
Sollte Toni Munoz nach Beendigung seiner Spierkarriere auf die Idee kommen, ein persönliches „Best of“ zu erstellen, dann dürfte der 12. April 2026 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darin Berücksichtigung finden. Mit dem 6:2-Auswärtssieg über den souveränen Spitzenreiter Solingen-Wald gelang der SG Unterrath eine faustdicke Überraschung, die gleichbedeutend mit einem Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Landesliga sein könnte.
Überragender Mann auf dem Feld war dabei Toni Munoz, dem ein rares Kunststück gelang. „Vier Tore in einem Spiel macht man nicht allzu oft. Darunter war sogar ein Kopfballtreffer, der für mich auch nicht unbedingt typisch ist Das hat heute richtig viel Spaß gemacht“, frohlockte der offensive Mittelfeldspieler der SGU unmittelbar nach der Partie. Auch Daniel Beine attestierte seinem Routinier eine herausragende Partie, wenngleich es dem Unterrather Trainer schwerfiel, Einzelne aus dem Kollektiv herauszuheben.
„Wir haben es als Mannschaft in allen Teilen richtig gut gemacht. Wir haben in den Zweikämpfen zugepackt und waren nach vorne hin sehr zielstrebig“, lobte der 38-Jährige. Gegen den hohen Aufstiegsfavoriten stecken die Gäste auch ein zwischenzeitliches 1:2 weg. Mit seinen Toren zum 3:2 und 4:2 unmittelbar vor und nach der Pause zog Munoz, der auch schon das 1:0 besorgt hatte (16.), den Hausherren den Zahn.
„Sie haben ein Team, das dominant sein und mitspielen will. Das kam uns sicherlich auch entgegen“, zeigte sich der Matchwinner in seiner Analyse bescheiden. Mit dem verdienten Dreier revanchierte sich die SGU für die knappe 1:2-Hinspielniederlage und machte zugleich einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Angesichts von nunmehr acht Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge sieht auch Daniel Beine sein Team „auf einem guten Weg“.
Ob Toni Munoz ein weiteres Landesliga-Jahr am Franz-Rennfeld-Weg unter dem künftigen Trainer Niklas Leven bestreiten wird. Rein sportlich hat das technisch beschlagene Schlitzohr immer noch das Zeug dafür. Das stellte Munoz mit seiner Gala gegen individuell bärenstark besetzten Solinger einmal mehr unter Beweis. Gut möglich ist aber auch, dass der frühere Oberligaspieler im Sommer noch einmal eine neue Herausforderung sucht.
Gerüchten, wonach Munoz für die neue Saison schon seinem Kumpel Mario Opdenberg und damit der DJK Sparta Bilk zugesagt haben soll, trat er entgegen. „Da ist noch nichts entschieden.“