
Kein Wunder, dass Karim Teufel, der Spielertrainer des TSV Benediktbeuern, nach der Partie von einem „etwas glücklichen Sieg“ sprach. Hatten doch die Gäste des SV Haunshofen am Mittwochabend im ersten von zwei Relegationsspielen insgesamt drei Tore erzielt, letztlich aber mit 1:3 (0:0) deutlich verloren. Der Unglückswurm aufseiten des A-Klassisten hieß Peter Mayerhofer, der gleich zweimal (51./69.) seinen eigenen Schlussmann per Eigentor bezwang. Insgesamt fiel freilich kein Treffer aus dem Spiel heraus, alle vier Tore waren das Resultat von Standardsituationen.
Vor allem im ersten Durchgang sah das Ganze gar nicht nach einem Entscheidungs-Match aus, bei dem es für beide Kontrahenten um die Ernte einer kompletten Saison geht. Vielmehr machte das Geplänkel auf dem Beurer Geläuf eher den Eindruck eines laschen sommerlichen Freundschaftskicks, bei dem unter den insgesamt 351 Zuschauern kaum Stimmung aufkommen wollte. „Da waren beide Seiten noch sehr vorsichtig. Wir hatten uns vorgenommen, sehr kontrolliert zu spielen, hatten dabei aber vorn mit den sehr tief stehenden Haunshofenern unsere Probleme“, musste der Coach da zugeben. Hatten die Hausherren zu Beginn noch ein, zwei gute Einschussmöglichkeiten, so versandete das Ganze mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr.
Nach dem Seitenwechsel schienen zumindest die Gastgeber aufgewacht zu sein. Plötzlich setzten sie das Gehäuse des SV Haunshofen immer wieder unter Druck. Dann schlug Mayerhofer per Kopf das erste Mal zu, als Andi Poschenrieder einen weiten Freistoß vor das SV-Tor gehoben hatte (51.). Plötzlich besannen sich auch die Gäste auf ihre Offensiv-Qualitäten, und als die Beurer nach einem weiten Freistoß das Spielgerät nicht unter Kontrolle brachten, netzte Christian Schuster (63.) zum Ausgleich ein.
Doch nur sechs Minuten später war erneut Mayerhofer zur Stelle. Er lenkte einen Freistoß von Stefan Pölt aus dem Halbfeld so unglücklich ab, dass er seinem Torhüter erneut keine Chance ließ. Jakob Heiß war es schließlich, der nach einer Ecke per Kopf das entscheidende 3:1 erzielte (71.).
„Wir waren zwar in dem Spiel die meiste Zeit überlegen, aber am Samstag wartet doch noch ein gehöriges Stück Arbeit auf uns“, schnaufte Teufel tief durch. An diesem Tag fällt dann in Haunshofen (16 Uhr) die endgültige Entscheidung, wer in der kommenden Spielzeit in der Kreisklasse antreten darf.