
Lange hält der Außenseiter gut dagegen, geht sogar in Führung – doch im zweiten Durchgang zeigt der Tabellenführer seine Klasse und entscheidet die Partie.
Der SC Spelle-Venhaus hat seine Spitzenposition mit einem 3:1-Erfolg gegen den SV Olympia Uelsen untermauert, tat sich dabei jedoch lange schwer. Vor allem im ersten Durchgang bot sich den Zuschauerinnen und Zuschauern ein offenes Spiel, in dem die Gäste mutig auftraten und den Favoriten vor Probleme stellten.
„In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan. Das Gegentor fällt, weil wir zu passiv verteidigen und die Stürmerin im Sechzehner nicht angreifen“, analysierte Spelles Trainerin Rahel Mehring. Tatsächlich erwischte Uelsen den besseren Start: Die Gäste versteckten sich nicht, kamen früh zu Abschlüssen und belohnten sich in der 22. Minute durch Isa Kelder mit der Führung.
Bis zur Pause blieb es dabei, auch weil Spelle trotz eigener Möglichkeiten die nötige Durchschlagskraft vermissen ließ. „Trotz anfänglicher Hektik kommen wir aber zu einigen Abschlüssen, verpassen es nur, das Tor zu machen“, so Mehring weiter.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild. Der Tabellenführer erhöhte den Druck und agierte zielstrebiger. „In der zweiten Halbzeit verteidigen wir dann überzeugter“, erklärte Mehring. Dennoch blieb Uelsen gefährlich und hätte sogar erneut in Führung gehen können – unter anderem durch einen vergebenen Foulelfmeter.
Doch genau in dieser Phase zeigte Spelle seine Qualität. Mit zunehmender Spieldauer nutzten die Gastgeberinnen ihre Chancen konsequenter. „Nach vorne hin wurden wir mit der Zeit immer zielstrebiger, sodass wir folgerichtig drei Tore schießen und uns damit drei Punkte sichern“, sagte Mehring.
Uelsen hingegen musste sich trotz engagierter Leistung geschlagen geben. Nach eigener Führung und weiteren guten Möglichkeiten verloren die Gäste zwischenzeitlich den Faden, während Spelle seine Chancen effizient nutzte und die Partie endgültig drehte.
Am Ende steht ein verdienter Sieg für den Tabellenführer, der jedoch härter erkämpft war, als es das Ergebnis vermuten lässt.