
Der 26. Spieltag der Landesliga Nordwest hatte es in sich: Für die größten Schlagzeilen sorgten das spektakuläre 4:4 zwischen dem TSV Abtswind und dem TSV Mönchröden sowie der überraschende 1:0-Auswärtssieg der DJK Dampfach beim favorisierten SV Alemannia Haibach. Gleichzeitig erledigten Tabellenführer DJK Don Bosco Bamberg und Verfolger TSV Großbardorf ihre Aufgaben souverän und behaupteten ihre Spitzenpositionen.
An der Tabellenspitze bleibt alles eng: Die DJK Don Bosco Bamberg setzte sich souverän mit 3:0 beim FC 06 Bad Kissingen durch. Simon Allgaier schnürte noch vor der Pause einen Doppelpack (38., 45.+1), Patrick Görtler erhöhte im zweiten Durchgang (55.). Damit bauen die Bamberger ihre Spitzenposition auf 57 Punkte aus und bleiben das Maß der Dinge.
Auch der TSV Großbardorf ließ nichts anbrennen und gewann mit 2:0 gegen den 1. FC Fuchsstadt. Jannik Göller brachte den Favoriten früh in Führung (18.), Jonas Hau legte nach (33.). Ein verschossener Foulelfmeter von Göller (54.) blieb ohne Folgen. Großbardorf bleibt mit 56 Punkten erster Verfolger und hält den Druck auf den Tabellenführer hoch.
Das torreichste Spiel des Tages fand in Abtswind statt. Beim 4:4 gegen den TSV Mönchröden wechselte die Führung mehrfach. Nach frühem Rückstand (4.) drehte Abtswind zwischenzeitlich die Partie, geriet aber erneut ins Hintertreffen. In einer wilden Schlussphase sorgte schließlich ein Eigentor von Pascal Lauer in der dritten Minute der Nachspielzeit für den späten Ausgleich zum 4:4. Für Abtswind bedeutet der Punktgewinn immerhin den Verbleib auf Rang drei, während Mönchröden weiter im Tabellenkeller feststeckt.
Ein deutliches Ausrufezeichen setzte TuS 1893 Aschaffenburg-Leider beim 1. FC Lichtenfels. Mit 6:0 fertigten die Gäste die Hausherren ab. Jens Philipp (21.), Arwed Kellner (31., 55.) und Philipp Eckstein (44., 56.) sorgten früh für klare Verhältnisse, ehe Philipp Seitz den Schlusspunkt setzte (90.). Leider arbeitet sich damit ins gesicherte Mittelfeld vor, während Lichtenfels nach der deutlichen Pleite weiter auf einem Abstiegs-Relegationsplatz rangiert.
Der TSV Karlburg feierte einen klaren 4:1-Erfolg gegen die DJK Hain. Dabei gingen die Gäste zunächst durch Carsten Albrecht in Führung (14.), ehe Diarrassouba (20.) und Tim Wagner (33.) die Partie drehten. Trotz einer Gelb-Roten Karte gegen Lennart Laub (37./Hain) und einer Roten Karte gegen Fabian Jordan (47./Karlburg) behielt Karlburg die Kontrolle und baute die Führung durch Fries (70.) und Tudor (90.) weiter aus. Mit dem Sieg hält sich Karlburg weiter in der oberen Tabellenhälfte fest.
Ein packendes Spiel lieferten sich auch Vatan Spor Aschaffenburg und der ASV Rimpar. Nach dem Führungstreffer von Christian Kuhn (54.) drehten Ege Noyan per Elfmeter (62.) und Peter Sprung (63.) die Partie binnen Minuten. Rimpar kam durch Oliver Makulik (74.) zurück, doch Oktay Sevim entschied das Spiel nur zwei Minuten später zugunsten der Gastgeber (76.). Vatan verschafft sich damit Luft im unteren Tabellenmittelfeld, während Rimpar weiter am Tabellenende steht.
Die FT Schweinfurt geriet gegen die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach zunächst in Rückstand (59.), drehte die Partie aber innerhalb weniger Minuten. Dominik Popp (67.) und Yasir Almagrahi (71.) sorgten für den 2:1-Heimsieg. Die Gäste mussten nach der Roten Karte gegen Tobias Burger (50.) lange in Unterzahl agieren. Schweinfurt festigt damit seine Position im oberen Mittelfeld, während Schwebenried den Anschluss nach oben etwas verliert.
Für eine der größten Überraschungen des Spieltags sorgte die DJK Dampfach. Beim favorisierten SV Alemannia Haibach gewann der abstiegsbedrohte Außenseiter mit 1:0. Max Witchen erzielte bereits in der 12. Minute das Tor des Tages. Haibach fand in der Folge kein Mittel mehr, die kompakte Defensive der Gäste zu überwinden. Für Dampfach sind es enorm wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, während Haibach einen Rückschlag im Rennen um die Top Vier hinnehmen muss.
Im Duell zwischen dem TSV Eisingen und TuS Frammersbach gab es keinen Sieger. Jannis Thein brachte die Hausherren in Führung (24.), Alessio Martello glich in der zweiten Hälfte aus (71.). Beide Teams mussten sich letztlich mit einem Punkt begnügen. Eisingen bleibt damit im gesicherten Mittelfeld, während Frammersbach den Anschluss an die oberen Plätze verpasst.