2026-04-10T07:15:08.667Z

Allgemeines

Später Schock für TuS Neuhausen

Zwei Treffer in der Nachspielzeit bringen dem SV Gimbsheim den Sieg

von Michael Mayer · Heute, 19:00 Uhr · 0 Leser
Voller Körpereinsatz: Im Kampf um den Ball schenken sich Steven Junkert (TuS Neuhausen, rotes Trikot) und Nico Wendling nichts. Links beobachtet Nico Scherer die Szenerie.	Foto: Dirigo/pakalski-press
Voller Körpereinsatz: Im Kampf um den Ball schenken sich Steven Junkert (TuS Neuhausen, rotes Trikot) und Nico Wendling nichts. Links beobachtet Nico Scherer die Szenerie. Foto: Dirigo/pakalski-press

Worms. Der SV Gimbsheim hat das Landesliga-Derby bei TuS Neuhausen mit 3:2 gewonnen – nach einem 0:2-Rückstand zur Pause. Damit sind die Wormser wieder Tabellenletzter, da parallel das seitherige Schlusslicht Knittelsheim mit 3:0 in Fußgönheim gewinnen konnte. Die Altrheiner liegen mit nun 40 Zählern auf dem siebten Tabellenplatz.

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Lange Zeit sah es nicht nach der zweiten Liga-Niederlage der Graber-Elf gegen die Schwarz-Weißen aus. Neuhausen zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung, verhielt sich taktisch sehr gut und agierte viel mit Diagonalbällen, während den favorisierten Gimbsheimern „zunächst gar nichts einfiel“, so Franz Graber. Der konnte schon nach sieben Minuten die Arme zum Jubel recken, nachdem Kevin Bernhardt einen Flankenball von Jan Tatchim per Kopf zur Führung verwerten konnte. Nach einem feinen Spielzug über rechts war es Christoph Mayrer, der in der 43. Minute den Ball mit der Brust zum 2:0 über die Linie drücken konnte. Graber: „Bis dahin war das absolut verdient.“

Das fand auch sein Gegenüber Steven Jones, der den phlegmatischen Auftritt seiner ersatzgeschwächten Truppe so zusammenfasste: „Richtig schlecht.“ Die Wende kam, so Franz Graber, mit der Einwechslung von Adriano Fragomeli. Der Gimbsheimer, „der abgeht wie die Feuerwehr“, so Graber, war von den Neuhausenern nie in den Griff zu bekommen. Er war es auch, der in der 71. Minute vom herauseilenden Torwart Hendrik Rohde zu Fall gebracht worden war. „Ein klarer Elfmeter“, fand Jones, während Graber die Entscheidung als nicht so eindeutig beschreibt: „Das war grenzwertig. Ich sage, den muss man nicht geben.“ Ali Aslan war es egal, er verkürzte vom Punkt auf 1:2. Gimbsheim drängte nun auf den Ausgleich. In der Schlussphase wurde der lange verletzt ausgefallene Innenverteidiger Sören Marbe in den Sturm beordert, wo er in der ersten Minute der Nachspielzeit seinen großen Auftritt hatte. Nach einem Querpass des im zweiten Spielabschnitt bärenstarken Reda Chkifa grätschte Marbe am kurzen Pfosten den Ball „mit allem, was er hat“, so Jones, über die Linie - 2:2.

Gimbsheim war jetzt hungrig, die Platzelf wurde nervös. In der 97. Minute gelang Adriano Fragomeli dann tatsächlich nach einem langen Ball, den er aufnehmen und verarbeiten konnte, noch der 3:2-Siegtreffer für die Gäste. Graber ärgerte sich, hatte doch Philip Bach vor dem 2:2 die große Chance zum 3:1 liegen lassen. „Eigentlich macht er die Dinger. Diesmal trifft er nur den Pfosten – und wir verlieren. So ist der Fußball. Wenn du unten drin hängst, hast du Pech, Gimbsheim hatte heute dagegen viel Glück.“ Steven Jones wünscht den Neuhausenern, dass sie die Klasse noch halten. Geschenke verteile seine Mannschaft aber nicht, wie man in der zweiten Halbzeit gesehen habe. „Wir wollen alle ausstehenden Spiele seriös bestreiten und versuchen, die Runde vernünftig zu Ende zu spielen. Der Aufstieg ist nicht mehr möglich, aber wir wollen am Ende unter den Top-Fünf stehen.“

TuS Neuhausen: Rohde, Ludwig, Lutz, Altun (83. Leonhardt), Kaiser (72. Bach), Tatchim, Mayrer (87. Tecl), Cekic, Frey, Kilic, Bernhardt (14. Junkert)

SV Gimbsheim: Radmacher, Schreider (66. Marbe), Wendling, Günther (61. A. Fragomeli), Horvat, Bähr, Scherer, Reil, Chkifa, P. Fragomeli, Aslan