2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Spielstätte gefunden: SGV Freiberg spielt ligaunabhängig in Heilbronn

Der Regionalliga-Spitzenreiter wird ab der neuen Saison im Frankenstadion spielen.

von red/pm · Heute, 11:48 Uhr · 0 Leser
– Foto: Adnan Altinkaya

Der SGV Freiberg setzt einen weitreichenden Schritt in seiner Vereinsentwicklung: Es sollen die Heimspiele ligaunabhängig im Heilbronner Frankenstadion stattfinden. Im Zuge des Lizenzierungsverfahrens für die 3. Liga wurde die Spielstätte offiziell benannt und der Antrag eingereicht – ein Signal mit strategischer Tragweite.

Der SGV Freiberg denkt seine sportlichen Ambitionen nicht nur in Tabellenständen, sondern in Strukturen – und verknüpft beides nun mit einer Entscheidung, die über den aktuellen Spieltag hinausweist. Im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens für die 3. Liga hat der Klub das Frankenstadion in Heilbronn als Heimspielstätte benannt und einen entsprechenden Antrag eingereicht. Ziel ist es ausdrücklich, die Heimspiele „ligaunabhängig“ im Frankenstadion auszutragen. Freiberg plant also nicht nur für den Fall des Aufstiegs, sondern für eine mittelfristige, feste Heimat unter größeren Rahmenbedingungen.

Die Vereinsführung spricht von einem „wichtigen Meilenstein“ und dankt der Stadt Heilbronn für „vertrauensvolle Gespräche“ sowie das entgegengebrachte Vertrauen. Zugleich wird der Kern der Entscheidung klar umrissen: Das Frankenstadion biete optimale Bedingungen für den Spielbetrieb und schaffe eine attraktivere Umgebung für Fans, Spieler und Partner. In der Sprache des modernen Fußballs ist das ein Versprechen an Infrastruktur, Vermarktung und Alltagstauglichkeit – also an jene Faktoren, die im Profibereich oft ebenso entscheidend sind wie ein gutes Wochenende auf dem Platz.

Sportlich kommt diese Nachricht in einer Phase, in der Freiberg die Regionalliga Südwest anführt. Nach 21 Spielen steht der SGV bei 44 Punkten (13 Siege, 5 Unentschieden, 3 Niederlagen) und einem Torverhältnis von 49:18. Direkt dahinter drückt Sonnenhof Großaspach mit 43 Punkten aus 22 Partien. Es ist ein Rennen, das eng bleibt und jede Nebenmeldung sofort in einen größeren Kontext rückt: Wer oben steht, muss nicht nur liefern, sondern auch vorbauen.

Passend dazu geht der Blick an diesem Dienstagabend, 03.03.26, wieder auf den Rasen. Um 19.00 Uhr steigt das Nachholspiel gegen Eintracht Trier, die als Elfter mit 31 Punkten im Mittelfeld liegt. Für Freiberg ist es die Gelegenheit, den Vorsprung an der Spitze zu behaupten – während im Hintergrund bereits an der Zukunft gearbeitet wird.

Der geplante Umzug nach Heilbronn ist damit mehr als ein Ortswechsel. Er ist eine Standortbestimmung: Freiberg will wachsen, ohne sich an eine Ligazugehörigkeit zu ketten – und setzt dafür frühzeitig ein Zeichen.