2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

Spätes Drama beim FC Viktoria Berlin und Befreiungsschlag für TeBe

NOFV-Oberliga Nord: Die Übersicht auf den 29. Spieltag.

von red · Heute, 21:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Frank Arlinghaus

In der NOFV-Oberliga Nord brach heute der 29. und vorletzte Spieltag an, der im Zeichen des Abstiegskampfes stand. Während an der Tabellenspitze die Entscheidung noch vertagt ist, kämpften die Teams im Tabellenkeller mit unbändiger Leidenschaft.

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Vor 131 Zuschauern entwickelte sich eine intensive Partie, in der der bereits abgestiegene FC Viktoria 1889 Berlin dem FSV Optik Rathenow alles abverlangte. Die Gastgeber zeigten eine engagierte Leistung und belohnten sich kurz vor der Pause: In der 42. Minute erzielte Ismael Aseko das 1:0 für die Berliner. Lange Zeit verteidigte die Viktoria den knappen Vorsprung mit viel Herzblut, geriet jedoch in der Schlussphase in Bedrängnis. In der 84. Minute sah Baran Derin aufseiten der Hausherren die Gelb-Rote Karte. Die Überzahl nutzte der Gast aus: In der 90.+3 Minute markierte Ali Ihsan Keles den Ausgleich zum 1:1-Endstand und sicherte Rathenow damit einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf.

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717 Zuschauer sahen ein nervenaufreibendes Kellerduell zwischen Tennis Borussia Berlin und der S.D. Croatia Berlin. Die Hausherren starteten furios und stellten die Weichen früh auf Sieg. In der 13. Minute eröffnete Ebrima Jobe den Torreigen mit dem 1:0, nur wenige Augenblicke später erhöhte Mohammad Moradi in der 18. Minute auf 2:0. Die Begegnung blieb jedoch hitzig, was sich in den personellen Dezimierungen widerspiegelte. Zunächst sah Phillip Martens bei TeBe in der 66. Minute Gelb-Rot, bevor Pascal Kühn aufseiten von Croatia in der 74. Minute ebenfalls mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. In der Schlussphase keimte bei den Gästen noch einmal Hoffnung auf, als Marouan Zghal in der 76. Minute per Foulelfmeter auf 2:1 verkürzte. Den Schlusspunkt setzte jedoch Emir Can Gencel in der 90.+1 Minute, der per Foulelfmeter den 3:1-Endstand markierte.

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FC Anker Wismar hat beim 3:4 in Siedenbollentin einen wilden Schlagabtausch verloren und damit eine große Chance liegen lassen. Mit 37 Punkten steht die Mannschaft auf Rang neun, doch beruhigend ist das noch nicht. Vor eigenem Publikum geht es nun darum, die defensive Wackeligkeit abzustellen und den Vorsprung auf die gefährdeten Plätze zu behaupten.

BSV Eintracht Mahlsdorf reist nach dem 2:1 gegen FC Viktoria 1889 Berlin mit 46 Punkten und deutlich größerer Ruhe an. Die Gäste stehen im gesicherten oberen Mittelfeld, können aber mit einem weiteren Sieg ihre starke Saison zusätzlich aufwerten. Für Wismar ist es ein Spiel mit Druck, für Mahlsdorf eines mit der Chance, frei und unangenehm aufzutreten.

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SG Dynamo Schwerin hat mit dem klaren 5:0 bei S.D. Croatia Berlin ein starkes Lebenszeichen gesendet und sich auf 31 Punkte verbessert. Doch die Lage bleibt angespannt. Der Vorsprung auf Tennis Borussia Berlin und die Abstiegszone ist schmal, jeder Punkt zählt. Nun kommt ausgerechnet einer der beiden großen Titeljäger.

SV Lichtenberg 47 verspielte beim 4:4 gegen den Berliner AK eine komfortable Führung und damit womöglich mehr als nur zwei Punkte. Statt näher an Tasmania heranzurücken, beträgt der Rückstand weiter drei Zähler. In Schwerin ist deshalb ein Sieg Pflicht. Für Lichtenberg geht es um die letzte echte Jagd auf Platz eins, für Dynamo um den Klassenverbleib. Mehr Spannung braucht ein Spiel kaum.

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Der Berliner AK hat beim 4:4 in Lichtenberg Moral bewiesen und sich nach 1:4-Rückstand noch einen Punkt erkämpft. Mit 33 Punkten bleibt die Mannschaft aber weiter in einer heiklen Position. Gerade gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel müssen nun weitere Zähler her, um sich im Endspurt nicht noch einmal ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

SG Union 1919 Klosterfelde ließ beim 1:1 gegen Neustrelitz Punkte liegen und hat damit etwas an Schwung verloren. Mit 49 Punkten spielen die Gäste dennoch eine bemerkenswert starke Saison. Für Klosterfelde geht es um einen möglichst glanzvollen Schlussspurt, für den B AK um Entlastung im Keller. Das verspricht ein Spiel zwischen spielerischem Anspruch und nackter Notwendigkeit.

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SV Sparta Lichtenberg verlor das brisante Heimspiel gegen Tasmania mit 2:3 und blieb dadurch bei 36 Punkten. Damit ist die Mannschaft noch nicht durch. Ein weiterer Fehltritt könnte die Sorgen wieder deutlich vergrößern. Vor eigenem Publikum braucht Sparta deshalb Stabilität und Nervenstärke.

TSG Neustrelitz holte beim 1:1 in Klosterfelde einen Punkt und steht mit 50 Zählern auf Rang vier. Nach ganz oben reicht es wohl nicht mehr, aber die Saison bleibt stark. Neustrelitz kann ohne den ganz großen Druck antreten und genau das macht die Gäste gefährlich. Für Sparta ist es ein unangenehmer Gegner zur falschen Zeit. Für Neustrelitz ist es die Chance, eine gute Spielzeit weiter zu veredeln.

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TuS Makkabi Berlin unterlag in Rathenow mit 2:4 und verpasste damit einen wichtigen Schritt in Richtung Ruhe. Mit 41 Punkten steht die Mannschaft zwar noch ordentlich da, doch die Tabelle zwischen Rang acht und Rang 14 bleibt unruhig genug, um wachsam zu sein. Zuhause soll nun die Antwort folgen.

F.C. Hansa Rostock II gewann überzeugend 4:0 gegen Tennis Borussia Berlin und hat sich mit 51 Punkten auf Rang drei festgesetzt. Für die Rostocker U23 ist die Saison bereits stark, sie kann aber noch weiter glänzen. Gegen Makkabi trifft spielerische Qualität auf einen Gegner, der sich keinen entspannten Nachmittag erlauben kann. Genau daraus dürfte eine intensive Partie entstehen.

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SV Tasmania Berlin hat mit dem 3:2 bei Sparta Lichtenberg seine Tabellenführung behauptet und geht mit 61 Punkten als Spitzenreiter in diesen Spieltag. Der Vorsprung auf Lichtenberg 47 beträgt drei Punkte. Das ist eine gute Ausgangslage, aber noch kein Grund zum Durchatmen. Tasmania muss weiter marschieren, weil jeder Patzer im Titelrennen sofort Folgen hätte.

SV Siedenbollentin hat beim dramatischen 4:3 gegen Anker Wismar große Moral gezeigt und steht nun bei 44 Punkten. Der Aufsteiger spielt eine auffallend stabile Saison und reist nicht als Statist an. Für Tasmania ist es ein Heimspiel mit Meisterdruck. Für Siedenbollentin ist es die Chance, dem Spitzenreiter einen schmerzhaften Abend zu bereiten.

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