
Im Mittelpunkt: Basti Leipold, der mit einem furiosen Dreierpack nicht nur zum Matchwinner avancierte, sondern auch den Fellberg zum Beben brachte. Der Offensivspieler gibt sich jedoch bescheiden und stellt das Team in den Vordergrund – Ehrenmann!
Der 26-Jährige war erst kürzlich aus seinem Spanien-Urlaub zurückgekehrt, wo er gemeinsam mit Kapitän Oliver Heublein und einigen Freunden an der Costa Brava neue Energie tankte. Das "Quarttro Infermale" aus dem Landkreis Sonneberg zelebrierte unter der spanischen Sonne Freundschaft und Verbundenheit. In Person sind dies Ernesto (Bastian Leipold), El Pedro (Oliver Heublein), De la Krase (Jeff Krasemann) und Vincente (Eric Hofmann) - die beiden letztgenannten schnüren ihre Schuhe für den SC 09 Effelder. Die vier Fußballer sind seit Jahren gut befreundet und waren in einer Reisegruppe von zehn Personen kürzlich im Sommerurlaub. „Ich habe die Tage in Spanien sehr genossen, viel Sonne, viel Spaß – und einfach mal abschalten“, so Leipold.

Nicht unweit von Barcelona, wo Robert Lewandowski aktuell die Fans des FC Barcelona verzückt, scheint auch ein Stückchen vom Torjäger-Glanz auf Leipold übergegangen zu sein. Denn mit dem Anpfiff gegen Siebleben war klar: Leipold ist in Topform. Mit seiner enormen Geschwindigkeit sprengte er mehrfach die Siebleber Abwehr und vollendete nach präzisen Steckpässen eiskalt. Bereits zur Pause stand es 3:0 – wobei zwei Tore auf das Konto des Steinacher Angreifers gingen. „Wir haben eine überragende erste Halbzeit gespielt. Nach der Pause waren wir etwas nachlässig und haben einen Gang zurückgeschaltet“, analysierte Leipold ehrlich. Nach einer Stunde legte er sein drittes Tor an diesem Tag nach, ließ dabei mit einer Finte Gegenspieler Merten und Gästetorwart Hopf ins Leere laufen und zeigte Abgeklärtheit und Cleverness.
Dass Leipold mehrfach in einem Spiel treffen kann, ist längst kein Zufall. Schon in der Vorsaison schnürte er beim 6:0-Heimsieg gegen Walldorf im November einen Dreierpack – und legte wenige Tage später darauf sogar vier Treffer in Siebleben nach. „Siebleben scheint mir aktuell also gut zu liegen“, scherzte er nach der Partie. Doch nicht immer war ihm das Glück hold: Damals verlor Steinach trotz seiner vier Tore mit 4:5. „Das war eine bittere Niederlage“, gibt Leipold zu. Dieses Mal aber sollte alles anders laufen. Obwohl Siebleben in der Schlussphase noch einmal gefährlich aufkam, brachte Steinach den knappen 4:3-Sieg über die Zeit. Damit steht der SV 08 nun wieder in der Spur und kann optimistisch in die kommenden Spiele gehen.
Leipold betonte nach seinem Gala-Auftritt jedoch die Teamleistung: „Es war eine Super-Teamleistung. Ich will mich da wegen meinen drei Toren gar nicht rausheben. Wir haben als Mannschaft das Beste gegeben und uns am Ende den Sieg verdient.“ Mit drei Toren und einem strahlenden Lächeln zeigte der Steinacher Offensivspieler, dass er nicht nur Sonne aus Spanien, sondern auch jede Menge Lewandowski-Rückenwind mit nach Steinach gebracht hat – und die Fans dürfen sich auf weitere Glanzmomente ihres Torjägers freuen.