2026-04-10T07:15:08.667Z

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"Spätestens ab kommender Saison wieder oben mitspielen"

Tabellenführer erwartet formschwankenden Siebten – Ausgangslage spricht für den TSV, doch die Historie mahnt zur Vorsicht

von red · Heute, 19:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Jens Grothe

Am 23. Spieltag trifft Spitzenreiter Lehndorfer TSV auf den VfL Leiferde. Während der Gastgeber seine Tabellenführung weiter festigen will, reist der Tabellen­siebte mit dem Anspruch an, dem Favoriten erneut Probleme zu bereiten.

Klare Rollenverteilung vor dem Anpfiff

Die Ausgangslage ist eindeutig: Der Lehndorfer TSV führt die Tabelle mit 52 Punkten aus 21 Spielen souverän an und stellt mit 82:23 Toren sowohl die beste Offensive als auch die stabilste Defensive der Liga. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger beträgt bereits zehn Punkte – ein komfortables Polster im Saisonendspurt, bei allerdings auch mehr Spielen als Verfolger TSV Wendezelle.

Der VfL Leiferde rangiert hingegen mit 27 Punkten aus 20 Partien auf Platz sieben. Mit einem nahezu ausgeglichenen Torverhältnis (39:40) bewegt sich die Mannschaft im gesicherten Mittelfeld, ohne unmittelbaren Anschluss an die Spitzengruppe.

Auch der Blick auf die jüngsten Ergebnisse unterstreicht die Favoritenrolle der Gastgeber. Lehndorf setzte sich zuletzt souverän mit 3:0 gegen den Tabellendritten BSC Acosta II durch und untermauerte damit seine Ambitionen.

Leiferde hingegen musste im Nachholspiel eine 0:1-Niederlage gegen den FC SF Rautheim hinnehmen und reist somit mit einem Dämpfer im Gepäck an.

Deutlicher Hinspielsieg – aber kein Selbstläufer

Das Hinspiel entschied Lehndorf klar mit 4:1 für sich. Insbesondere Herzig prägte die Partie mit einem Dreierpack. Dennoch spiegelt dieses Ergebnis nur bedingt die tatsächliche Schwierigkeit der Aufgabe wider.

Lehndorfs Ansprechpartner Sascha Schaumburg warnt vor dem Gegner: „Leiferde war für uns, mit der kleinen Ausnahme im Hinspiel dieser Saison, immer unangenehm. Sie sind individuell stark besetzt.“ Zudem verweist er auf personelle Veränderungen beim Gegner, die mittelfristig Wirkung zeigen könnten.

Trotz der tabellarischen Unterschiede erwartet Lehndorf ein Spiel auf Augenhöhe. „Mit ihrem neuen Coach Dennis und ein paar guten Neuzugängen werden sie spätestens ab kommender Saison wieder oben mitspielen“, so Schaumburg.

Für den Tabellenführer geht es darum, die eigene Serie fortzusetzen. „Wenn wir unsere kleine Siegesserie ausbauen wollen, müssen wir alles reinwerfen“, betont Schaumburg. Gleichzeitig stellt er klar, dass in der Rückrunde keine einfachen Aufgaben mehr warten.

Die Konstellation ist typisch für die Schlussphase einer Saison: Während Leiferde befreit aufspielen kann, steht Lehndorf unter dem Druck, die Spitzenposition zu behaupten. Ein weiterer Sieg würde die Tür zur Meisterschaft weiter öffnen – ein Ausrutscher könnte die Konkurrenz zumindest rechnerisch im Rennen halten.

Die Favoritenrolle liegt klar beim Tabellenführer. Doch die Erfahrung lehrt: Gerade gegen individuell starke Teams aus dem Mittelfeld sind Überraschungen jederzeit möglich.