
In den C-Ligen wird im Kreis Moers in der Rückrunde erstmals auch in zwei Fairplay-Gruppen um Punkte gespielt. Auf- oder absteigen kann keine Mannschaft. Dennoch kam’s am vergangenen Sonntag in Moers zu einem Spielabbruch, weil der Schiedsrichter auf dem Platz bedroht wurde. So wird sich demnächst das Sportgericht mit den Vorkommnissen in der Partie der Süd-Gruppe zwischen dem SV Schwafheim III und SC Rheinkamp III beschäftigen müssen. In der 84. Minute pfiff Referee Julian Jochum (VfB Homberg) die Begegnung vorzeitig ab. Das ist der Grund für den Abbruch.
Es läuft die Schlussphase auf dem Ascheplatz an der Altdorferstraße in Moers. Es steht 1:1. Die Rheinkamper sind nach einer Ampelkarte seit der 35. Minute nur noch zu zehnt. Weil sich ein Gästeakteur kurz vor dem Ende eine Unsportlichkeit leistet, zeigt der Referee ihm Rot. Dann sei dieser Spieler ausgerastet, wie Schiri-Obmann Fabian Spitzer auf Nachfrage mitteilte. Er hatte sich von Jochum die Gründe, die zum Abbruch führten, schildern lassen.
Der Rheinkamper Fußballer sei, so Spitzer, mit erhobener Faust auf den Unparteiischen zugelaufen und habe offenbar versucht, ihn zu schlagen. Jochum habe gerade noch ausweichen können. Ein weiterer SCR-Fußballer soll nach Information der Redaktion Drohgebärden ausgestoßen haben und sah daher ebenfalls die Rote Karte. Der Schiedsrichter pfiff vorzeitig ab und flüchtete in die Kabine. „Einige Schwafheimer haben ihn geschützt und versucht, die Situation zu beruhigen“, erläuterte Spitzer.
Da Jochum sich bedroht gefühlt und die Lage sich nicht beruhigt habe, habe er die Polizei angerufen. Spitzer abschließend: „Also gerade in der Fairplay-Gruppe habe ich mit so einem Vorfall nicht gerechnet. Es geht ja eigentlich nur um den Spaß am Fußball.“