
In Adelzhausen fielen beim 3:2-Sieg der SF Friedberg fünf Treffer – noch öfter klatschte der Ball ans Torgestänge. Der Tabellenzweite, TSV Inchenhofen, hat das Verfolgerfeld in der Kreisliga Ost weiter distanziert. Durch ein irres 5:4 gegen den TSV Friedberg liegt er nun fünf Punkte vor dem neuen Dritten, dem BC Aichach. Der gewann 3:1 in Münster und profitierte von einem überraschenden 0:2 des SSV Alsmoos-Petersdorf gegen Klingsmoos. Ganz unten im Keller knipste der SC Oberbernbach mit einem 1:0 über Gerolsbach das Licht an. Von insgesamt 23 Spielen hat die SpVgg Joshofen-Bergheim in der laufenden Saison erst drei verloren. Auch von der Partie gegen den FC Rennertshofen konnte das Team drei Punkte mitnehmen.
Nach der überschaubaren Leistung bei der klaren Niederlage in Inchenhofen zeigten die Sportfreunde diesmal ein ganz anderes Gesicht. Sie überzeugten vor allem kämpferisch. Dabei mussten die Friedberger vor allem in der Anfangsviertelstunde einige brenzlige Situationen überstehen und hatten bei Latten- und Pfostenschüssen der Adelzhausener in den Anfangsminuten von Stefan Asam und Nachschuss von Marvin Gaag großes Glück. Als sich die Hausherren dann „ausgetobt“ hatten, flankte Lukas Bittner in der 19. Minute auf Maximilian Claßen und dessen Kopfball saß zum 1:0. In der Folgezeit machten die Hausherren weiter Druck, und als Franki Rajic den Zweikampf gegen Maximilian Schuch verlor, erzielte dieser trocken das 1:1 (41.). Auf der anderen Seite scheiterte Markus Kreutmayr am Pfosten. Statt den Sportfreunden führte der BCA zur Pause: Franz Losert köpfte aus kurzer Distanz ein, nachdem der Ball dreimal auf der Latte getanzt hatte. Auch der zweite Spielabschnitt begann mit einem Lattentreffer, dieses Mal von Dominik Müller (47.). Doch die Gäste fanden nun besser ins Spiel. Mit einem öffnenden Pass schickte Simon Metzger den eingewechselten Florian Haug auf die Reise, der das 2:2 markierte (56.). Einen schnellen Konter über Julian Zeiske veredelte Haug mit dem 3:2 (75.). Es folgte ein ungestümes Anlaufen der Heimelf. Statt des Ausgleichs erntete der BCA eine Rote Karte gegen Dominik Müller nach Foul an Torhüter Schmidberger. Eine durchaus diskussionswürdige Entscheidung. In der Nachspielzeit hatten die Friedberger noch einmal Glück, als der Freistoß von Maximilian Schuch – na klar – an der Latte landete. (fse) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Pascal Petermann (Holzheim) - Zuschauer: 170
Tore: 0:1 Maximilian Claßen (19.), 1:1 Maximilian Schuch (41.), 2:1 Franz Losert (45.), 2:2 Florian Haug (56.), 2:3 Florian Haug (75.)
Rot: Dominik Müller (81./BC Adelzhausen)
Gelb-Rot: Michael Pfeifer (87./SF Friedberg)
Die Erzählungen vom bestraften Aichacher Chancenwucher dürften mittlerweile beinahe so alt sein wie die Ostergeschichte. Wieder einmal brachte der BCA es nicht fertig, Abschlüsse aus Bestlagen zu nutzen. Bestes Beispiel: Luis Fischer, der nach Steckpass von Marcus Wehren schon in den Anfangsminuten an Münsters Torhüter Manuel Fuchs scheiterte. „Ein ganz schwacher Abschluss“, bemängelt sein Trainer Markus Kurzhals, der einmal mehr zusehen musste, wie der Gegner „seinen ersten Gegenstoß nutzt“. Julian Spies vollendete (9.). Aber immerhin gelang wieder eine fußballerische Auferstehung. Dank Marcus Wehren und innerhalb von zwei Minuten. Erst schob der Stürmer nach einem gedankenschnell ausgeführten Freistoß zum 1:1 ein (29.), dann setzte er einen Weitschuss sehenswert über Fuchs hinweg ins Tor. Sein Ensemble traf nach einer Zeitstrafe gegen Markus Winkler in Unterzahl zum 3:1. Fischer tankte sich durch, bediente Maximilian Roth, der an Fuchs scheiterte. Den Abpraller aber angelte sich Fischer und versenkte zum 3:1 (50.). Danach wieder Chancenwucher: „Wir hätten sieben, acht machen können“, schildert Kurzhals. (dali) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Matthias Köhler (Illdorf) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Julian Spies (9.), 1:1 Marcus Wehren (29.), 1:2 Marcus Wehren (31.), 1:3 Luis Fischer (50.)

Wie bereits in der Vorwoche vergab der Tabellenführer erneut einen Foulelfmeter, dieses Mal durch Elias Zeller. Der Schock hierüber hielt jedoch zum Glück nicht lange, denn nur eine Minute später war es Co-Trainer Robert Zisler, der mit seinem vermeintlich schwächeren linken Fuß ins lange Eck zum 1:0 für die Gastgeber einschob (5.). Die Führung war zu diesem Zeitpunkt bereits hochverdient, da die SpVgg die Rennertshofener quasi von Minute eins an nicht in ihre eigene Hälfte kommen ließ. So war der Ausbau der Führung nur eine Frage der Zeit und am Ende passierte selbige in der 26. Minute, als Vincent Poromka sich stark durchsetzen und Goalgetter Julian Sager mustergültig in Szene setzen konnte, welcher die Vorlage souverän nutzte. Nach der Halbzeit dann schaltete die SpVgg etwas unerklärlich einen Gang zurück und brachte nach einem unnötigen Fehler in der Joshofener Hälfte die Gäste in Person von Khalid Abu Nemah in der 59. Minute wieder ins Spiel, der mit einem satten Linksschuss auf 2:1 verkürzte. In der Folge versuchte die Heimelf alles um den berühmten Deckel draufzumachen Paul Hammer fasste sich schließlich kurz nach der Mittellinie ein Herz und legte in der 77. Minute dem verwunderten Gästekeeper mit dem wohlverdienten 3:1 ein echtes Osterei in die Maschen. Die SpVgg ist damit seit nunmehr 16 Spielen am Stück ungeschlagen und verteidigte erfolgreich die Tabellenspitze. (jos) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Sebastian Deak (Rain/Lech) - Zuschauer: 220
Tore: 1:0 Robert Zisler (5.), 2:0 Julian Sager (26.), 2:1 Khalid Abu Nemah (59.), 3:1 Paul Hammer (77.)
Besondere Vorkommnisse: Elias Zeller (SpVgg Joshofen-Bergheim) scheitert mit Foulelfmeter (4.).

Einen souveränen Heimsieg fuhr der FC Affing gegen den TSV Pöttmes ein. Keine drei Minuten waren gespielt, als Marco Martens von seinem Bruder Fabio bedient wurde und zum frühen 1:0 traf (3.). Den zweiten Treffer leitete FCA-Torwart Axel Rehm ein, Justin Djondo-Pacham schloss den Konter ab und stocherte den Ball über die Linie (16.). Affing hatte das Spiel im Griff, verpasste es aber, vor der Halbzeit einen dritten Treffer zu erzielen. Mersad Fakic machte es auf der Gegenseite besser. Bei einer Flanke auf den ersten Pfosten entwischte der Pöttmeser der Abwehr und köpfte quasi mit dem Pausenpfiff zum 2:1 ein (45.). Die Hoffnung der Gäste, noch etwas Zählbares aus Affing mitzunehmen, hielt nach dem Seitenwechsel allerdings nicht lange. Nach einer schönen Kombination landete der Ball am hinteren Pfosten bei Maximilian Lipp, der die Kugel aus kurzer Distanz über die Linie drückte (53.). Den Schlusspunkt setzte Ahmed Karaca kurz vor dem Ende. Nach der nächsten feinen Kombination überlupfte der Affinger zunächst seinen Gegenspieler und schließlich auch noch TSV-Torwart Kevin Baierl (87.). (jly) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Stefan Asam (Herbertshofen) - Zuschauer: 208
Tore: 1:0 Marco Martens (3.), 2:0 Justin Djondo-Pacham (16.), 2:1 Mersad Fakic (45.), 3:1 Maximilian Lipp (53.), 4:1 Ahmed Karaca (87.)
In einem spektakulären Duell brachte Coskun Bür die Gäste aus Friedberg früh mit 1:0 in Führung (14.). Sechs Minuten später stimmten die Gastgeber ins Offensivfeuerwerk ein: Manuel Appel glich zunächst aus, ehe Sebastian Pachaly wenige Minuten danach die Führung erzielte (24.). Nach knapp einer halben Stunde baute Appel die Führung zum 3:1 aus (32.). Der Torreigen setzte sich auch nach dem Seitenwechsel ungebremst fort: Elias Landsbeck brachte den TSV Inchenhofen zunächst mit 4:1 in Führung und schien damit die Partie vorzeitig entschieden zu haben (68.). Doch die Gäste aus Friedberg bewiesen Moral – nur zwei Minuten später verkürzte Umut Kayacik auf 2:4 (70.). Die Antwort der Hausherren ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Appel stellte mit seinem dritten Treffer des Tages den alten Abstand wieder her (72.). Nach einer Roten Karte gegen Matteo Michl keimte bei den Friedbergern elf Minuten vor Abpfiff nochmals Hoffnung auf. Den fälligen Strafstoß verwandelte Simon Bunk sicher zum 5:3 (80.). In einer turbulenten Schlussphase traf der eingewechselte Theo Prendke zum 4:5 aus Sicht der Gäste. Doch die Aufholjagd wurde durch weitere Platzverweise gebremst: Erst musste Kayacik mit einer Zeitstrafe vom Feld, dann sah auch Elias Stockinger in der Nachspielzeit Rot. „Der Sieg für uns bedeutet, dass wir eine positive Saison weiterhin positiv gestalten konnten. Es geht darum, die Mannschaft kontinuierlich zu verbessern und das klappt sehr gut“, erklärte Inchenhofen-Coach Michael Wenczel. (kerde) Lokalsport FA
Schiedsrichter: Linus Baumeister (Dinkelscherben) - Zuschauer: 150
Tore: 0:1 Coskun Bür (14.), 1:1 Manuel Appel (20.), 2:1 Sebastian Pachaly (24.), 3:1 Manuel Appel (32.), 4:1 Elias Landsbeck (68.), 4:2 Umut Kayacik (70.), 5:2 Manuel Appel (72.), 5:3 Simon Bunk (80. Handelfmeter), 5:4 Theo Prendke (87.)
Rot: Matteo Michl (79./TSV Inchenhofen/Handspiel im Strafraum, klares Verhindern einer Torchance)
Rot: Elias Stockinger (90./TSV Friedberg)
„Das war nicht Kreisliga-like“, kommentiert der Sportliche Leiter des SSV, Frank Echter, den Auftritt der Heimelf. Ebenso überraschend, wie die Heimniederlage war die Aufstellung des Fusionsklubs: Spielertrainer und Torgarant Robin Helmschrott war auf dem Spielberichtsbogen als Ersatzspieler geführt. Der angeschlagene 22-Tore-Mann sah sich bereits nach 20 Minuten gezwungen, seine Schonzeit zu beenden. Da lag die Ohne-Helmschrott-Elf bereits 0:1 zurück. Alsmoos-Spieler Johannes Kremer hatte eine Patrick-Krammer-Flanke von links per Kopf ins eigene Tor verlängert (8.). Doch auch die Mit-Helmschrott-Elf brachte wenig österliche Freude auf den Platz. Florian Gai hatte zwei gute Chancen, per Kopf in Durchgang eins, per Pfostentreffer in Hälfte zwei. „Das ändert aber nichts daran, dass es eines unserer schwächeren Spiele war“, findet Echter. Für den SVK schloss der nun 21-Tore-Mann Benedikt Vollnhals einen Alleingang über rechts zum 2:0 ab (63.). (dali) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Erich Wieland (Zusamaltheim) - Zuschauer: 120
Tore: 0:1 Johannes Kremer (8. Eigentor), 0:2 Benedikt Vollnhals (63.)
Im richtungsweisenden Derby gegen Rain erwischte die TSV-Elf den besseren Start und ging durch Lukas Biber in Front (19.). Wer dachte, dass die Burgheimer dadurch frei aufspielen würden, sah sich aber getäuscht. Die junge Gäste-Elf bekam Oberwasser und erzielte in kurzen Abständen den Ausgleich (Julian Kopp, 23.) sowie die 1:2-Führung (Valentin Ricker, 28.). Der technischen Überlegenheit der Rainer setzte Burgheim Kampfgeist entgegen. Im Anschluss an einen Standard wurden sie dafür auch belohnt und Marco Rechenauer erzielte das 2:2 (38.). Mit diesem verdienten Ergebnis ging es dann in die zweite Hälfte. Nachdem diese ohne große Chancen startete, schossen die Gäste nach knapp einer Stunde die 2:3-Führung (Talha Kulak, 58.). Auch nach einem verschossenen Elfmeter der Rainer ließ der TSV Burgheim fast über die komplette Halbzeit das notwendige Aufbäumen vermissen und war nicht in der Lage einen Gang höher zu schalten. (bur) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Oliver Schuhmacher (Steppach) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Lukas Biber (19.), 1:1 Julian Kopp (23.), 1:2 Valentin Ricker (28.), 2:2 Marco Rechenauer (38.), 2:3 Talha Kulak (58.)
Oberbernbach holte in einem emotional aufgeladenen Duell wichtige Punkte und hielt die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben. Die Gastgeber starteten druckvoll. Nach zwölf Minuten wurde ein stark vorgetragener SCO-Konter regelwidrig gebremst. Der gefoulte Bashar Broo übernahm selbst die Verantwortung und verwandelte zum 1:0. Bis zur Pause folgten weitere gute Möglichkeiten für die Gastgeber, ein zweiter Treffer blieb jedoch aus. Die zweite Hälfte der Partie verlief ausgeglichener. Die Gäste taten sich weiterhin schwer, gute Torchancen zu kreieren. Der SCO brachte den Sieg trotz hitziger Schlussphase über die Zeit. (kerde) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Alexander Maier (Augsburg) - Zuschauer: 200
Tor: 1:0 Bashar Broo (12. Foulelfmeter)