2026-10-12T07:15:15.248Z

Der Spieltag

Spitze marschiert, Mittelfeld rückt zusammen, Sterne stürzen ab

2. Liga, Gruppe 1: 7. Runde

von Christian Mathea · 04.10.2026, 17:05 Uhr · 0 Leser
Wädenswil holt sich auf der Allmend/Brunau den Dreier gegen Red Star 2.
Wädenswil holt sich auf der Allmend/Brunau den Dreier gegen Red Star 2. – Foto: Christian Mathea

Auf nationalem Parkett stand am Samstagabend die Uefa Nations League mit dem Spiel Schweiz gegen Slowenien an. Die regionalen Plätze boten im Vorfeld bereits zur Einstimmung spannende Duelle mit folgenden Resultaten an: Regensdorf demontiert Blue Stars 7:1, Adliswil besiegt Wiedikon 2:0, Siebnen unterliegt Glattbrugg 0:1, Einsiedeln schlägt Unterstrass 1:0 und Urdorf trennt sich von Horgen 3:3-Unentschieden. Der Sonntag wartete mit zwei Partien auf: Red Star 2 verliert gegen Wädenswil mit 0:3 und Srbija muss sich von Wollishofen mit 1:4 geschlagen geben.

Wenger eröffnet und setzt den Schlusspunkt
Im direkten Duell der beiden Tabellenkeller-Konkurrenten standen auf dem Juchhof wichtige Punkte im Strichkampf auf dem Spiel. Der Tabellenletzte FC Srbija empfing den Vorletzten FC Wollishofen, wobei die Gäste den deutlich besseren Start erwischten. Bereits in der 7. Minute brachte Michael Wenger seine Farben mit 1:0 in Führung. In der Folge entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der bis zur Pause keine weiteren Treffer fielen.

Nach dem Seitenwechsel meldete sich Srbija jedoch eindrucksvoll zurück. Kaum war die Begegnung wieder angepfiffen, gelang dem Heimteam der schnelle Ausgleich und die Partie war neu lanciert. Die Antwort der Gäste liess jedoch nicht lange auf sich warten: Patrick Hug stellte in der 54. Minute die Führung für Wollishofen wieder her. Knapp eine Viertelstunde später erhöhte Joshua Kappeler mit seinem bereits sechsten Saisontor auf 3:1 und brachte die Gäste endgültig auf die Siegerstrasse.

Für die Entscheidung sorgte schliesslich erneut Michael Wenger. Mit seinem zweiten persönlichen Treffer und dem vierten Tor für den FC Wollishofen stellte er in der 75. Minute den 4:1-Endstand her. Dank des wichtigen Auswärtssiegs verlassen die Gäste die Abstiegsplätze und klettern über den Strich, während der FC Srbija weiterhin die Rote Laterne innehat.

Wollishofen holt sich den Sieg auf dem Juchhof mit einem 4:1-Sieg gegen Srbija.
Wollishofen holt sich den Sieg auf dem Juchhof mit einem 4:1-Sieg gegen Srbija. – Foto: Insta FC Wollishofen

Gäste halten Anschluss zur Spitze
Vor dem Anpfiff lagen zwischen dem FC Red Star 2 und dem FC Wädenswil bereits acht Punkte. Während die Stadtzürcher im Tabellenkeller um jeden Zähler kämpfen, mischen die Gäste weiterhin im Spitzentrio der Liga mit. Die Bilanz der Direktduelle sprach zwar mit einem Sieg mehr knapp für den Roten Stern, doch die beiden Aufeinandertreffen der vergangenen Saison hatte Wädenswil jeweils mit 1:0 für sich entschieden. Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie hätte dem Heimteam bereits ein Punktgewinn neue Hoffnung gegeben.

Entsprechend positiv durfte Red Star die erste Halbzeit werten. Die Defensive stand kompakt und hielt den Favoriten vom Zürichsee erfolgreich vom eigenen Tor fern. Mit dem torlosen Remis zur Pause schien der angestrebte Punktgewinn zumindest in Reichweite.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich jedoch die höhere Qualität der Gäste durch. In der 62. Minute brachte Blerton Avdyli den FC Wädenswil in Führung und ebnete seinem Team den Weg zum Auswärtssieg. Danach legten die Gäste im Zehn-Minuten-Rhythmus nach: Siro Sacconi erhöhte mit einem direkt verwandelten Freistoss und zugleich seinem ersten Saisontor auf 2:0, ehe Ilir Bakolli per Kopf zum 3:0-Endstand traf. Dank des souveränen Erfolgs wahrt Wädenswil den Anschluss an das Spitzenduo und festigt den dritten Tabellenrang. Der FC Red Star 2 hingegen bleibt weiter im Tabellenkeller stecken und verharrt auf dem vorletzten Platz.

Red Star verliert gegen Wädenswil und bleibt weiter im Tabellenkeller.
Red Star verliert gegen Wädenswil und bleibt weiter im Tabellenkeller. – Foto: Christian Mathea

Leader siegt im Schlussspurt
Als Tabellenführer ging der FC Adliswil mit der klaren Absicht in die Partie gegen den FC Wiedikon, seine Position an der Spitze zu verteidigen. Die Gäste aus dem Heuried wollten den Rückstand auf den Leader verkürzen und zugleich die Negativserie gegen die Sihltaler beenden. Doch auch dieses Duell sollte an den FCA gehen.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit ohne Treffer schien die Partie auch in der zweiten Hälfte auf ein 0:0 zu laufen. Doch das Heimteam schlug spät in der Nachspielzeit doppelt zu und erzielte die entscheidenden Tore zum 2:0-Heimsieg. Tiago Kappeler und Marcel Malacrida durften sich in der 93. und 94. Minute als Torschützen feiern lassen.

Damit feierten die Sihltaler bereits ihren sechsten Saisonsieg, blieben zuhause weiterhin makellos und verteidigten ihre Ungeschlagenheit eindrucksvoll. Wiedikon hingegen wartet weiterhin auf ein Erfolgserlebnis gegen Adliswil. Nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg verbleibt die Mannschaft mit zehn Punkten im dicht besetzten Mittelfeld der Tabelle.

Adliswil im Vorwärtsdrang und mit Sieg gegen Wiedikon.
Adliswil im Vorwärtsdrang und mit Sieg gegen Wiedikon. – Foto: Christian Mathea


Offensivfeuerwerk
Der FC Regensdorf empfing den FC Blue Stars mit der Chance, den Druck auf Tabellenführer Adliswil hochzuhalten. Die Ausgangslage sprach für die Furttaler, die weiterhin ohne Niederlage dastanden, während die Gäste auswärts bislang keinen einzigen Punkt geholt hatten.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase platzte in der 21. Minute der Knoten. Ein Eigentor der Gäste eröffnete den Torreigen, danach rollte eine Regensdorfer Angriffswelle über den Hardhof-Vertreter hinweg. Binnen weniger Minuten erhöhten Lucca Baptista Giesbrecht, Daniel Häfeli und Joâo Miguel Pereira Almeida auf 4:0 und sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse.

Blue Stars gelang nach dem Seitenwechsel durch Nicola Pangellieri zwar der zwischenzeitliche Ehrentreffer, doch Regensdorf blieb gnadenlos. Pereira Almeida und Häfeli schnürten jeweils einen Doppelpack, ehe Denis Jusmani den Schlusspunkt zum deutlichen 7:1 setzte. Mit dem Kantersieg bleibt Regensdorf weiterhin ungeschlagen und hält als erster Verfolger Anschluss an die Tabellenspitze. Für Blue Stars bedeutet die fünfte Saisonniederlage einen weiteren Rückschlag im Strichkampf.

Subotic sorgt für Entscheidung
Vor der Partie trennten den SC Siebnen und den FC Glattbrugg in der Tabelle nur wenige Zentimeter. Die Schwyzer waren zuletzt stark unterwegs und hatten vier Pflichtspiele in Folge nicht verloren, während sich bei den Gästen Siege und Niederlagen beinahe im Rhythmus einer Pendelbewegung abwechselten.

Auf dem Platz genügte schliesslich ein einziger Treffer, um die Partie zu entscheiden. In der 21. Minute sorgte Danijel Subotic mit seinem fünften Saisontor für die Führung der Gäste und zugleich für den einzigen Treffer des Abends.

Glattbrugg brachte den knappen Vorsprung ins Ziel und holte drei wichtige Punkte. Während die Gäste den Anschluss an das obere Mittelfeld wahren, bleibt Siebnen trotz der Niederlage der bestklassierte Aufsteiger der laufenden Saison.

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Lakasi erlöst Heimteam
Die Ausgangslage war angespannt. Der FC Einsiedeln wartete seit fünf Meisterschaftsspielen auf einen Sieg und drohte, den Anschluss ans Tabellenmittelfeld zu verlieren. Der FC Unterstrass reiste hingegen als Tabellenvierter in die Innerschweiz und wollte seine Position in der Spitzengruppe festigen.

Über weite Strecken entwickelte sich eine intensive Partie mit Chancen auf beiden Seiten, aber ohne zählbaren Ertrag. Die erste Halbzeit endete torlos, und auch nach dem Seitenwechsel schien vieles auf eine Punkteteilung hinauszulaufen.

Dann schlug die 83. Minute. Jordan Lakasi fand die entscheidende Lücke und erzielte mit seinem vierten Saisontreffer das viel umjubelte 1:0 für die Gastgeber. Dank des späten Treffers beendet Einsiedeln seine Negativserie, holt sich drei enorm wichtige Punkte und verschafft sich in der Tabelle wieder etwas Luft. Unterstrass verpasst hingegen die Chance, weiter Druck auf die Spitzengruppe auszuüben.

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Spektakel ohne Sieger
Der FC Urdorf und der FC Horgen begegneten sich auf Augenhöhe und genau so präsentierte sich auch die Partie. Beide Teams gehörten vor dem Anpfiff nicht nur tabellarisch zu den direkten Nachbarn, sondern befanden sich auch in der Formtabelle in unmittelbarer Schlagdistanz zueinander. Auffällig dabei: Horgen hatte seine Punkte bislang ausschliesslich zuhause geholt, während Urdorf auswärts deutlich erfolgreicher auftrat als auf dem heimischen Chlösterli.

Auf dem Platz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit zahlreichen Wendungen. Zuerst legten die Gäste vor. Jan Wintermantel traf doppelt und stellte auf 2:0 für Horgen. Severin Sommer traf in der Folge zum Anschluss fürs Heimteam. Doch Stipe Botica stellte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. In der 67. Minute markierte Sommer, mit seinem zweiten Treffer, den neuerlichen Anschluss, ehe Tiago Pereira in der 72. Minute der Ausgleich gelang.

Am Ende stand ein 3:3 auf der Anzeigetafel. Urdorf muss sich trotz der Punkteteilung mit Rang acht begnügen, bleibt mit zehn Punkten aber mitten im dicht gedrängten Mittelfeld. Horgen nimmt einen Zähler aus der Fremde mit und verbessert sich auf den vierten Tabellenplatz. Ein Resultat, das beiden Teams zwar nicht den ganz grossen Sprung ermöglicht, ihre Ambitionen im oberen Tabellenbereich aber weiterhin intakt hält.
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