2025-12-03T05:51:34.672Z

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Die TSV Eller behauptet die Tabellenführung.
Die TSV Eller behauptet die Tabellenführung. – Foto: Sven Conor

Spektakuläres Spielende hält Eller 04 an der Spitze

Die TSV Eller 04 hat am Sonntag ihre Tabellenführung im Auswärtsspiel beim TV Kalkum-Wittlaer verteidigt. Allerdings auf ganz besonders dramatische Art.

Der Spitzenreiter wackelte, aber er fiel nicht. Die TSV Eller 04 hat am Sonntag die Spitzenposition in der Bezirksliga mit einem fulminanten Schlussspurt behauptet. Beim TV Kalkum-Wittlaer stand die Elf von Trainer Kerim Kara beim Stand von 0:1 bis zur letzten Minute auf verlorenem Posten, machte dann aber doch noch das schier Unmögliche möglich.

Durch zwei Treffer auf dem letzten Drücker setzte sich der Favorit tatsächlich noch mit 2:1 durch. Mit Blick auf den Spielverlauf und die Zeitpunkte der eigenen Tore wollte auch Kerim Kara nicht verleugnen, etwas Dusel gehabt zu haben. „Da war auch das Spielglück dabei, was man vermutlich hat, wenn man ganz oben steht“, meinte der 40-Jährige. Dass der Sieg seiner Mannschaft aufgrund der Spielanteile aber verdient gewesen sei, darüber gab es aus seiner Sicht aber nichts zu diskutieren. „Wir haben den Druck nach der Pause erhöht. Da war es dann eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Tore fallen würden.“

Wittlaer hadert

Jene Zeit drohte dem Ligaprimus am Sonntag allerdings davon zu laufen. Glänzte Eller eine Woche zuvor gegen den ASV Mettmann nach der Pause mit fünf, teils sehenswerten Treffern, so wollte das Runde diesmal zunächst nicht ins Eckige. Gegen tapfer verteidigende Hausherren half letztlich die Brechstange. Beide Gäste-Treffer von Adnan Hotic und Jan Praast (Eigentor) fielen jeweils nach Freistößen und waren nach Ansicht von Navid Fazeli vermeidbar. „Ich hatte auch nach der Pause nicht den Eindruck, dass wir ein Tor kassieren. Dann aber leisten wir uns zwei dumme Fouls, die bitter bestraft wurden“, fasste der Trainer des TV Kalkum-Wittlaer zusammen.

Wie schon eine Woche zuvor stand Wittlaer trotz ansprechender Leistung mit leeren Händen da. „Allerdings schmerzt dieses 1:2 fast noch mehr als das 0:1 gegen den MSV“, meinte Fazeli. Den Tabellen-14. sieht er trotz der ausbleibenden Resultate auf einem guten Weg. „Wir machen es inzwischen jedem Gegner unangenehm. Nun geht es darum, dass wir uns auch das nötige Glück wieder erarbeiten.“ Die nächste Chance dazu bietet sich dem TVKW am kommenden Wochenende beim direkten Tabellennachbarn Ratingen 04/19 II (13.). Und Eller 04? Die Kara-Elf steht zu Hause gegen den Vorletzten Rhenania Hochdahl vor einer vermeintlichen Pflichtaufgabe. Doch der Coach warnt davor, den Aufsteiger auf die leichte Schulter zu nehmen. „Das wird eine ähnliche Aufgabe, wie sie uns Wittlaer gestellt hat. Dort waren wir in der ersten Hälfte nicht konzentriert genug. Wir müssen jede Partie wie ein Endspiel angehen. Wenn wir mit dieser Einstellung auf den Platz gehen, dann können wir auch unser fußballerisches Potenzial zur Geltung bringen.“

Aufrufe: 021.10.2025, 14:00 Uhr
Marcus GiesenfeldAutor