
Die Allershausener Fußballer profitieren vom Finsinger Patzer in Attaching. Auch der SV Kranzberg schließt auf.
Jetzt wird es in der Kreisliga 2 auch oben richtig spannend. Während Spitzenreiter FC Finsing beim 0:0 in Attaching erneut patzte, fuhr Verfolger TSV Allershausen den nächsten Sieg ein: Das Team gewann bei Moosinning II mit 2:1. Währenddessen sicherte sich der FC Moosburg mit einem 3:2-Erfolg gegen Lengdorf wertvolle Zähler im Abstiegskampf.
FC Moosburg – FC Lengdorf 3:2 (2:1). Am Ende war es egal, wie der Sieg zustandegekommen war: Es waren wichtige Punkte für die Dreirosenstädter. „Das kann man laut sagen“, betonte Spielertrainer Florian Bittner.
Das Match wogte hin und her, wobei die Hausherren letztlich verdient gewannen. Und zwar „aufgrund der besseren Möglichkeiten“, wie Bittner befand. Nach einem langen Ball setzte sich Mihai Raducanu über die rechte Seite durch und schloss ins lange Eck ab (13.). Aber das war erst der Anfang: Matthias Holzinger behielt im Gewühl die Übersicht, und Bittner traf ins leere Tor (18.). Lengdorf verkürzte durch Josef Neumeier (31.) – doch nach dem Seitenwechsel stand es bald 3:1: Der FCM spielte einen feinen Konter, und an dessen Ende netzte Lukas Bornemann ein (56.). Allerdings wurde es noch einmal eng: Nach einem strittigen Foul zirkelte Bastian Fischer den Freistoß von der Strafraumgrenze in den Knick (73.). Und in der Schlussphase hielt Moosburgs Keeper Johannes Groitl den Sieg mit einer sensationellen Parade fest.
BC Attaching – FC Finsing 0:0. Schützenhilfe für die Aufstiegsaspiranten Allershausen und Kranzberg leisteten am Samstagnachmittag die Attachinger Fußballer, die dem aktuellen Tabellenführer ein Unentschieden abtrotzten. Entsprechend stolz war BCA-Trainer Stephan Fürst, dessen Mannschaft ihre starke Form im Jahr 2026 konserviert und damit heuer weiterhin noch kein Ligaspiel verloren hat. „Das konnte sich definitiv sehen lassen“, konstatierte Fürst nach dem Abpfiff der Partie. „Das war wieder ein Schritt nach vorne.“
Dabei fiel der Punktgewinn gegen die Finsinger keinesfalls unverdient aus: Insgesamt waren die Attachinger dem Sieg näher – während der FCF als Spitzenreiter relativ bieder auftrat und nur im ersten Durchgang Zug zum Tor zeigte. In der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer zwar kein hochklassiges Match, doch einen BC Attaching, dessen Kicker den Torschrei schon auf den Lippen hatten: Der Schuss von Daniele Chezzi klatschte jedoch gegen den Pfosten (80.).
FC Moosinning II – TSV Allershausen 1:2 (0:2). Profiteur des Finsinger Patzers war der TSV Allershausen, der am Samstag seine Pflichtaufgabe souverän löste und damit bis auf einen Zähler an Primus Finsing heranrückte. „Wir freuen uns über die drei Auswärtspunkte“, sagte Abteilungsleiter Philipp Jordan, nachdem eine Stunde zuvor bereits das Ergebnis aus Attaching durchgesickert war. Jedoch: „Es gibt noch genügend Spiele, die man gewinnen oder verlieren kann.“
In große Euphorie brach in Allershausen also niemand aus, wenngleich der TSV die Partie durchaus beherrscht hatte. Das galt vor allem für Durchgang eins, in dem die Gäste eine klare 2:0-Führung herausgeschossen hatten. Zunächst traf Alexander Holzmaier, der eine Direktabnahme aus 18 Metern in die Maschen zimmerte (21.). Nur sechs Minuten später folgte der zweite Streich, als Alexander Christophersen einen abgefälschten Schuss im Gehäuse unterbrachte (27.). Zwar verkürzte Luca Stampfl noch mit einem Schuss an den Innenpfosten (84.), wirklich gefährden konnte der FCM den Allershausener Sieg aber nicht.
TSV Wartenberg – SV Kranzberg 0:3 (0:2). Auch die Kranzberger Kicker ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen und rückten näher an die Spitze heran. Der Sieg war am Ende mehr als verdient. „Das war ein sehr reifer und souveräner Auftritt“, berichtete SVK-Sprecher Stephan Schikowski hinterher.
Den Grundstein für den Erfolg legten die Gäste im ersten Durchgang mit einem schnellen Doppelpack. Der Mann des Tages war dabei Thomas Kopp, der zuletzt schon fleißig getroffen hatte. Zunächst köpfte er eine Lühr-Freistoßflanke völlig unbedrängt aus zehn Metern zum 1:0 ein (20.), ehe der SVK-Stürmer allein auf den Torhüter zulief und seinen Doppelpack schnürte (21.). Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Gäste dran. Und so war die Entscheidung bald gefallen – und zwar wieder dank Hattrick-Schütze Kopp, der diesmal bei einem Gestochere im Sechzehner am schnellsten reagierte (64.).
SC Kirchdorf – FC Eitting 2:2 (2:1). Die Partie brachte keinen Sieger hervor – und bescherte den Kirchdorfern das vierte Remis in Folge. Das ist zu wenig, wenn sich die Ampertaler bald aller Abstiegssorgen entledigen wollen. Zunächst mussten die Platzherren sogar einem Rückstand hinterherlaufen, denn Max Modlmayr schoss den Tabellenletzten mit einem feinen Freistoß in Führung (8.). Doch Kirchdorf antwortete bald: Nertil Hoxhaj setzte sich über außen clever durch, die anschließende Hereingabe verwertete Emircan Tiryaki aus kurzer Distanz zum 1:1 (20.). Genau zum richtigen Zeitpunkt schlug der SCK dann erneut zu – und zwar nach einem ruhenden Ball. Erneut brachte Hoxhaj, diesmal nach einer Ecke, das Leder in den Sechzehner, wo Marko Miskovic am langen Pfosten freistehend einköpfen konnte (44.). Doch Eitting kam zum Remis: Niclas Noll konnte an der Strafraumkante unbedrängt abziehen (54.). „Heute haben wir es nicht ganz so gut gemacht. Zudem wurden wir wieder für Fehler bestraft“, sagte SCK-Trainer Andreas Apold.
SV Eintracht Berglern – TSV Nandlstadt 3:0 (1:0). Wird zumindest die Relegation unvermeidlich für die Hallertauer? Im wichtigen Kellerduell hatte der TSV schlussendlich nichts zu melden und fing sich die vierte Niederlage im Jahr 2026 ein. Auch, weil die Eintracht konzentriert zu Werke ging, solide verteidigte und vorne die nötigen Nadelstiche setzte. Wie etwa Sebastian Hemauer, der nach einem Torwart-Abpraller hellwach war und abstaubte (33.). Beinahe schon entschieden war die Partie dann kurz nach dem Seitenwechsel: Erst verwertete Maurice Steck nach einem Foul an Hemauer den fälligen Elfer (51.), ehe Hemauer nach einem Berglerner Einwurf am schnellsten schaltete, sich noch einmal drehte und so allein vor Keeper Lukas Schütt abschloss (90.+2). Fazit: „Berglern hat verdient gewonnen. Sie wollten den Sieg heute mehr“, erklärte TSV-Spartenchef Sebastian Löffler zerknirscht.
SC Moosen – FCA Unterbruck 7:0 (5:0). Muss man sich ernste Sorgen um die Brucker Buam machen? In Moosen spielten die Summerer-Mannen fernab von Kreisliga-Niveau und kassierten ihre bereits fünfte Niederlage in diesem Kalenderjahr. Damit schmilzt das einst komfortable Polster – nun sind es nur noch vier Zähler auf den ersten Abstiegsrelegationsrang. „Das Ergebnis sagt alles“, meinte Abteilungsleiter Christian Stanglmeir. „Ich will heute nicht draufhauen, kann aber auch nichts schönreden.“
Moosen konnte schalten und walten, wie es wollte, und führte schon zur Pause haushoch. Andreas Galler (17.), Thomas Breu (23.), Niklas Doubrawa (29.) und Breu (34./45.+1) brachten den Tabellensechsten mit 5:0 in Führung. Nach dem Wechsel schraubten Breu mit seinem vierten Treffer (63.) und Maximilian Bauer (90.+1) das Ergebnis weiter nach oben.