
Die Regionalliga Nordost startete am heutigen Abend mit zwei hochemotionalen Unentschieden in den 28. Spieltag, wobei die Entscheidungen auf den Plätzen für reichlich Gesprächsstoff sorgten.
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In einem packenden Duell musste die VSG Altglienicke in letzter Minute einen herben Dämpfer hinnehmen. Gegen die abstiegsbedrohte BSG Chemie Leipzig sahen die Berliner lange wie der sichere Sieger aus, doch die Gäste bewiesen eine bewundernswerte Moral. In der 59. Minute erzielte Ugur Ogulcan Tezel den Führungstreffer zum 1:0 für die Hausherren und versetzte die eigenen Anhänger in Jubel. Die Leipziger gaben sich jedoch nicht geschlagen und warfen in der Schlussphase alles nach vorne. Belohnt wurde dieser Einsatz in der Nachspielzeit: In der 90.+2 Minute markierte Stanley Ratifo den Ausgleich zum 1:1-Endstand.
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Der FC Eilenburg und der Chemnitzer FC lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, der bereits in der ersten Halbzeit seine Höhepunkte fand. Die Gastgeber, die jeden Punkt für den Klassenerhalt benötigen, starteten mutig in die Partie. Den Torreigen eröffnete Marcus Niemitz in der 35. Minute mit dem Treffer zum 1:0 für Eilenburg. Die Freude der Heimfans währte jedoch nicht lange, da die Chemnitzer postwendend antworteten. In der 41. Minute erzielte Domenico Alberico den Ausgleich zum 1:1-Endstand. Trotz leidenschaftlicher Bemühungen auf beiden Seiten im zweiten Durchgang fielen keine weiteren Tore.
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Das ist eines der großen Spiele dieses Osterspieltags. 1. FC Lokomotive Leipzig hatte zuletzt zwei völlig unterschiedliche Abende. Beim letzten kompletten Spieltag gewann Lok 2:1 in Babelsberg, durch Tore von Dorian Cevis und Stefan Maderer. Im Nachholspiel unter der Woche folgte dann aber die überraschende 0:2-Heimniederlage gegen FC Hertha 03 Zehlendorf. Trotz dieses Dämpfers bleibt Lok mit 61 Punkten Tabellenführer.
FC Rot-Weiß Erfurt reist mit 50 Punkten als Vierter an und hat beim 3:2 gegen Hertha BSC II seine Qualität erneut gezeigt. Lucas Falcao, Marco Wolf und Obed Chidindu Ugondu trafen in einer furiosen ersten Halbzeit. Das Hinspiel gewann Lok in Erfurt 2:0, durch Treffer von Ayodele Adetula und Farid Abderrahmane. Nun aber ist die Lage anders: Lok steht unter dem Druck, nach dem Rückschlag gegen Zehlendorf sofort zu antworten, Erfurt kann mit einem Sieg die Spitze noch einmal erzittern lassen.
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Der FC Carl Zeiss Jena reist mit Wut und Wiedergutmachungsdrang in dieses Heimspiel. Auf das 1:4 in Chemnitz folgte immerhin unter der Woche ein klares 3:0 bei FC Hertha 03 Zehlendorf. Maxim Hessel, Emeka Oduah und Emilio Munser sorgten dort für die Antwort. Mit 51 Punkten bleibt Jena Dritter und damit voll im Rennen um die Spitzenplätze.
Der FSV 63 Luckenwalde musste dagegen zuletzt zwei Niederlagen hinnehmen. Zunächst das 0:1 bei BSG Chemie Leipzig, dann das 1:3 im Nachholspiel bei BFC Preussen. Mit 35 Punkten ist Luckenwalde Zehnter. Das Hinspiel gegen Jena endete 1:1, wobei Remo Merke in der 83. Minute den Ausgleich erzielte. Jena geht als Favorit in die Partie, aber Luckenwalde hat bereits gezeigt, dass es gegen diesen Gegner lange offen halten kann.
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SV Babelsberg 03 erlebt gerade Wochen voller Ausschläge. Auf das 1:2 gegen Lok Leipzig folgte ein furioses 5:0 gegen BSG Chemie Leipzig, ehe die Mannschaft im nächsten Nachholspiel wieder nur 2:2 gegen BFC Dynamo spielte und dabei erst in der 90. Minute durch Luis Müller ausglich. Mit 28 Punkten steht Babelsberg auf Rang 13 – knapp oberhalb einer Zone, die unangenehm werden kann.
FC Hertha 03 Zehlendorf kommt mit einem echten Überraschungserfolg nach Potsdam. Zwar stand zuletzt das 0:3 gegen Jena, doch davor gewann Zehlendorf sensationell 2:0 bei Lok Leipzig. Nasuhi Noah Jones und Ben Schulz trafen dort für den Tabellenletzten, der nun bei 14 Punkten steht. Das Hinspiel gegen Babelsberg endete spektakulär 3:3. Es ist also ein Spiel, das trotz der Tabellenlage der Gäste alles andere als banal wirkt.
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Der ZFC Meuselwitz steckt nach dem jüngsten Verlauf in einer schwierigen Stimmungslage. Beim letzten kompletten Spieltag verlor die Mannschaft 0:2 in Greifswald, unter der Woche folgte dann ein weiteres schmerzhaftes 2:3 gegen BFC Preussen. Zwar trafen Florian Hansch und Luis Fischer, doch erneut reichte es nicht. Mit 29 Punkten ist Meuselwitz Zwölfter und braucht dringend einen stabilisierenden Abend.
Der Hallescher FC reist als Tabellenzweiter mit 53 Punkten an und hat zuletzt ein deutliches 3:0 gegen den FSV Zwickau geliefert. Jan Löhmannsröben, Niclas Stierlin und Marius Hauptmann entschieden das Spiel. Das Hinspiel gewann Halle bereits 1:0, durch Julien Damelang. Für den HFC ist die Aufgabe klar: Den Druck auf Lok Leipzig hochhalten. Für Meuselwitz geht es um einen Befreiungsschlag gegen einen Gegner, der kaum Schwäche zeigen darf.
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Hertha BSC II reist mit zwei Niederlagen in dieses Heimspiel. Das 2:3 in Erfurt zeigte zwar offensive Lebenszeichen durch Oliver Rölke und Soufian Gouram, doch unter der Woche setzte es in Zwickau ein klares 0:2, dazu sah Elias Decker schon in der 33. Minute Rot. Mit 30 Punkten steht Hertha BSC II auf Rang elf.
1. FC Magdeburg II hat aktuell 37 Punkte und damit eine deutlich ruhigere Ausgangslage. Beim letzten kompletten Spieltag holte die Mannschaft ein 1:1 gegen BFC Preussen, unter der Woche gewann sie dann stark 3:1 in Greifswald. Das Hinspiel war für Hertha BSC II ein Albtraum: 0:6 in Magdeburg. Genau diese Erinnerung macht die Aufgabe für die Berliner noch schwerer.
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Der BFC Preussen gehört zu den Gewinnern der jüngsten Zusatzspiele. Nach dem 1:1 in Magdeburg gewann die Mannschaft zunächst 3:1 gegen Luckenwalde und dann sogar 3:2 in Meuselwitz. Mit 37 Punkten steht Preussen nun auf Rang neun und hat sich eindrucksvoll ins gesicherte Mittelfeld geschoben.
Der Greifswalder FC verlor zuletzt 0:2 gegen Meuselwitz? Nein, der letzte komplette Spieltag brachte ein 2:0 gegen Meuselwitz durch einen Doppelpack von Osman Atilgan, doch das Nachholspiel gegen Magdeburg II ging mit 1:3 verloren. Damit bleibt Greifswald bei 26 Punkten auf Rang 15. Das Hinspiel endete 1:1, als Niklas Brandt spät für Preussen ausglich. Auch diesmal dürfte es ein enges Spiel werden – nur mit dem Unterschied, dass Preussen derzeit deutlich gefestigter wirkt.
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Der FSV Zwickau hatte zuletzt einen harten Abend in Halle, wo die Mannschaft 0:3 verlor. Unter der Woche folgte aber die richtige Antwort: 2:0 gegen Hertha BSC II durch Tore von Andrey Startsev und Theo-Gunnar Martens. Mit 48 Punkten ist Zwickau Fünfter und bleibt in Reichweite der oberen Vier. Dieses Heimspiel ist deshalb von großer Bedeutung, wenn der Anschluss nicht abreißen soll.
Der BFC Dynamo nahm aus den jüngsten Spielen zwei Unentschieden mit. Erst das 1:1 gegen Altglienicke, dann das 2:2 in Babelsberg, wo die Mannschaft lange auf einen Sieg zusteuerte. Mit 28 Punkten steht Dynamo auf Rang 14. Das Hinspiel gewann der BFC Dynamo mit 1:0, durch einen Foulelfmeter von Leandro Putaro. Für Zwickau ist das nun auch ein Spiel der Korrektur – sportlich und emotional.
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