
Der heutige Auftakt zum 16. Spieltag der Brandenburgliga lieferte alles, was den Fußball so packend macht: Ein dramatisches Finish in der Nachspielzeit und ein torreiches Spektakel an der Oder prägten diesen Fußballabend. Während in der einen Partie die Nerven bis zum Äußersten gespannt waren, demonstrierte die andere die pure Offensivgewalt.
An der Oder entwickelte sich von der ersten Sekunde an eine einseitige, aber hochgradig unterhaltsame Partie. Der 1. FC Frankfurt überrumpelte den Absteiger Ludwigsfelder FC mit einem Blitzstart. Bereits in der 1. Minute eröffnete Marcel Georgi den Torreigen mit dem Treffer zum 1:0. Die Frankfurter blieben hungrig und erhöhten den Druck: In der 14. Minute war es erneut Marcel Georgi, der einen Foulelfmeter sicher zum 2:0 verwandelte. Noch vor der Halbzeit schraubte Danny Mank das Ergebnis in der 34. Minute auf 3:0 hoch.
Nach dem Seitenwechsel keimte bei den Gästen kurz Hoffnung auf, als Teisir Alhasan in der 50. Minute den Ehrentreffer zum 3:1 markierte. Doch Frankfurt ließ sich nicht beirren. In der 59. Minute stellte Lennox Liebner mit dem 4:1 den alten Abstand wieder her. Ludwigsfelde bewies zwar Moral, als Teisir Alhasan nur drei Minuten später in der 62. Minute mit seinem zweiten Treffer auf 4:2 verkürzte, doch der Schlusspunkt gehörte den Hausherren. Danny Mank sorgte in der 85. Minute mit dem 5:2 für die endgültige Entscheidung. In der hitzigen Schlussphase sah Phillip Vogel vom Ludwigsfelder FC in der 90. Minute noch die Rote Karte.
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Es war eine Zitterpartie vor 213 Zuschauern, die erst in den letzten Sekunden ihr explosives Ende fand. Lange Zeit sah es so aus, als sollte dem FSV Union Fürstenwalde gegen den Aufsteiger SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen kein Treffer gelingen. Dabei hatten die Gastgeber die goldene Chance zur Führung bereits in der 53. Minute auf dem Fuß: Nach einem Foulpfiff trat Erik Steinmetz zum Strafstoß an. Doch sein Schuss in die rechte Ecke aus Sicht des Schützen war schwach platziert und ohne die nötige Wucht. Torwart Manuel Mücke ahnte die Ecke, parierte den Ball und sicherte ihn sich im Nachfassen.
Das Spiel steuerte auf ein torloses Remis zu, bis zur dritten Minute der Nachspielzeit. Es war eine gut getretene Ecke des Spiels, die für die späte Erlösung sorgte. Hysen Muca schlug den Ball mit seiner sechsten Saisonvorlage in den Strafraum, wo Yvan Ghilslain Ngoyou goldrichtig stand. Mit seinem vierten Saisontor köpfte er den Ball wuchtig in die linke Ecke zum 1:0-Endstand.
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Am Samstagnachmittag blickt die Liga nach Brandenburg an der Havel. Die BSG Stahl, derzeit der erste Verfolger des Spitzenreiters auf Platz zwei mit 28 Punkten, trifft auf den Vorletzten aus Schöneiche. Auf dem Papier scheint die Sache bei 14 Punkten für Germania klar zu sein, doch das Hinspiel war ein emotionaler Ritt auf der Rasierklinge, den Stahl nur denkbar knapp mit 3:2 für sich entscheiden konnte. Schöneiche kämpft um jeden Grashalm, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren, während Stahl sich keinen Patzer im Titelrennen erlauben darf.
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Das Spiel wurde abgesagt. Dies teilt der SV Altlüdersdorf dazu mit: "Leider muss der Start in die Rückrunde für unsere Brandenburgligamänner vertagt werden. Unser Hauptplatz ist noch nicht bespielbar."
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Sachsenhausen steht mit dem Rücken zur Wand. Auf Platz 13 mit nur 15 Punkten ist jeder Zähler überlebenswichtig. Zu Gast ist der Tabellensechste aus Ahrensfelde, der mit 19 Punkten eine solide Rolle spielt. Doch Sachsenhausen hat ein psychologisches Ass im Ärmel: Das Hinspiel gewannen sie auswärts überraschend mit 2:1. Ahrensfelde wird auf Rache sinnen, während TuS die heimische Kulisse nutzen will, um den Befreiungsschlag im Abstiegskampf zu landen.
Der Werderaner FC, aktuell auf Platz sieben mit 19 Punkten, empfängt das Tabellenschlusslicht aus Petershagen. Die Gäste haben mit nur 10 Punkten und 13 Minustoren in der Differenz eine schwere Last zu tragen. Dass sie dennoch kämpfen können, bewiesen sie im Hinspiel, als sie Werder ein 1:1 abtrotzten. Für Petershagen ist es vielleicht eine der letzten Chancen, den Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu erhalten, während Werder den Blick nach oben richten möchte.
Der Branchenprimus bittet zum Tanz. Neuruppin thront mit 32 Punkten und einer Tordifferenz von +15 an der Spitze der Tabelle. Gegner ist die TSG Einheit Bernau, die mit 18 Punkten auf dem neunten Platz rangiert. Schon das Hinspiel war eine enge Angelegenheit, die der MSV nur knapp mit 2:1 für sich entscheiden konnte. In Neuruppin erwartet die Fans ein Spiel, in dem Bernau nichts zu verlieren hat, während für den Tabellenführer bei jedem Patzer die Konkurrenz aus Brandenburg bedrohlich näher rückt.
Zum Abschluss des Spieltags kommt es zu einem echten Keller-Krimi. Die Preußen auf Platz 12 (17 Punkte) treffen auf den 14. aus Oranienburg (15 Punkte). Es ist ein Spiel, in dem Nuancen über den weiteren Saisonverlauf entscheiden können. Das Hinspiel endete in einem torreichen 2:2-Unentschieden – ein Ergebnis, das am Samstag keinem der beiden Teams wirklich weiterhelfen würde. Hier wird mit offenem Visier gekämpft werden, denn ein Sieg könnte für beide den entscheidenden Schritt aus der Gefahrenzone bedeuten.
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