
Blau-Weiß Fuhlenbrock hat einen erfolgreichen Saisonauftakt in der Kreisliga A Oberhausen-Bottrop nur denkbar knapp verpasst. Beim SC Buschhausen II führte die Mannschaft von Trainer Adrian Reiß bis tief in die Nachspielzeit mit 2:1, ehe eine neue Regel und ein umstrittener Schiedsrichterpfiff den Gastgebern noch den Ausgleich ermöglichten. Statt über drei Punkte zu jubeln, mussten die Bottroper sich am Ende mit einem bitteren 2:2 begnügen.
Ein Auftakt, der an Dramatik kaum zu überbieten war: Im ersten Saisonspiel der Kreisliga A kam Blau-Weiß Fuhlenbrock beim SC Buschhausen II nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus – und das, weil in der Nachspielzeit eine neu eingeführte Regel gegen die Bottroper griff.
Das Team von Trainer Adrian Reiß stand schon mit einem Bein im Ziel. In der achten Minute der Nachspielzeit führte Fuhlenbrock noch 2:1, als Schiedsrichterentscheidungen plötzlich den Spielverlauf kippten. Torhüter Robin Göbler soll den Ball zu lange in den Händen gehalten haben – eine Auslegung der neuen Regel, die dem Gastgeber einen Eckball einbrachte. Reiß zeigte sich gegenüber der WAZ fassungslos: „Für mich absolut unverständlich. Robin hatte den Ball sicher nicht übermäßig lange. Aber der Pfiff passt ins Gesamtbild.“
Aus der Ecke entwickelte sich ein Strafstoß, den Buschhausen verwandelte – und so hieß es in letzter Sekunde 2:2 statt Auftaktsieg für Fuhlenbrock. „Das ist absolut bitter für uns. Denn im Grunde kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles reingeworfen.“, sagte Reiß weiter.
Über weite Strecken tat sich Fuhlenbrock schwer, spielerische Lösungen gegen den tief stehenden Gegner zu finden. Chancen waren Mangelware. Buschhausen nutzte dagegen eine Möglichkeit und ging nach 35 Minuten mit 1:0 in Führung. Erst in der 57. Minute gelang Fabian Böhnke der Ausgleich.
Die Schlussphase hatte es dann in sich: Zunächst musste Buschhausens Torhüter Sascha Hufmann nach einer Notbremse mit Rot vom Feld (81.). Doch der personelle Vorteil hielt nicht lange, denn neun Minuten später flog auch Dominik Müller bei den Gästen nach wiederholtem Reklamieren mit Gelb-Rot.
Als die Uhr schon lange über die reguläre Spielzeit hinaus war, brachte Devin Hoffmann Fuhlenbrock mit dem Treffer zum 2:1 vermeintlich endgültig auf die Siegerstraße (90.+4). Doch anstatt die drei Punkte einzufahren, führte eine umstrittene Regelauslegung kurz vor dem Abpfiff zunächst zu einer Ecke und anschließend zu einem Elfmeter, den Buschhausens Patrick Mohr verwandelte – und so glitt den Fuhlenbrockern der sicher geglaubte Sieg in letzter Sekunde aus den Händen.