2026-03-13T07:45:35.464Z

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Später Doppelschlag entscheidet Essener Derby

Der FC Kray hat das Stadtduell gegen die SG Essen-Schönebeck trotz ordentlicher Spielanlage in der Schlussphase verloren. Beim 0:2 fiel die Entscheidung erst in den letzten Minuten – und damit zu einem Zeitpunkt, an dem vieles bereits nach einem torlosen Remis aussah.

von red · 09.02.2026, 17:53 Uhr · 0 Leser
Pleite für Kray.
Pleite für Kray. – Foto: Mario Sachsenweger

Der FC Kray hat das Stadtduell gegen die SG Essen-Schönebeck trotz ordentlicher Spielanlage in der Schlussphase verloren. Beim 0:2 fiel die Entscheidung erst in den letzten Minuten – und damit zu einem Zeitpunkt, an dem vieles bereits nach einem torlosen Remis aussah.

Von Beginn an präsentierten sich die Hausherren strukturiert und kontrolliert. Der Ball lief sicher durch die Reihen, das Positionsspiel stimmte, doch im letzten Drittel fehlte es an Durchschlagskraft. Immer wieder endeten Angriffe vor dem gegnerischen Strafraum, auch weil Schönebeck defensiv gut organisiert war und kaum Räume anbot. Auf der Gegenseite suchten die Gäste zwar den Weg nach vorne, doch auch die Krayer Defensive stand stabil, sodass klare Torchancen im ersten Durchgang ausblieben. Das 0:0 zur Pause entsprach dem Spielverlauf.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig. Kray blieb spielbestimmend, ohne zwingend zu werden, während Schönebeck auf Umschaltmomente lauerte. Eine dieser Situationen sorgte für Aufregung, als FCK-Torhüter Raphael Koczor bei einem Konter wegrutschte, der Abschluss der Gäste jedoch nur am Pfosten landete. Abgesehen davon blieb die Partie weiterhin arm an Strafraumszenen – vieles deutete auf ein Unentschieden hin.

Schönebeck schlägt eiskalt zu

Doch in der 90. Minute kippte das Spiel. Nach einer unzureichend geklärten Situation kam der eingewechselte Semih Zorlu aus rund 18 Metern zum Abschluss und traf unhaltbar ins lange Eck. In der anschließenden Rudelbildung sah Estevan Rascho die Rote Karte. Kray warf in Überzahl alles nach vorne, brachte mit Mohammed El Zein einen zusätzlichen Stürmer, wurde dafür aber nicht belohnt. Stattdessen setzte Sebastian Neusser in der Nachspielzeit einen Konter zum 0:2-Endstand.

Trainer Dimitrios Pappas zeigte sich nach der Partie selbstkritisch: „Wir gehen nicht geradlinig genug Richtung Tor, sondern spielen oft noch einmal quer. So verpassen wir klare Abschlüsse.“ Insgesamt sei es ein typisches 0:0-Spiel gewesen, umso ärgerlicher seien die späten Gegentreffer. Dennoch betonte Pappas, dass man aus solchen Situationen lernen müsse und den Blick nach vorne richte.