2026-03-09T15:40:23.061Z

Allgemeines

Später Nackenschlag in Paderborn

Eintracht führt lange, muss sich beim 1:1 gegen den SCP nach Platzverweis und spätem Ausgleich mit einem Punkt begnügen

von red · Heute, 10:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: IMAGO

Eintracht Braunschweig hat beim Aufstiegskandidaten SC Paderborn 07 einen wichtigen Punkt erkämpft, dabei jedoch den möglichen Sieg erst in der Nachspielzeit aus der Hand gegeben. Beim 1:1 am 25. Spieltag brachte Robin Heußer die Löwen nach der Pause in Führung. Nach einer Roten Karte gegen Patrick Nkoa gerieten die Gäste jedoch zunehmend unter Druck, ehe Sven Michel tief in der Nachspielzeit ausglich.

Schwierige Ausgangslage vor dem Spiel

Die Eintracht reiste nach der Niederlage im direkten Duell gegen den SC Preußen Münster mit Rückenwindbedarf nach Ostwestfalen. Durch die Ergebnisse der Konkurrenz war Braunschweig in der Tabelle auf Rang 16 abgerutscht. Mit dem SC Paderborn wartete zudem eine der formstärksten Mannschaften der Liga, die vor dem Spieltag auf einem direkten Aufstiegsplatz stand.

Trainer Heiner Backhaus veränderte seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche nur leicht. Grant-Leon Ranos begann erstmals von Beginn an, während Robin Heußer zunächst auf der Bank Platz nahm. Beim SCP fehlte auf der rechten Seite Laurin Curda, der durch Jonah Sticker ersetzt wurde.

Zähe erste Halbzeit ohne große Höhepunkte

Die Gastgeber versuchten zu Beginn, die Spielkontrolle zu übernehmen, ohne dabei jedoch zwingend vor das Tor zu kommen. Die Eintracht verteidigte kompakt und ließ nur wenige Möglichkeiten zu.

Die erste nennenswerte Chance ergab sich nach rund einer halben Stunde durch einen Distanzversuch von Ruben Müller. Kurz darauf musste Braunschweigs Torhüter Elhan Kastrati erstmals ernsthaft eingreifen, als Nick Bätzner nach einer schnellen Kombination im Strafraum zum Abschluss kam. Auf der Gegenseite blieb ein Schuss von Johan Gómez die einzige echte Offensivaktion der Gäste vor der Pause. So ging es torlos in die Kabinen.

Heußer nutzt seine Chance

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie spürbar an Tempo auf. Zunächst rettete Aaron Opoku nach einem Hackenabschluss von Stefano Marino auf der Torlinie. Wenig später schlug die Eintracht zu: Nach einem Fehlpass im Paderborner Aufbau setzte Gómez den eingewechselten Robin Heußer in Szene, der sich gegen Calvin Brackelmann behauptete und zur Führung einschob (52.).

Die Löwen hatten in dieser Phase sogar die Möglichkeit nachzulegen. Ein weiterer Fehler von SCP-Keeper Dennis Seimen brachte Heußer erneut in eine gute Position, doch Felix Götze blockte den Abschluss in letzter Sekunde.

Platzverweis verändert das Spiel

In der 67. Minute änderte sich die Statik der Partie entscheidend. Patrick Nkoa kam im Mittelfeld zu spät gegen Sven Michel und sah die Rote Karte. Braunschweig musste fortan in Unterzahl verteidigen und konzentrierte sich zunehmend auf die Sicherung der knappen Führung.

Paderborn erhöhte den Druck deutlich. Ein Freistoß von Michel landete am Pfosten, weitere Abschlüsse verfehlten das Tor nur knapp. Die Eintracht verteidigte leidenschaftlich und schien den Vorsprung über die Zeit zu retten.

Ausgleich in letzter Sekunde

Doch die lange Nachspielzeit wurde zur Belastungsprobe. In der achten Minute der insgesamt zehn zusätzlichen Minuten verlängerte Lucas Tigges eine Flanke per Kopf, Sven Michel stieg im Zentrum am höchsten und köpfte den Ball über Kastrati hinweg zum 1:1 ins Netz.

Für die Eintracht fühlte sich der Punktgewinn nach diesem späten Gegentreffer zunächst bitter an. Dennoch nimmt Braunschweig beim Aufstiegskandidaten einen wichtigen Zähler im Kampf um den Klassenerhalt mit – und bewies einmal mehr, dass die Mannschaft auch gegen Spitzenteams bestehen kann.