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Sparta 09 Nordhorn zwischen Anspruch und Realität

Kreisliga Bentheim: Trainer Oliver Voet zieht Bilanz, benennt Defizite und formuliert klare Ziele für die Rückrunde.

von red · 06.01.2026, 08:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Marwin Wolf

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Sparta 09 Nordhorn überwintert im Tabellenmittelfeld der Kreisliga Bentheim. Trainer Oliver Voet bewertet die Hinrunde nüchtern, sieht spielerische Fortschritte, aber auch eine unzureichende Punkteausbeute – und richtet den Blick auf eine intensive Vorbereitung sowie eine ambitionierte Rückserie.

Nach dem letzten Pflichtspiel am 23. November 2025 ist bei Sparta 09 Nordhorn nur bedingt Ruhe eingekehrt. „Eine richtige Pause haben wir nicht, da wir an mehreren Hallenturnieren teilnehmen“, sagt Trainer Oliver Voet. Die gezielte Vorbereitung auf die Rückrunde beginnt am 2. Februar 2026 und erstreckt sich über sechs Wochen. In dieser Zeit sind sieben Testspiele geplant. Ergänzt wird das Programm durch Teambuilding-Maßnahmen wie das traditionelle Kloatscheeten sowie ein vereinsinternes Hallenturnier, bei dem „der sportliche Teil eher im Hintergrund“ stehe.

Die sportliche Bilanz der Hinrunde fällt aus Sicht des Trainers durchwachsen aus. „Wenn ich der bisherigen Saison eine Schulnote geben müsste, wäre es eine Drei“, erklärt Voet. Zwar habe seine Mannschaft in vielen Partien überzeugt, doch die Ergebnisse seien hinter den Leistungen zurückgeblieben. „Wir hätten sicher auch sechs bis sieben Punkte mehr haben können“, so Voet, der mit dem Auftreten, nicht aber mit der Ausbeute zufrieden ist.

Positiv hebt der Trainer die taktische Entwicklung hervor. Zwei neue Spielsysteme seien schneller angenommen worden als erwartet. Zudem habe das Team seinen großen Kader vergleichsweise gut eingebunden: 25 verschiedene Spieler kamen in der Hinrunde zum Einsatz. Defizite sieht Voet vor allem in der Chancenverwertung und in der Konsequenz bei der Umsetzung der Spielprinzipien, insbesondere gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel.

Für die Rückrunde formuliert Voet klare Ziele. Mehr Punkte als in der Hinserie und am Saisonende Tabellenplatz fünf – das sind die Maßstäbe. „Die Qualität im Kader ist da, aber wir müssen unsere Leistung permanent abrufen“, betont der Trainer. Personell setzt Sparta 09 Nordhorn dabei auf Kontinuität, Zu- oder Abgänge sind nicht geplant.

Im Meisterschaftsrennen sieht Voet mehrere Anwärter. Der SV SuSa habe aktuell die besten Karten, sein Bauchgefühl spreche jedoch für den SV Wietmarschen. Auch Uelsen, Wielen und Lohne traut er eine starke Rückrunde zu. Im Tabellenkeller rechnet der Sparta-Coach hingegen mit einem offenen Ausgang: Der Abstiegskampf dürfte sich „bis zum letzten Spieltag“ hinziehen.