2026-02-20T12:29:42.904Z

Allgemeines

Spelle reist als Tabellenvierter zum Aufsteiger nach Lüneburg

Erstes Punktspiel nach der Winterpause: Form, Platzverhältnisse und Tabellenkonstellation prägen die Ausgangslage

von red · Heute, 07:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Manni Hermes

Nach wetterbedingten Spielabsagen startet die Oberliga Niedersachsen am 20. Spieltag in die zweite Saisonhälfte. Der viertplatzierte SC Spelle-Venhaus gastiert beim abstiegsbedrohten Lüneburger SK Hansa – ein Duell mit klaren Tabellenunterschieden, aber offenem Ausgang.

Ausgangslage: Enge Spitzengruppe, Druck im Tabellenkeller

Der SC Spelle-Venhaus überwinterte mit 31 Punkten aus 17 Spielen auf Rang vier und gehört damit zur erweiterten Spitzengruppe der Oberliga Niedersachsen. Punktgleich mit dem Drittplatzierten TuS Bersenbrück und nur vier Zähler hinter Tabellenführer 1. FC Germania Egestorf-Langreder ist der Abstand nach oben überschaubar.

Ganz anders stellt sich die Situation beim Lüneburger SK Hansa dar. Der Aufsteiger rangiert mit 21 Punkten aus 16 Spielen auf Platz elf und befindet sich im unteren Tabellendrittel. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist zwar vorhanden, bleibt jedoch fragil.

Winterpause verlängert: Fehlender Rhythmus auf beiden Seiten

Beide Mannschaften gehen ohne Pflichtspielpraxis ins erste Punktspiel des Jahres. Sowohl die Partie des SCSV in Rehden als auch das Spiel der Lüneburger in Wolfsburg wurden am vergangenen Spieltag witterungsbedingt abgesagt. Die Winterpause verlängerte sich dadurch unfreiwillig, wodurch der Wettkampfrhythmus fehlt.

Für Spelle bedeutet dies eine ungewohnte Vorbereitung: Statt Testspiel stand zuletzt Training auf dem Programm. Auch die Gastgeber mussten ihre Planungen anpassen, sodass die Partie am Samstag für beide Teams eine Standortbestimmung darstellt.

Hinspiel mit verpasster Speller Führung

Das erste Aufeinandertreffen der Saison endete 1:1. Lüneburg ging durch Meyer in Führung, ehe Tom Winnemöller für Spelle ausglich. Besonders bitter für den SCSV: In derselben Minute scheiterte Tersteeg mit einem Foulelfmeter am Lüneburger Torwart Zlomusica – die Chance auf den Heimsieg blieb ungenutzt.

Das Remis unterstreicht, dass der Aufsteiger trotz Tabellenlage unangenehm zu bespielen ist.

Klare Rollen – aber keine Selbstläufer

Rein tabellarisch reist Spelle als Favorit an. Mit 38:27 Toren stellt der SCSV eine der stabileren Defensiven der Liga und überzeugt zugleich mit Offensivkraft. Lüneburg hingegen weist mit 20:27 Toren eine negative Bilanz auf und gehört zu den torärmeren Teams.

Für Spelle bietet die Partie die Chance, den Anschluss an die Spitzengruppe zu festigen und Druck auf die führenden Teams auszuüben. Ein Auswärtssieg würde die Ambitionen im oberen Tabellendrittel untermauern.

Lüneburg hingegen benötigt Punkte, um Abstand zur Gefahrenzone zu wahren und die Position als bester Aufsteiger zu stabilisieren. Gerade zum Restrundenstart könnte ein Erfolg gegen ein Spitzenteam Signalwirkung entfalten.

Die Rahmenbedingungen bleiben jedoch unsicher: Witterung und Platzverhältnisse könnten erneut Einfluss nehmen. Sollte die Partie stattfinden, markiert sie für beide Mannschaften den verspäteten Auftakt in die entscheidende Phase der Saison.