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Allgemeines

Spektakel ohne Sieger in Hannover

96 verspielt Führung in der Schlussphase und trennt sich 3:3 von Preußen Münster

von red · 03.05.2026, 20:16 Uhr · 0 Leser
– Foto: Schneider Torsten

Am Ende einer hochintensiven und torreichen Partie steht für Hannover 96 nur ein Punkt: Gegen Preußen Münster verspielten die Niedersachsen eine zwischenzeitlich erarbeitete Führung in der Nachspielzeit und mussten sich mit einem 3:3 begnügen. Dabei hatte das Spiel lange Zeit ganz unterschiedliche Wendungen genommen.

Cheftrainer Christian Titz nahm im Vergleich zum Sieg der Vorwoche drei Änderungen in der Startelf vor. Unter anderem kehrte der zuletzt verletzte Boris Tomiak zurück, zudem begannen Kolja Oudenne und Daisuke Yokota.

Die Gäste aus Münster starteten zunächst aktiver und kamen früh zu längeren Ballbesitzphasen, ohne jedoch zwingend zu werden. Hannover fand nach rund einer Viertelstunde besser in die Partie und erspielte sich erste Möglichkeiten, darunter ein Abschluss von Mustapha Bundu sowie eine Großchance von Benjamin Källman.

Trotz der steigenden Kontrolle der Roten schlug Münster eiskalt zu: Nach einem Eckball köpfte Imad Rondić das 0:1 (25.), kurz vor der Pause erhöhte Shin Yamada nach einem schnellen Angriff auf 0:2 (39.).

Die Antwort der Hausherren folgte jedoch noch vor dem Halbzeitpfiff – und mit Wucht. Zunächst verkürzte Bundu mit einem sehenswerten Schlenzer auf 1:2 (45.+1), ehe er nur wenige Minuten später nach Flanke von Waniss Taibi per Direktabnahme den Ausgleich erzielte (45.+4). Innerhalb kürzester Zeit war die Partie komplett gedreht.

Offener Schlagabtausch nach der Pause

Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel intensiv. Münster kam zunächst zu einer großen Chance, die Nahuel Noll stark entschärfte. Auf der Gegenseite erspielte sich 96 mehrere gute Gelegenheiten, unter anderem durch Yokota und Stefan Thordarson, fand aber zunächst keinen Abschluss.

In der Schlussphase hatte zunächst wieder Münster die gefährlicheren Momente, doch Hannover verteidigte mehrfach stark – unter anderem durch eine Rettungstat von Thordarson auf der Linie.

Traumtor und bitteres Ende

Die späte Belohnung folgte dennoch für die Gastgeber: Thordarson traf in der 85. Minute mit einem wuchtigen Distanzschuss ins Kreuzeck zur 3:2-Führung. Der Sieg schien greifbar.

Doch Münster schlug in der Nachspielzeit noch einmal zurück. Nach einem langen Ball landete der Abpraller bei Hendrix, der aus der Distanz volley zum 3:3 traf (90.+3). Eine letzte Parade von Noll und ein Lattentreffer verhinderten sogar noch den möglichen Auswärtssieg der Gäste.

Nach einer Partie mit zwei komplett unterschiedlichen Spielhälften steht am Ende ein leistungsgerechtes, aber aus Hannoveraner Sicht bitteres Remis. 96 zeigte Moral, drehte das Spiel – und verlor es dennoch in der letzten Aktion aus der Hand.