
Lange sieht es nach einem verdienten Heimsieg aus, doch in der Schlussphase gibt Delmenhorst die Partie noch aus der Hand. Trainer Daniel Prause hadert mit der fehlenden Konsequenz in den entscheidenden Momenten.
Der TV Jahn Delmenhorst hat im Heimspiel gegen die SV Ahlerstedt/Ottendorf eine komfortable Führung verspielt und sich am Ende mit einem 2:2 zufriedengeben müssen. Über weite Strecken kontrollierten die Gastgeber die Partie, ehe zwei späte Gegentreffer den möglichen Sieg zunichtemachten.
Trainer Daniel Prause sah dabei lange eine überzeugende Vorstellung seines Teams: „87 Minuten richtig, richtig gut, muss man sagen. Und dann kriegst du in der 89. Minute den Ausgleich. Das ist brutal, brutal ärgerlich.“ Delmenhorst agierte mutig, presste hoch und ließ defensiv kaum etwas zu. „Wir haben insgesamt vom Gegner vielleicht ein, vielleicht zwei gefährliche Aktionen überstanden. Mehr hatten sie nicht“, erklärte Prause.
Die Führung durch Menja Hennig (25., 64.) war folgerichtig. „Wir führen mit zwei richtig guten Toren 2:0, sehr verdient“, so der Trainer, der besonders die Spielweise seiner Mannschaft hervorhob: „Wir haben sehr mutigen Fußball gespielt, gut umgeschaltet und fußballerisch gute Lösungen gefunden.“
Trotz der klaren Führung verpasste es Delmenhorst, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. „Wir machen vorne den Deckel nicht drauf“, kritisierte Prause. „Sonst kann es auch schnell 3:0 oder 4:0 stehen.“ Stattdessen kam Ahlerstedt in der Schlussphase zurück und nutzte zwei Standardsituationen konsequent. „Dann kriegen wir noch zwei völlig bescheuerte Tore nach einem Halbfeldfreistoß und einem Nachschuss“, sagte der Trainer.
Die Gegentreffer in der 79. und 88. Minute sorgten für Ernüchterung. „Das ist super ärgerlich, weil die Gegentore so extrem spät fallen, obwohl wir das Spiel über die Zeit bringen müssen“, so Prause.
Trotz des bitteren Spielverlaufs wollte der Trainer seiner Mannschaft keinen grundsätzlichen Vorwurf machen: „Den Mädels kann man für 87 Minuten keinen Vorwurf machen.“ Dennoch bleibt die Erkenntnis, dass die fehlende Konsequenz in beiden Strafräumen letztlich den Unterschied ausmachte. „Diese drei Punkte wären heute mehr als verdient gewesen“, betonte Prause.