
Die erste Saison-Niederlage für den SV Todesfelde ist abgehakt. Nur drei Tage nach der 2:5-Heimpleite gegen den Oldenburger SV zeigte sich der Spitzenreiter der Flens-Oberliga gut erholt. Beim TuS Rotenhof konnte trotz starker Gegenwehr der Gastgeber ein souveräner 3:0 (1:0)-Auswärtserfolg eingefahren werden. Damit hat die Mannschaft von Trainer Björn Sörensen satte 13 Zähler Vorsprung vor den Verfolgern FC Kilia Kiel, Holstein Kiel II und dem SV Eichede, die alle 43 Zähler aufweisen. Der TuS Rotenhof ist nach der siebten Heimniederlage auf den 13. Platz abgerutscht.
In einem guten Oberligaspiel erwischten die Gastgeber einen gelungenen Start. Nach nur drei Minuten war Cedric Nielsen schön frei gespielt worden, zielte aber aus knapp zehn Metern knapp neben das Tor.

Aber die Mannschaft von Trainer Henning Knuth blieb weiter gefährlich gegen anfänglich noch nicht so kompakt stehende Gäste und hatte Pech mit einem Distanzschuss von Moritz Gersteuer, den Torhüter Fabian Landvoigt abwehren konnte.
Aber dann zeigt sich die ganze Klasse der Mannschaft von Trainer Björn Sörensen, die ihre erste Torchance nutzt, um in Führung zu gehen. Eine präzise Hereingabe von Max Musci veredelt Mirko Boland (10.) per Direktabnahme zu seinem 7. Saisontreffer. „Da hatten wir keine gute Zuteilung“, haderte TuS-Coach Henning Knuth.
Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff dann die Riesenchance für die Gastgeber, den schnellen Ausgleich zu erzielen, doch nach einem schönen Solo von Felix Knuth, der in die Gasse zu Cedric Nielsen spielt, scheitert der Rotenhöfer. Danach zeigt sich der Spitzenreiter deutlich abgeklärter und hat längere Phasen mit viel Ballbesitz. Dennoch gelingt es den Gastgebern, die Partie bis zur Pause ausgeglichen zu gestalten.
Kurz nach dem Seitenwechsel können die Segeberger schnell den zweiten Treffer durch ihren Kapitän Mats Klüver erzielen. Spätestens nach dem dritten Treffer ist die Partie zugunsten der Mannschaft von Trainer Björn Sörensen gelaufen, die es danach auch bedeutend ruhiger angehen lässt und den Vorsprung ungefährdet über die Ziellinie bringt.

Bei den Gastgebern feierte Christoph Ohm nach Nasenbeinbruch seine Rückkehr und spielte mit Maske, wird im nächsten Spiel aber wieder fehlen, da er sich die fünfte Gelbe Karte einhandelte.
„Richtig schlimm erwischte es Henry Grothkopp, der mit einem dicken Knöchel und Verdacht auf Bänderriss bereits nach 30 Minuten ausgewechselt werden musste. „Das tut mir unfassbar leid für ihn“, zeigte auch Coach Henning Knuth viel Mitgefühl für seinen Spieler.
Stimme zum Spiel
Trainer Henning Knuth (TuS Rotenhof):
„Wir konnten die Partie in der ersten Hälfte ausgeglichen gestalten und hatten selbst Chancen, einen Treffer zu erzielen. Nach dem dritten Treffer war dann bei uns die Luft raus. Todesfelde hat am Ende verdient gewonnen, weil sie ihre Chancen eiskalt genutzt haben. Die größere Cleverness und individuelle Klasse haben heute den Unterschied gemacht. Da muss natürlich viel passen, um aus so einem Spiel etwas mitzunehmen. Wenn der Gegner ein Stück weit die Tür aufmacht, dann müssen wir das auch nutzen, und in der ersten Hälfte war die Tür weit auf. Daran müssen wir arbeiten, das ist ein Prozess, den wir durchlaufen.“
TuS Rotenhof: Sörensen – Rathmann, Pioch, Lehmann, Ohm (90. Braun) – Knuth, Schrum (90. Gorn) – Grothkopp (30. Struck), Kenneth Traulsen (69. Lewin Traulsen), Nielsen – Gersteuer (90. Till).
Trainer: Henning Knuth.
SV Todesfelde: Landvoigt – Musci (80. Dodoo), Cloppatt (61. Jetz), Rave (69. Awuku), Körting, Sternberg – Erfmann, Klüver, Boland (80. Soares) – Petrick, Liebert (61. Schneider).
Trainer: Björn Sörensen.
Schiedsrichter: Hendrik Plambeck (VfL Vorwerk Lübeck).
Assistenten: Lukas Klingelhöfer und Kjell-Oke Schneider.
Zuschauer: 323 auf dem Sportplatz an der Fockbeker Chaussee in Rendsburg.
Tore: 0:1 Mirko Boland (10.), 0:2 Mats Klüver (51.), 0:3 Benjamin Petrick (58.).