
Die letzte Großchance in der Nachspielzeit brachte nichts mehr ein. Damit war das Remis besiegelt. Im Derby in der Kreisliga 1 zwischen dem TSV Peiting und dem TSV Peißenberg gab es keinen Sieger. Im ersten Spiel nach der Winterpause trennten sich die Landkreisrivalen 2:2-Unentschieden, was beiden nicht wirklich weiterhilft. Die Peitinger hängen im Tabellenmittefeld fest und die Peißenberger in der Abstiegszone. Entsprechend unzufriedene Gesichter gab es nach Spielschluss auf beiden Seiten. „Das bringt uns nicht weiter“, grummelte Peitings Coach Thomas Fischer. „Den Punkt nehme ich mit“, versuchte sein Gegenüber, Fritz Stögbauer, dem Resultat noch etwas Gutes abzugewinnen, nachdem sein Team bis kurz vor Schluss geführt und erst durch einen Peitinger Handelfmeter den möglichen Sieg verpasst hatte.
Peitings Coach Fischer war mit der Vorstellung seiner Truppe nur bedingt einverstanden: „Von hinten raus war das oft zu behäbig.“ Zufrieden war er eigentlich nur mit der letzten halben Stunde. „Die war gut. Da haben wir Peißenberg reingedrängt und da hatten wir auch richtig dicke Möglichkeiten“, urteilte der Peitinger Trainer. Der Gäste-Trainer verteilte derweil ein Lob: „Kompliment an die Jungs, das war eine deutliche Steigerung gegenüber den Spielen im letzten Jahr.“
Die Peißenberger gestalteten die erste Hälfte weitgehend ausgeglichen. Chancen bekamen die Zuschauer zunächst nur selten geboten. Die Hausherren, die auf eine Dreierkette setzten, und auch die Gäste, die mit einer Viererkette operierten, ließen wenig zu. Peißenbergs Thomas Weckerle (13.) kam in guter Position vor dem Kasten einen Tick zu spät. Auf der Gegenseite ließ Peitings Rückkehrer Benedikt Multerer (22.) eine gute Führungschance liegen. Ein Patzer der Gäste verhinderte dann aber doch eine torlose erste Hälfte. Ein Peißenberger schlug über den Ball, sodass Multerer freie Bahn hatte und eiskalt zum 1:0 (39.) vollendete. Kurz vor dem Wechsel schoss erneut Weckerle (42.) aus elf Metern am Peitinger Gehäuse vorbei.
Mehr Erfolg hatte Weckerles Teamkollege Lukas Hartmann (54.) gleich nach dem Wechsel. Einen Rückpass von der Grundlinie verwertete er platziert zum 1:1. Nach dem Anstoß verloren die Hausherren den Ball – und das nutzte der kurz davor eingewechselte Fabian Lory nur 30 Sekunden später zum 2:1. Fast wäre sogar noch der dritte Peißenberger Treffer gefallen. Keeper Julian Floritz wehrte aber den gefährlichen Freistoß von Michael Gladiator (58.) ab. „Da waren wir zehn Minuten komplett im Tiefschlaf“, ärgerte sich Fischer. Mit drei frischen Kräften brachte er danach sein Team wieder in die Spur. In der Folge drängten die Gastgeber auf den Ausgleich.
Die beste Chance vergab Joker Daniel Holzmann (77.), der die Latte traf. Zehn Minuten später verursachte Hartmann einen Handelfmeter, den Multerer abgeklärt zum 2:2 (88.) verwandelte. Fast wären die Peitinger danach als Sieger vom Platz gegangen. Christoph Eberle (90+2.) schoss jedoch freistehend Gästekeeper Thomas Höringer in die Arme, sodass es bei der leistungsgerechten Punkteteilung blieb.