
„Wir sind mit dem aktuellen Stand zufrieden. Die verjüngte Mannschaft macht schon vieles richtig, das zeigen auch die Ergebnisse. Wir haben aber auch noch genug Dinge gesehen, in denen wir uns verbessern können. Es besteht also überhaupt kein Grund, falsche Ableitungen aus den bisherigen Resultaten zu ziehen“, sagt Engin Vural.
Was der Fußballlehrer damit zum Ausdruck bringen will, ist klar: Es soll niemand auf die Idee kommen, einen Gang zurückzuschalten und sich auf dem bisher Erreichten auszuruhen. In dem Zusammenhang verweist Vural auch auf die Verläufe der bisherigen Partien. Gegen den SV Werder Bremen fiel der 2:1-Siegtreffer am ersten Spieltag erst in der Nachspielzeit. Beim 3:0 über den Hombrucher SV bog die Fortuna mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause auf die Siegerstraße ein. Und beim jüngsten Auswärtssieg über den SV Meppen sorgte Mohammed Sadki auch erst in der Schlussminute für den Treffer zum 3:1-Endstand.
„Das war ein Spiel, in dem wir genug Chancen hatten, um den Deckel früher drauf zu machen. Das ist so ein Aspekt, an dem es zu arbeiten gilt“, betont Vural. Wenn es um die Chancenverwertung angeht, braucht sich Elias Oberschewen derzeit kaum etwas vorwerfen zu lassen. Der eigentlich noch für die U17 spielberechtigte Angreifer traf an den ersten drei Spieltagen schon vier Mal. Damit erzielte der 16-Jährige die Hälfte aller Hauptrundentreffer der Fortuna und führt die Torjägerliste in Gruppe G an.
„Elias ist ein fleißiger Junge, der immer zuhört. Dass er so eine positive Entwicklung nimmt, freut mich“, sagt Vural über seinen Schützling. Bei allem Hype um Oberschewen, der in der Hauptrunde aktuell alle 52 Minuten ein Tor erzielt, möchte der Trainer aber auch nicht den Rest der Mannschaft zu kurz kommen zu lassen. „Elias ist nicht der einzige, der gute Leistungen zeigt. Da haben wir auch noch einige andere. Zudem wird er von seinen Mitspielern auch gut in Szene gesetzt“, betont der 40-Jährige.
Zweifelsfrei hätte aber auch Vural ganz bestimmt nichts dagegen, wenn Oberschewens persönlicher Erfolgslauf auch gegen Münster seine Fortsetzung findet. Denn ein Spaziergang wird der Vergleich mit dem ersten Verfolger nicht. „Sie haben Werder Bremen mit 4:1 geschlagen, das macht man auch nicht so im Vorbeigehen“, äußert sich Vural lobend über den kommenden Gegner.