkten. Das Hinspiel gewann Luckenwalde spät 1:0, durch Lucas Will in der 90.+2 Minute vor 1431 Zuschauern. Chemie braucht dieses Heimspiel mit einer Dringlichkeit, die sich kaum verstecken lässt. Luckenwalde dagegen kann mit einem Auswärtssieg die Distanz nach unten weiter festigen.
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1. FC Magdeburg II hat mit dem 1:0 in Eilenburg den zehnten Saisonsieg eingefahren und steht nun bei 33 Punkten. Der Aufsteiger wirkt damit weiter erstaunlich stabil. BFC Preussen verlor zwar 1:3 gegen Hallescher FC, holte aber im Nachholspiel bei BSG Chemie Leipzig noch ein 2:2 und hat nun 30 Punkte. Das Hinspiel gewann Preussen 1:0, Philip Fontein traf kurz vor der Pause. Dieses Rückspiel ist ein Duell zweier Aufsteiger, die sich im ersten Jahr erstaunlich robust zeigen. Magdeburg II kann sich mit einem Heimsieg weiter im oberen Mittelfeld festsetzen, Preussen will beweisen, dass der Punkt in Leipzig mehr war als nur Schadensbegrenzung.
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