
Wenn der FC Pipinsried noch ein Fünkchen Resthoffnung auf den Meistertitel in der Bayernliga Süd hatte, dann hat sich das im Nachholspiel beim TSV Landsberg erledigt. In der 94. Minute kassierten die Pipinsrieder das alles entscheidende 1:2, was auf Landsberger Seite für Jubelstürme sorgte.
Jeton Abazi schoss den TSV Landsberg mit seinem Treffer in der allerletzten Szene des Spiels alleine an die Tabellenspitze. Es war der Schlusspunkt unter eine dramatische Partie, in der eine aufgeheizte Stimmung herrschte. Dies kam nicht nur durch die beiden Platzverweise gegen Pipinsried zum Ausdruck.
Der FCP begann gut, fing sich aber durch ein riskantes Manöver seines Keepers Enrique Bösl den Rückstand ein. Maximilian Berwein hatte ein riskantes Abspiel zur Landsberger Führung genutzt. Doch es kam noch schlimmer für die Gelb-Blauen. Erst verletzte sich Angelo Mayer am ohnehin lädierten Zeh, wenig später Kubilay Celik am Oberschenkel - und nach 36 Minuten standen nur noch zehn Pipinsrieder auf dem Platz. Tobias Reithmeir, erst vergangene Woche verpflichtet, ging zu rustikal gegen Berwein zu Werke, dafür flog der ehemalige Zweitliga-Kicker vom Platz.
In Überzahl taten sich Landsberger jedoch erstaunlich schwer. Daran änderte auch der zweite Platzverweis gegen den FCP nichts, den sich Max Dombrowka wegen wiederholten Foulspiels einhandelte. Im Gegenteil, Florian Gebert gelang für den dezimierten Gegner sogar das 1:1.
Am Ende warf Landsberg alles nach vorne und knackte in der Nachspielzeit dann doch noch den Abwehrriegel. Abazi stellte im Getümmel seinen Torriecher unter Beweis und drückte die Kugel über die Linie.
Schiedsrichter: Jonas Krzyzanowski (Neuburg) - Zuschauer: 270
Tore: 1:0 Maximilian Berwein (26.), 1:1 Florian Gebert (67.), 2:1 Jeton Abazi (90.+4)
Gelb-Rot: Max Dombrowka (56./FC Pipinsried/Foulspiel)
Rote Karte: Tobias Reithmeir (37./FC Pipinsried/Foulspiel)