
Im Bezirkspokal-Halbfinale der Frauen-Landesliga Weser-Ems hat sich der SC Spelle-Venhaus mit 3:1 bei Concordia Emsbüren durchgesetzt und damit das Endspiel erreicht. Vor mehr als 270 Zuschauern entwickelte sich im Concordia-Park ein intensives Derby mit hoher Qualität, viel Spannung und einer emotionalen Atmosphäre.
Wilmes entscheidet intensives Halbfinale
Bei zeitweise starkem Regen erwischte der SC Spelle-Venhaus die aktivere Anfangsphase und kontrollierte zunächst den Ballbesitz. In der 26. Minute brachte Nina Wilmes die Gäste per Kopfball mit 1:0 in Führung. Danach arbeitete sich Concordia zunehmend besser in die Partie und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten, ließ diese jedoch ungenutzt.
Kurz vor der Halbzeit wurde die Partie von einer Verletzungsunterbrechung überschattet. Nach einem Zweikampf musste Alessia da Silva Lopes mit einer Sprunggelenksverletzung behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Die betreffende Szene wurde vom Schiedsrichter mit einer Gelben Karte geahndet.
Direkt nach Wiederanpfiff belohnte sich Concordia für eine starke Phase. Lotta Spies überspielte die Speller Defensive mit einem langen Ball, Tomke Buchalla legte von der linken Seite quer und Lotta Tiebel traf zum verdienten 1:1-Ausgleich.
Auch danach blieb das Spiel offen. Beide Teams hatten ihre Phasen, wobei Emsbüren insbesondere offensiv mehrfach gefährlich wurde. Die Zuschauer erlebten eine intensive Schlussphase mit hohem Tempo und viel Leidenschaft.
In der 76. Minute brachte Wilmes die Gäste erneut in Führung. Nach einem Zuspiel im Strafraumbereich setzte sie sich stark durch und traf platziert zum 2:1. Concordia stemmte sich mit Unterstützung der lautstarken Heimfans gegen die Niederlage, kam aber nicht mehr zum Ausgleich.
Mit der letzten Aktion des Spiels machte Wilmes ihren Dreierpack perfekt und erzielte das 3:1. Damit war der Finaleinzug des SC Spelle-Venhaus besiegelt.
Große Moral bei den „jungen Wilden“ aus Emsbüren
Trotz der Niederlage erhielt Concordia Emsbüren nach Abpfiff viel Applaus von den eigenen Anhängern. Die junge Mannschaft verlangte dem Favoriten erneut alles ab und bewegte sich über weite Strecken auf Augenhöhe.
Bemerkenswert: Während die Startformation der Gastgeberinnen im Durchschnitt lediglich 19,5 Jahre alt war, setzte Spelle-Venhaus auf deutlich mehr Erfahrung. Die „jungen Wilden“ aus Emsbüren hielten jedoch bis in die Schlussphase stark dagegen, ehe sich am Ende die Routine der Gäste durchsetzte.
Für Concordia geht es am Sonntag mit dem Auswärtsspiel beim Osnabrücker SC weiter. Der SC Spelle-Venhaus trifft im Finale an Pfingstmontag auf Jemgum.
Beide Vereine bedankten sich nach dem Derby ausdrücklich für die Unterstützung von den Rängen. Zudem wünschten sowohl Concordia als auch Spelle der verletzten Alessia da Silva Lopes eine schnelle und vollständige Genesung.
