Breinigs Neue für die Mittelrheinliga: Trainer Michael Burlet (hinten von links) mit Patrick Diehl, Daniel Hofmann, Tobias Standop, Nico Dautzenberg, Torwart-Trainer Oliver Bleimann, Jeffrey Simmler (vorne von links), Arnold Lutete und Sven Biermann. Foto: Kurt Bauer
Breinigs Neue für die Mittelrheinliga: Trainer Michael Burlet (hinten von links) mit Patrick Diehl, Daniel Hofmann, Tobias Standop, Nico Dautzenberg, Torwart-Trainer Oliver Bleimann, Jeffrey Simmler (vorne von links), Arnold Lutete und Sven Biermann. Foto: Kurt Bauer
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"Wir möchten eine ordentliche Rolle spielen"

Der SV Breinig hat sich als Aufsteiger mit sieben Neuzugängen verstärkt

Einen „Neuanfang“ nennt Trainer Michael Burlet die Zukunft des SV Breinig. Einen Neuanfang deshalb, weil dem Klub aus dem Stolberger Stadtteil dank der „Vizemeisterschaft“ in der Landesliga zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der Aufstieg in die Mittelrheinliga gelungen ist. Das ist seit Jahrzehnten keinem Klub aus Stolberg mehr gelungen.

Nun bedeutet Neuanfang nicht etwa, dass die Mannschaft ausgewechselt wurde. „Wir gehen mit dem Gros der Jungs in die kommende Saison, die mit uns aufgestiegen sind. Dazu haben wir das Team sinnvoll ergänzt“, sagt Burlet, dem künftig Jens Fremgens (35) als Co-Trainer zur Seite steht. Der 35-Jährige spielte letzte Saison beim Bezirksligisten Jugendsport Wenau, hat seine aktive Laufbahn beendet und wohnt in Breinig. „Es ist eine große Ehre für mich, als Co-Trainer beim SV arbeiten zu können. Ich werde den Trainer und die Jungs zu 100 Prozent unterstützen.“

Für den 50-jährigen Burlet, der seit zweieinhalb Jahren beim SV in der Verantwortung steht, ist der Klassenerhalt in der neuen Umgebung Ziel Nummer 1. Er umschreibt seine Erwartungen mit einem schönen Vergleich: „Sicher werden Zuschauer kommen, um weniger uns als Aufsteiger, wohl aber unsere Gegner zu beobachten. Wenn sie kommen, um uns zu sehen, sind wir weit.“

Von den sieben Neuzugängen sind die meisten mehr als Ergänzungen: Arnold Lutete (Borussia Freialdenhoven), Nico Dautzenberg, Daniel Hofmann, Tobias Standop (alle Alemannia Aachen II) oder Patrick Diehl bringen ein hohes Maß an Erfahrung mit. Nach nur einer Trainingswoche hinterließen die bisherigen und die neuen Spieler bei Burlet und Fremgens bereits „einen sehr guten Eindruck, auch charakterlich passt es“, hat der neue „Co“ festgestellt. „Da ist eine hohe Spielintellignez im Team.“

Burlet bescheinigt seinen Spielern, „in den letzten Jahren qualitativ einen Sprung“ gemacht zu haben. Und er sagt: „Wir haben den Kader so vervollständigt, dass Jungs dazu gekommen sind, die uns ein Stück nach vorne bringen. Wir möchten auch in der Mittelrheinliga eine ordentliche Rolle spielen, freuen uns riesig auf dieses Abenteuer und hoffen, etwas von der Euphorie der letzten Saison mitnehmen zu können.“

Und damit der SV Breinig ganz schnell sieht, wo es langgeht in der höheren Klasse, bescherte der Spielplan ihm zunächst eine Partie beim FC Hürth, dann kommt der TSC Euskirchen auf die neue Vereinsanlage in Breinig, danach geht es für den SV zum Bonner SC. Keine Zeit also, erstmal vorsichtig auszutesten, ob das „Abenteuer“ funktioniert. „Aber das ist vielleicht auch gut so“, sagt Burlet, der zwar Respekt, aber keine Angst hat vor der neuen Herausforderung, vor der zurzeit hartes Training ansteht. Und ein paar Tests: Am Sonntag in Breinig gegen den niederrheinischen Oberligisten 1. FC Mönchengladbach. Das eigene und das Turnier beim VfL Vichttal sind weitere Stationen auf dem Weg in die Zukunft.

Zugänge: Nico Dautzenberg, Daniel Hofmann, Tobias Standop (alle Alem. Aachen II), Sven Biermann (Wenau), Arnold Lutete (Freialdenhoven), Patrick Diehl (Walheim), Jeffrey Simmler (U 19 Walheim)

Abgänge: Boris Läufer (Rott), Luca Schartmann (Arm. Eilendorf), Alex Keller (Roetgen), Sulayman Dawodu (SV Eilendorf)

Aufrufe: 16.7.2015, 08:45 Uhr
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