
Rheinhessen. Während der VfL Gundersheim in der Bezirksliga Rheinhessen nach dem 0:2 gegen Barbaros weiter dick im Abstiegskampf steckt, hat sich Aufsteiger TuS Wörrstadt spektakulär etwas Luft verschafft.
Im Tabellenkeller hat Schlusslicht Fortuna Mombach gegen den TSV Zornheim eine 1a-Aufholjagd gestartet, stand am Ende aber trotzdem mit leeren Händen da. Der Rückstand auf den sicher rettenden zwölften Platz beträgt acht Spieltage vor Schluss 17 Zähler.
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Ein schweres Spiel gegen einen gut organisierten und flexiblen Gegner“, so VfR-Coach Nico Augustin. „Wir haben in der ersten Hälfte das bessere Spiel gemacht. Am Ende mussten wir um den Sieg bangen.“
46-Teammanager Volker Müller: „Ein schwaches Spiel von uns. Nach verschlafener erster Halbzeit hatten wir zwar ein klares Plus an Spielanteilen – richtig zwingend im Abschluss waren wir aber nie.“
Tore: 1:0 Ferhat Gündüz (33.), 2:0 Tobias Pilz (44.), 2:1 Jonas Gangl (89., Kopfball).
Gelb-Rot: Paul Junginger (VfR) wegen wiederholten Foulspiels (80.). Zuschauer: 100.
Zornheims Co-Trainer Marcel Baumgärtner sprach von einem „komplett wilden Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir den Gegner kontrolliert und dessen Fehler gnadenlos und effektiv genutzt“. Nach der Pause gab der TSV das Ding komplett aus Hand. „Wir haben uns zu sehr aufs Verwalten konzentriert“, kritisierte Baumgärtner. „Wenn Du einmal in den Verwaltungsmodus schaltest und den Gegner zu viel Luft schnuppern lässt, ist es schwierig, den Schalter wieder umzulegen.“
Tore: 0:1 Eigentor Armin Telarevic (5.), 0:2 Nils Horn (15.), 0:3 Lukas Klein (18., Foulelfer), 0:4 Henrik Seeland (34.), 0:5 Max Philippi (59.), 1:5 Dayan Malheiro Rivera (62.), 2:5 Patrick da Cruz (68.), 3:5 Stijepan Sliskovic (71.), 4:5 Armin Telarevic (79.). Zuschauer: 60.
„Ein verdienter Sieg für die Marienborner, die die Zweikämpfe und die Intensität mehr angenommen haben“, resümierte TSV-Sprecher Matthias Stüber. „Wir hatten zu viele einfache Fehler und Fouls drin.“ Mommenheims Torwart Nico Wagner verhinderte Schlimmeres und hielt einen Foulelfmeter von Deliaslan (48.).
Tore: 0:1, 0:2 Müslüm Deliaslan (13., 38./Handelfer), 0:3 Paul Kammerer (67.), 1:3 Maurice Göbig (78., Handelfer) 1:4 Nicolas Gualtieri (84., Foulelfer). Zuschauer: 170.
„Wir konnten an unsere starke zweite Halbzeit von letzter Woche anknüpfen und waren von Beginn an griffig“, freute sich Wörrstadts Spielertrainer Rene Novo. „Wir sind viele Wege gelaufen und haben Finthen gut unter Druck gesetzt. Was uns gut getan hat, war, dass wir uns direkt belohnen konnten und unsere Chancen genutzt haben.“ Die Fontana habe kurz nach der Halbzeit noch einmal gedrückt und gedrängt – in diese Phase sei auch das 4:1 gefallen. „Aber auch hier konnten wir direkt antworten, Finthen bestrafen – und das 5:1 nachlegen“, sagte Novo. „Entscheidend war am Ende, dass wir von Anfang an mehr wollten.“ Ein Sonderlob heimsten Achter Robert Dragun mit seinen zwei Toren sowie Linksverteidiger Marco Schulmerich ein. Schulmerich verwandelte nicht nur eine Ecke direkt, sondern bereitete auch einen weiteren Treffer vor.
Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, klagte Finthens Sportlicher Leiter Rahul Saini. „Die frühen Gegentore waren unnötig. Nach dem 1:4 hatten wir kurz das Gefühl, das Momentum auf unsere Seite zu ziehen, haben uns aber im direkten Gegenzug durch einen eigenen Fehler wieder selbst geschlagen. Spätestens mit dem 1:5 war das Spiel entschieden.“ Wörrstadt habe „nahezu jede Chance genutzt“, so Saini.
Der Spielfilm: 1:0 Robert Dragun (16.), 2:0 Julian Jung (26.), 3:0 Robert Dragun (31.), 4:0 Marco Schulmerich (45.), 4:1 Duc Hai Thai (47.), 5:1 Emanuel Dragun (50., Foulelfmeter), 6:1 Malik Görmez (68.), 7:1 Julian Simon (73.), 7:2 Tim Charisse (89.), 7:3 Mohammad Navid Khazzie (90.). Zuschauer: 50.
Wir führen nach 35 Minuten 2:0 gegen zehn Mann“, sagte SVG-Trainer Marian Saar. „Gau-Odernheim schießt aus dem Spiel heraus gefühlt nicht einmal aufs Tor – und wir schenken die drei Punkte nach zwei Bogenlampen her. Uns steht eine schwere Woche bevor, um uns für Finthen bereit zu machen – für uns heißt es jetzt: ´Hello Abstiegskampf!´“
Gau-Odernheims Coach Tobias Ruf sagt: „Die ersten 30 Minuten haben wir leider überhaupt nicht ins Spiel gefunden und verdient 0:2 zurückgelegen. Zu allem Überfluss haben wir noch eine sehr fragwürdige Gelb-Rote Karte erhalten, so dass wir 60 Minuten in Unterzahl spielen mussten. Mit dem Anschlusstreffer waren wir wie wachgerüttelt, haben bis zur Halbzeit den Gegner hinten reingedrückt.“ Für die Darbietung nach der Pause machte Ruf seinen Jungs „ein Riesenkompliment. Wir haben alles reingeworfen und selbst nach noch einer erneuten Ampelkarte den Gegner nur dreimal gefährlicher vor unser Tor kommen lassen“. Für diesen leidenschaftlichen Kampf gebühre seinem Team großer Respekt.
Tore: 1:0, 2:0 Jan Weinbach (29., 34.), 2:1 Eigentor Fabio Diehl (41.), 2:2 Christian Felde (45.+4, 38-Meter-Freistoß).
Gelb-Rot: Jannis Theis (TSV) wegen wiederholten Foulspiels (32.). Paul Krassmann (TSV) wegen Foulspiels (87.), Rouven Schiedhelm (SVG) wegen wiederholten Foulspiels (90.+2). Zuschauer: 100.
„Aufgrund einer desolaten zweiten Halbzeit eine verdiente Niederlage in einem emotionslosen Derby“, sagte Nieder-Olms Boss Christoph Loré. Mit zwei parierten Elfern gegen Alkan Yildiz (37.) und Georgi Bichinashvili (59.) verhinderte Nieder-Olms Torwart Tobias Hoffmann eine höhere Pleite.
„Die ersten 45 Minuten waren wir überhaupt nicht auf der Höhe in einem chancenarmen Spiel“, analysierte Saulheims Co-Trainer Damian Szymkow. „In der zweiten Halbzeit hatten wir deutlich mehr Spielkontrolle und sind zu Toren gekommen. Auch wenn es ein hartes Stück Arbeit war.“
Tore: 0:1 Georgi Bichinashvili (75.), 0:2 Sven Ludt (80.). Zuschauer: 100.
„Trotz vieler Ausfälle haben wir das Spiel auf dem sehr schlechten Platz so gut wie möglich kontrolliert“, kommentierte Hakan Akcay, Sportlicher Leiter von Barbaros. „Wir haben ja schon sechs schwere Verletzungen – dazu kamen diese Woche noch der rotgesperrte Joseph Meier und Haris Beslic. Insgesamt haben uns zehn Spieler gefehlt, aber die Jungs haben das trotzdem richtig gut gemacht.“
Tore: 0:1 Enis Duru (30.), 0:2 Ömer Er (43.). Zuschauer 100.
„Das Spiel war zwischenzeitlich ziemlich wild, was den Hausherren besser zu Gesicht stand als uns“, urteilte SVH-Coach Sascha Löcher. „Nach unserer Führung hatte ich die Hoffnung, dass wir es besser kontrollieren können.“ Doch durch zwei berechtigte Elfer („Bei denen wir uns alles andere als clever angestellt haben“) habe die Hassia die Partie gedreht. Der SVH blieb jedoch zielstrebig. Nach der 5:2-Führung hätten seine Jungs „beschlossen, dass das Spiel für sie beendet ist – was mir überhaupt nicht gefallen hat“, so Löcher und sprach von einem „Pflichtsieg, bei dem wir uns offensiv wie defensiv nicht mit Ruhm bekleckert haben“.
Tore: 0:1 Eigentor Julian Dobert (13.), 1:1, 2:1 Eray Öztürk (20./Handelfer, 26./Foulelfer), 2:2 Jonas Fleischer (34.), 2:3, 2:4, 2:5 Domenico Gagliardi (36., 45., 73.), 3:5 Öztürk (81.).