2025-12-17T10:26:01.779Z

Allgemeines
– Foto: FC Holzhausen

FC Holzhausen krönt sich spät – VfL Herrenberg fällt im Finale

Sparkassen-Cup in Nagold endet mit K.-o.-Drama: Neubulach im Neunmeterschießen, Nagold mit Torlawinen – und am Ende ein 3:2, das alles entscheidet.

Der letzte Turniertag des Nagolder Sparkassen-Cups hat die Halle in einen langen, atemlosen Lauf verwandelt: drei Vorrundengruppen, danach Viertelfinale, Halbfinale und ein Finale, das erst in den letzten zwölf Minuten seine Wahrheit fand. In der Gruppenphase setzte der SV Althengstett in der Gruppe 1 mit 10 Punkten und 11:4 Toren die erste Marke, in der Gruppe 2 schob sich die TSG Balingen II mit 10 Punkten und 14:10 Toren an die Spitze. In der Gruppe 3 dominierte der VfL Nagold II makellos mit 12 Punkten und 16:5 Toren – während der VfL Nagold zugleich mit einem 24:6-Torverhältnis und 9 Punkten die Halle in mehreren Spielen zum Beben brachte. Doch am Ende blieb das Turnier nicht in Tabellen stehen: Es wurde im K.-o.-Modus entschieden. Und dort holte sich der FC Holzhausen den Pokal – nach einem 3:2 im Finale gegen den VfL Herrenberg.

Gruppenphase: Althengstett setzt in Gruppe 1 die Klammer
In der Gruppe 1 ging es vom ersten Spiel an um Rhythmus, nicht um Schöngeist. Holzhausen eröffnete mit einem 4:2 gegen den VfL Herrenberg, Althengstett startete mit einem 2:2 gegen Schönbronn. Später ließ Althengstett gegen Schönbronn erneut keine Sicherheit zu, gewann aber klare Schlüsselspiele: 3:1 gegen den VfL Nagold, 3:1 gegen Holzhausen und zum Abschluss 3:0 gegen Herrenberg.

Der VfL Nagold blieb in dieser Gruppe punktlos, kassierte unter anderem ein 0:7 gegen Holzhausen, verlor 1:3 gegen Althengstett, unterlag 0:2 gegen Herrenberg und ging auch gegen Schönbronn (1:4) leer aus. Schönbronn hielt sich über klare Momente im Turnier, gewann 4:1 gegen Nagold. Holzhausen sammelte in dieser Gruppe nicht nur Tore, sondern Selbstvertrauen – etwa beim 6:2 gegen Schönbronn und beim 7:0 gegen Nagold.

Gruppe 2: Balingen II vorn, Croatia bleibt im Nacken
In der Gruppe 2 war früh zu spüren, wie eng die Luft ist. Croatia Reutlingen setzte mit dem 3:2 gegen Calw den ersten Schritt, musste sich aber mit einem 2:2 gegen Haiterbach und später einem 2:2 gegen Balingen II arrangieren. Balingen II gewann 3:2 gegen Gechingen, 4:3 gegen Calw, holte das 5:3 gegen Haiterbach – und hielt mit dem 2:2 gegen Croatia die Spitze. Haiterbach blieb nicht ohne Widerstand, spielte zunächst 2:2 gegen Croatia, verlor später jedoch 2:5 gegen Balingen II.

Calw suchte seine Punkte, kam aber unter anderem gegen Croatia (2:3) und Balingen II (3:4) unter Druck; am Ende stand immerhin ein 3:2 gegen Gechingen. Gechingen wiederum zeigte, dass in zwölf Minuten auch kleine Kanten zählen: 2:1 gegen Haiterbach, später aber auch die 1:3-Niederlage gegen Croatia und das 2:3 gegen Balingen II.

Gruppe 3: Nagold II makellos – und Nagold mit Torstürmen
Die Gruppe 3 brachte den Tag zum Rasen. Der VfL Nagold II marschierte mit drei Siegen und 12 Punkten durch: 5:2 gegen Freudenstadt, 5:2 gegen Ebhausen/Rotfelden, 1:0 im Derby gegen den VfL Nagold und zum Abschluss 5:1 gegen Neubulach. Der VfL Nagold selbst erzielte in dieser Gruppe Wucht in Zahlen: 3:2 gegen Neubulach, ein 15:1 gegen Ebhausen/Rotfelden, ein 6:2 gegen Freudenstadt – und eben das 0:1 gegen Nagold II als einziger Dämpfer.

Neubulach blieb über mehrere Partien im Rennen, gewann 2:1 gegen Freudenstadt und später 4:1 gegen Ebhausen/Rotfelden, musste aber auch Niederlagen gegen Nagold (2:3) und Nagold II (1:5) hinnehmen. Freudenstadt setzte Akzente, blieb aber wechselhaft, unterlag etwa 2:5 gegen Nagold II und 2:6 gegen Nagold, gewann dafür 3:1 gegen Ebhausen/Rotfelden. Für Ebhausen/Rotfelden wurde dieser Tag zur Härteprüfung: 1:15 gegen Nagold, 2:5 gegen Nagold II, 1:4 gegen Neubulach, 1:3 gegen Freudenstadt.

Viertelfinale: Neunmeterschießen, Ausrufezeichen und ein 10:1
Mit dem Viertelfinale kippte das Turnier endgültig in den K.-o.-Abgrund. Nagold II und Neubulach lieferten sich ein Duell, das erst im Neunmeterschießen entschieden wurde: 6:7 n.E. für Neubulach. Herrenberg setzte ein Zeichen gegen Balingen II und gewann 5:3. Der VfL Nagold ließ keinen Zweifel aufkommen und überrollte Althengstett mit 10:1. Holzhausen wiederum schaltete Croatia Reutlingen mit 4:0 aus – ein klares Ergebnis in einer Phase, in der sonst oft ein einziger Ball entscheidet.

Halbfinale: Herrenberg hält Stand, Holzhausen bleibt konsequent
Im Halbfinale zeigte Herrenberg Nervenstärke und setzte sich gegen Neubulach mit 3:2 durch. Im zweiten Halbfinale blieb Holzhausen auf Linie, gewann 3:1 gegen den VfL Nagold und stoppte damit die zuvor so laute Nagolder Offensive genau in dem Moment, in dem es nur noch ums Weiterkommen ging.

Spiel um Platz 3: Nagold schiebt sich zurück in die Ordnung
Im Spiel um Platz drei ließ der VfL Nagold keinen Zweifel: 6:1 gegen Neubulach. Das war nicht nur ein Resultat, sondern eine Wiederherstellung von Kontrolle nach dem Halbfinal-Aus – und ein Schlussakkord, der die Torwucht des Tages noch einmal bestätigte.

Finale: Holzhausen setzt den letzten Schnitt
Im Finale trafen der VfL Herrenberg und der FC Holzhausen aufeinander – und diesmal reichte Herrenberg der Weg bis hierhin nicht. Holzhausen gewann 3:2. Ein Endspiel, das die Dramaturgie dieses Turniertags in ein einziges Ergebnis presste: knapp, entschieden, endgültig.

Fazit: Ein Sonntag, der sich von Tabellen löste und im K.-o. endete
Der Nagolder Sparkassen-Cup hat am letzten Turniertag alles gebündelt, was Hallenfußball so unerbittlich macht: Gruppenphasen, in denen Tore und Punkte die Richtung setzen, und K.-o.-Spiele, in denen ein Neunmeterschießen oder ein einziger Aussetzer ganze Turniere kippt. Althengstett, Balingen II, Nagold II und Nagold prägten die Vorrunde mit ihren Profilen. Doch der Titel wanderte am Ende zu Holzhausen – weil dieses Team im entscheidenden Moment nicht nur spielte, sondern gewann.

– Foto: Nedi Vinković/Veranstalter

Aufrufe: 04.1.2026, 21:55 Uhr
redAutor