2024-07-12T13:30:11.727Z

Ligabericht
Äischdall (in blau) schaffte den Sprung in die 1.Division, Harlingen nicht
Äischdall (in blau) schaffte den Sprung in die 1.Division, Harlingen nicht – Foto: Ben Majerus

Spannend bis zum Schluss: der 1.Bezirk der 2.Division!

Äischdall und Vianden gelingt direkter Aufstieg, alle „Barragisten“ sind gescheitert

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Aufstiegskampf: die Reise nach Jerusalem

Die Alliance Äischdall konnte sich als über die gesamte Saison geschaut konstanteste Mannschaft im Aufstiegskampf verdientermaßen Platz 1 sichern. Dennoch war es stets ein enges Rennen, das seinen Höhepunkt im Gipfeltreffen gegen Vianden am letzten Spieltag fand. Ein Remis reichte schließlich beiden offensivstarken Teams, den Ausschlag zugunsten für den Fusionsverein aus dem Westen gab die bessere Defensive.

Der FC Orania kam mit sagenhaften 102 Treffern in 26 Spielen (ein Durchschnitt von beinahe vier Toren pro Partie) auf Platz 2. Vor allem gegen die weiteren Topteams hatte der Verein aus der Touristenhochburg oft zu kämpfen, konnte es aber vermeiden, wie im Vorjahr in die Relegation gehen zu müssen. Insgesamt ist der direkte Aufstieg verdient. Mit ein Garant für Viandens Höhenflug war Stürmer Frederico Esteves Ferreira, der alleine 44 mal traf und deswegen am Freitag bei den FuPa Awards eine Auszeichnung erhält!

Das bittere Nachsehen im Rennen um einen direkten Aufstiegsplatz hatte Minerva Lintgen. Dem Absteiger gelang es nicht, gegen die beiden Topteams zu bestehen. Ein vor dem letzten Saisondrittel vollzogener Trainerwechsel brachte zwar den erhofften Aufschwung, im Barrage-Spiel scheiterte man aber an Gilsdorf. Harlingen-Ischpelt und Pratzerthal-Redingen bildeten lange ein Duo, das um den begehrten 4.Platz kämpfte. Das bessere Ende konnten die Green Boys für sich verbuchen, die in der Rückrunde nur acht Punkte abgeben mussten – fünf davon gegen die Spitzenteams Lintgen, Vianden und Äischdall.

Aus dieser Logik heraus entsprang Platz 4, der für die Teilnahme in der Relegation berechtigte. In dieser bekam man seine Offensivkraft nie auf den Platz, so dass man den erhofften Aufstieg verpasste. Mit Pratzerthal-Redingen stand sich ein Absteiger oft selber im Weg: ein ungeplanter und nicht selbst verursachter Trainerwechsel kurz vor dem Saisonende und fehlende Ergebniskonstanz waren mit die Ursachen dafür, dass man die Aufstiegsrelegation verpasste.

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>> Torschützen

Das Tabellenmittelfeld

Bereits vor der Spielzeit 23-24 wurde Ulflingen als stärkster der drei Aufsteiger gehandelt. Dies sollte sich im Verlauf des Fußballjahres mehr als bestätigen. U.a. die beiden Boujjia-Brüder ragten heraus. Man vermochte auch manchen Aufstiegsaspiranten zu ärgern. Am Ende steht ein hervorragender 6.Platz und mit dem Abstieg hatte man nie etwas zu tun – das Soll wurde beim FC Racing entsprechend mehr als erfüllt! Christnach-Waldbillig spielte eine stabile Saison und hatte ebenfalls nie wirkliche Probleme in der Tabelle. Im Gegenteil, es gab Zeiten, da konnte man sogar nach oben schielen, auch wenn dies nie das Ziel war.

Ganz anders zeigte sich Böwingen: das scheinbar schwer zu trainierende Team scheiterte an seinen eigenen Ambitionen. Spätestens als der Verein sich Ende März von seinem Trainer trennte, war vorauszusehen, dass man seine Ziele ad acta gelegt hatte. Ein schweres Jahr erlebte auch der SC Ell, der zu wenige Ausrufezeichen wie z.B. bei beiden Derby-Siegen gegen Pratzerthal-Redingen setzte. Ein völlig verpatzter Rückrundenauftakt mit fünf Spielen in Folge ohne Sieg, der einen Trainerwechsel nach sich zog, tat sein Übriges, so dass ein besserer Platz nicht drin war.

In akuter Abstiegsnot

Folschette hatte im Jahr seines Neuaufbaus wie erwartet zu kämpfen, konnte sich aber trotz schwerem Restprogramm früh genug die Punkte erarbeiten, die für den angestrebten Klassenerhalt nötig waren. Reisdorf musste bis zum Schluss zittern, da die Abstiegsrelegation über die ganze Saison hinweg drohte. Ob das vor der Saison ausgegebene Ziel, oben mitzuspielen, am Ende ernst gemeint oder zu hoch gegriffen war, spielte keine Rolle. Der verhältnismäßig kleine Kader schaffte es, nach einer vernünftigen Rückrunde die benötigten Punkte zu holen, um über dem Strich zu stehen.

Eine durchaus bemerkenswerte Saison lieferte Aufsteiger Perlé ab: einer Offensive, die zu einem Platz in den Top 5 gereicht hätte, stand die mit 87 kassierten Gegentoren zweitschlechteste Defensive gegenüber. Die spektakuläre Niederlage zum Abschluss der Liga in Redingen resümierte quasi die Saison in einer einzigen Begegnung. Mit nur 21 Punkten musste man in das Barrage-Spiel, in dem man gegen Dalheim den Kürzeren zog. Nie wirklich mithalten konnte Beckerich als dritter Aufsteiger. Oft konnte man seine Gegner eine Stunde lang beschäftigen, danach brach man ein, verspielte Führungen und damit auch die Punkte, die nötig gewesen wären, um die Klasse halten zu können. Besonders weh tat, dass der FCB Mitte der Hinrunde gleich drei wegweisende Duelle gegen direkte Konkurrenten nicht gewann.

Aufrufe: 013.6.2024, 13:00 Uhr
Paul KrierAutor