
Niederhöchstadt. Das Kreisoberliga-Spiel zwischen der TuRa Niederhöchstadt II und dem FC Marxheim wurde beim Stand von 4:2 für die Heimmannschaft abgebrochen. Auslöser soll eine Rudelbildung etwa 15 Minuten vor Schluss gewesen sein, bei der ein Niederhöchstädter Zuschauer einen Marxheimer Spieler tätlich angegangen haben soll, erzählt Tobias Göttner, Sportlicher Leiter des FCM.
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Nach einem harten Foul an einem Marxheimer Spieler soll es zur Rudelbildung gekommen sein, berichtet TuRa-Abteilungsleiter Carsten Ache. Zuvor "war es eigentlich gar kein hitziges Spiel", erzählte er. Bei zwei Spielern habe es eine heftigere Auseinandersetzung gegeben, bei der sich zudem ein Zuschauer aus dem Niederhöchstädter Lager eingemischt haben soll - den Marxheimer Spieler sogar tätlich angegangen habe. Trotz einem Aufgebot an Ordnern, soll der Zuschauer auf den Platz gestürmt sein, lässt Göttner durchblicken. "Kein Vorwurf an die TuRa, die einige Ordner gestellt hat. Das ging alles so schnell", sagt der Sportliche Leiter des FCM.
"Der Schiedsrichter hat im Anschluss die Stopp-Regel angewendet und beide Mannschaften in die eigenen Strafräume geschickt. Nach kurzer Unterbrechung hat der Schiedsrichter dann beide Kapitäne und die Trainer zu sich gerufen", schilderte Ache den weiteren Verlauf und fügt an: "Daraufhin hat der Schiedsrichter das Spiel abgebrochen, da die Marxheimer nicht mehr weitermachen wollten. Das hat bei uns keiner so richtig verstanden, weil unsere Spieler beim Stand von 4:2 weiterspielen wollten." Nach früher 2:0-Führung spielten die Hausherren zudem ab der 47. Minute in Überzahl, da Ivan Tadic aufgrund einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte. Nach dem 3:0 durch Johann Neck (56.) kamen die Gäste wieder ran, bis Philipp Nocht (65.) den vermeidlichen Deckel drauf machte.
Für Göttner war die Entscheidung, nicht mehr weiterzuspielen, die richtige Konsequenz: "Deren Spieler ist ja nicht geschlagen worden." Nach Abpfiff habe er in einige "betretende Mienen" geschaut. "Alle waren ein bisschen geschockt", erzählte Göttner.
Der Schiedsrichterbericht werde in den nächsten Tagen folgen, dann, vermuten Ache und Göttner, soll eine Entscheidung des Sportgerichts folgen.