
Ein Sieg auf den letzten Drücker. Es lief bereits die Nachspielzeit (90+3), als der noch leicht abgefälschte 16-Meter Schuss von Umut Demir unhaltbar für Keeper Pascal Reischke im TSV-Tornetz landete. In der Entstehung demnach ein glücklicher Dreier für den ASV Mettmann, die aus unterschiedlichen Gründen auf vier nominelle Startelf-Kandidaten verzichten mussten.
Das Spiel lief, abgesehen von der Schluss-Viertelstunde, nicht nach den Vorstellungen von Trainer Khalid Channig, der sich sich nach etwa 20 Minuten wegen „wiederholtem Verlassen der Coachingzone“ die Rote Karte einhandelte: „Wir haben unsere spielerischen Vorteile nur phasenweise auf den Platz gebracht. Dennoch geht der Sieg in Ordnung, weil wir in den letzten 20 Minuten das Geschehen dominierten, auch die ein oder andere Chance herausspielten. In der Schlussphase haben wir es erzwungen, wir wollten die drei Punkte einfach mehr.“
In einer wenig ereignisreichen ersten Halbzeit gingen die Gäste durch das erste Saisontor von Maximilian „Eisi“ Eisenbart, ein Schuss aus halbrechter Position in die lange Ecke (38.), in Führung. Grundsätzlich hielten die abstiegsgefährdeten Platzherren mit kämpferischem Einsatz dagegen, waren nach der Pause durch den frühen Ausgleich (49.) von Leon Prinz wieder gut in der Partie. Später hatten die Mettmanner bei zwei Pfostenschüssen des TSV (56., 76.) mächtig Dusel.
Auf der Gegenseite traf der nach seiner Einwechselung in der Offensive sichtlich für Belebung sorgende Tristan Maresch ebenfalls nur Aluminium (79.). Fünf Minuten darauf rettete ein TSV-Akteur nach Demirs Pass ins Zentrum mit der Fußspitze vor dem einschussbereiten Toni Markovic. „Wir haben uns lange Zeit schwergetan, weil sich der Gegner nach Kräften gegen eine Niederlage wehrte. Trotz der nicht wirklich überzeugenden Leistung, am Ende zählt nur der Sieg“, bilanzierte der Sportliche Leiter des ASV, Imad Omairat.