2026-03-09T15:40:23.061Z

Allgemeines

Später Maichinger Doppelschlag, Waldstetten verpasst zweiten Platz

Landesliga Württemberg, Staffel 2: Die Übersicht aller Partien des 17. Spieltags

von Timo Babic · Gestern, 18:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pressefoto-Bildredaktion Eibne

Am 17. Spieltag der Landesliga Württemberg, Staffel 2 hat die Liga gezeigt, wie schnell sich ein Tabellenbild in Minuten verwandeln kann. TSV Köngen bleibt trotz allem mit 36 Punkten vorn, doch dahinter rückt das Feld enger zusammen: Eislingen verliert in Stuttgart und bleibt bei 32 Punkten, Ehningen gewinnt klar und steht nun ebenfalls bei 32, Waldstetten lässt Punkte liegen und bleibt auch bei 32. Unten ist es wie immer in dieser Staffel brutal: drei Absteiger plus Abstiegsrelegation – und jedes späte Tor fühlt sich an wie eine Woche Luft.

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Es war ein Abend, der für den favorisierten TSV Bernhausen in einer sportlichen Tragödie endete, während der TV Echterdingen puren Jubel und Erleichterung verspürte. In der 2. Minute brachte Flon Ajvazi die Gäste mit dem Treffer zum 0:1 in Führung und versetzte dem Aufstiegsaspiranten einen frühen Schock. Bernhausen bemühte sich in der Folge um eine Antwort, doch die Nervosität war greifbar. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kochten die Emotionen endgültig über: In der 45. Minute sah Dimitrios Vidic die Rote Karte, was die Hoffnungen der Hausherren auf eine Wende massiv dämpfte. In Unterzahl kämpfte Bernhausen leidenschaftlich, doch die numerische Überlegenheit der Gäste machte sich bemerkbar. In der 77. Minute nutzte der TV Echterdingen den Raum und Florian Dölker erzielte das 0:2, was die Vorentscheidung und den Endstand bedeutete.

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Die Sensation des Spieltags ereignete sich im Floschenstadion, wo 150 Zuschauer Zeugen eines emotionalen Sturmlaufs wurden. Der VfL Sindelfingen bezwang den Tabellenführer TSV Köngen deutlich. Den Grundstein für diesen Erfolg legte Andre Simao in der 15. Minute mit dem Tor zum 1:0. Der Spitzenreiter wirkte angeschlagen und fand kein Mittel gegen die leidenschaftlich verteidigenden Sindelfinger. Die Vorentscheidung fiel in einer hochdramatischen 68. Minute: Zunächst erzielte Tobias Kubitzsch das 2:0, zeitgleich schwächte sich der Gast selbst, als Maximilian Herz die Rote Karte sah. In Überzahl ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen. In der 80. Minute setzte Arbes Bytyci mit dem 3:0 den Schlusspunkt.

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Was für eine Machtdemonstration! Vor 135 Zuschauern brannte der SC Geislingen ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Es war ein Spiel, das von der ersten Sekunde an nur eine Richtung kannte. Den Torreigen eröffnete Florijan Ahmeti bereits in der 7. Minute mit dem Treffer zum 1:0. Die Gastgeber blieben hungrig und legten in der 23. Minute durch Marcel Mädel zum 2:0 nach. Noch vor der Pause sorgte Dominik Schöll in der 38. Minute mit dem 3:0 für klare Verhältnisse. Auch nach dem Seitenwechsel kannte die Spielfreude der Geislinger keine Grenzen. In der 51. Minute erhöhte Marvin Mayer auf 4:0, ehe Damiano de Lucia in der Nachspielzeit (90.+2) den 5:0-Endstand markierte.

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200 Zuschauer sahen eine Begegnung, die von Kampf und taktischer Disziplin geprägt war. Der SV Waldhausen erwischte einen Traumstart, als Leon Weber bereits in der 3. Minute zur 1:0-Führung traf. Die frühe Führung gab den Gastgebern Sicherheit, doch die Gäste vom SV Böblingen bewiesen Moral und kamen mit viel Schwung aus der Kabine. In der 51. Minute belohnte Anton Lendl die Bemühungen der Böblinger mit dem Ausgleichstreffer zum 1:1. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem beide Teams den Sieg suchten, am Ende jedoch die Punkte teilten.

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Es war ein Spiel, das erst spät explodierte – und dann in zwei Minuten alles veränderte. Vor 200 Zuschauern und unter Leitung von Schiedsrichter Timo Paukner ging TSVgg Plattenhardt (Aufsteiger) durch Aristidis Perhanidis früh in Führung (11.). Lange hielt Plattenhardt dieses 0:1 – bis Maichingen in der Schlussphase zurückschlug. Filip Jose Marques Moreira glich in der 87. Minute zum 1:1 aus, und kaum hatte das Stadion Luft geholt, traf Kane Ehmke in der 88. Minute zum 2:1.
Für Maichingen ist dieser späte Doppelschlag mehr als ein Sieg: Es ist ein emotionaler Befreiungsmoment in der engen Zone um Platz zehn bis zwölf. Maichingen steht nun bei 20 Punkten, Plattenhardt ebenfalls bei 20 – aber die Art, wie dieser Abend kippte, wird beide noch länger begleiten.

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Ein Spiel, das wie ein Lehrstück über Momentum wirkt. Vor 150 Zuschauern und unter Schiedsrichter Patrick Fischer (Herrenberg) erwischte TSGV Waldstetten den besseren Start: Marc Heinzmann traf zum 0:1 (11.), David Vasic legte zum 0:2 nach (25.). Doch TSV Bad Boll blieb im Spiel und holte sich noch vor der Pause zurück: Melih Caliskan verkürzte auf 1:2 (41.).
Lange sah es danach aus, als würde Waldstetten die Punkte dennoch mitnehmen – bis Baran Ates in der 85. Minute zum 2:2 traf. Für Bad Boll ist das ein Punkt mit Siegergefühl, weil er aus Rückstand erkämpft wurde. Waldstetten bleibt mit 32 Punkten Teil der Spitzengruppe, Bad Boll steht nun bei 27.

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Ehningen hat sich in dieses Spiel hineingeschoben wie eine Mannschaft, die weiß, was sie will. Vor 126 Zuschauern und unter Schiedsrichter Tobias Burger traf Gabriel Körtge Corral früh zum 0:1 (11.). Neuhausen fand keinen Zugriff – und Ehningen blieb geduldig, bis die Entscheidung fiel: Tino Dannecker erhöhte in der 75. Minute auf 0:2, Lars Jäger setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 0:3.
Dieser Auswärtssieg ist für Ehningen ein klares Zeichen: 32 Punkte, Rang 3, voll im Rennen. Neuhausen bleibt bei 20 Punkten und muss aufpassen, nicht tiefer in das unruhige Mittelfeld hineingezogen zu werden.

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Die Überraschung des Spieltags – und ein Ergebnis, das die Tabelle oben enger macht. Vor 83 Zuschauern und unter Schiedsrichter Jonas Rosenberger ging MTV Stuttgart durch ein Eigentor von Marvin Leonhardt in Führung (26.). Eislingen rannte an, doch der nächste Treffer fiel wieder auf der anderen Seite: Raphael Hahn traf in der 74. Minute zum 2:0.
Eislingen kam erst spät zum Anschluss: Max-Julian Hölzli verkürzte in der 90.+5 auf 2:1 – zu spät, um den Punkt noch zu retten. Für Eislingen bleibt es bei 32 Punkten, für MTV Stuttgart ist es ein Sieg, der in dieser Tabellenlage wie ein Rettungsring wirkt: MTV steht nun bei 14 Punkten und sammelt im Abstiegskampf einen Abend, der Mut macht.

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