
Ein mehr als spannendes Pokalhalbfinale gab es am Donnerstagabend in Wormersdorf und am Ende sicherte sich die Fortuna das Finalticket gegen den MSV. Die Wormersdorfer machten es dem Landesligisten allerdings alles andere als leicht.
Für den Landesligisten startete das Spiel eigentlich perfekt: In der 11. Minute nahm Daniel Somuah den Ball gut 45 Meter vor dem Tor mit dem Rücken zum gegnerischen Tor mit der Brust an und versenkte ihn per herrlicher Bogenlampe zum 0:1. Durch das Traumtor sah es eigentlich früh gut aus für den Favoriten. Die Gastgeber zeigten sich jedoch unbeeindruckt. Ein Handspiel im Bonner Strafraum brachte die leidenschaftlich kämpfenden Wormersdorfer zurück ins Spiel. Markus Kramp verwandelte den Elfmeter sicher zum Ausgleich. In der Folge war die Fortuna zwar spielbestimmend, doch man merkte dem Landesligisten den Druck an, als Favorit bloß keinen Fehler zu machen. Vor über 350 Zuschauern wurde die Aufgabe nicht einfacher. Somit ging es mit einem Unentschieden in die Pause.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel schien die Fortuna die Weichen auf Sieg zu stellen, als Kai Nierada das 1:2 markierte. Doch Wormersdorf, das über 90 Minuten keinerlei konditionelle Abnutzungserscheinigungen zeigte, schlug erneut zurück. Ein weiteres Handspiel im Fortuna-Strafraum führte zum zweiten Elfmeter für die Hausherren, den Kramp erneut zum 2:2 verwandelte. Die Fortuna versuchte mit spierlerischen Lösungen zu reagieren. In der 79. Minute war es erneut Daniel Somuah, der einen schnellen Angriff eiskalt zum 2:3 vollendete. Die Schlussminuten wurden zum absoluten Nervenkrimi: Wormersdorf warf alles nach vorne, sogar der Torhüter hielt sich während der Nachspielzeit fast nur noch am Fortuna-Strafraum auf. Erst ein perfekter Konter durch Nierada in der 97. Minute erlöste den Landesligisten.
Nach dem Abpfiff war der Jubel in der Gästekabine grenzenlos. Aus dem Umfeld der Fortuna hieß es erleichtert: „Es war das erwartet schwere Spiel. Wormersdorf hat uns vor dieser tollen Kulisse alles abverlangt. Man hat unseren Jungs den Druck angemerkt, aber sie haben standgehalten. Endlich dürfen die Jungs nach einem Spiel mal wieder feiern und stolz ins Wasserland zurückkehren."
Für den SC Fortuna Bonn ist dieser Sieg historisch: Mit dem Finaleinzug hat der Verein nun zum ersten mal in seiner Geschichte die Chance, den Kreispokal tatsächlich zu gewinnen.