
Dabei verliefen die Schlussphasen der bisherigen Partien höchst unterschiedlich: In Barchfeld sicherte ein später Sonneberger Treffer zumindest noch einen Punkt, gegen Erlau verhinderte ein spätes Gegentor den bereits sicher geglaubten Sieg – und diesmal kostete ein Treffer in der Nachspielzeit sogar den verdienten Zähler.
Die Partie entwickelte sich zu einem intensiven Schlagabtausch mit vielen langen Bällen und wenigen klaren Torchancen. Nach zehn Minuten sorgte eine Flanke von Lance Hertel für Gefahr, wurde jedoch im letzten Moment geklärt. Auf der Gegenseite verzog Tom Hausdörfer knapp. Eine kurz ausgeführte Ecke über Kevin Thau und Robin Meier brachte Julian Held in Position, dessen Kopfball aus Nahdistanz jedoch über die Latte strich. Kurz vor der Pause fiel dann die Gästeführung. In der 44. Minute bekam Sonneberg den Ball im eigenen Strafraum nicht entscheidend geklärt. Mehrere Versuche, die Situation zu bereinigen, misslangen, ehe das Leder unglücklich vor den Füßen von Tom Hausdörfer landete. Der Ohrataler fackelte nicht lange und schob aus kurzer Distanz zur 0:1-Pausenführung ein.
Direkt nach Wiederanpfiff sorgte ein weiter Einwurf von Stephan Funke für Aufregung. Der Ball segelte in hohem Bogen in den Strafraum und landete im Netz – da jedoch kein Spieler ihn mehr berührt hatte, entschied das Schiedsrichtergespann folgerichtig auf Abstoß. Auf der anderen Seite wurde Ohratal nach zwei Eckenvarianten gefährlich, doch Sonneberg verteidigte aufmerksam. Der Ausgleich fiel schließlich nach einer Standardsituation aus der eigenen Hälfte. Florian Scheidemann schlug einen weiten Freistoß hoch in den gegnerischen Strafraum. Stephan Funke antizipierte den Flugball clever, stieg zwischen zwei Verteidigern hoch und verlängerte ihn per Kopf über den herauseilenden Keeper hinweg ins lange Eck – ein sehenswerter Treffer zum 1:1. Sonneberg wollte nun mehr und spielte auf den Heimsieg. Ohratal blieb jedoch über Konter gefährlich. In der Nachspielzeit dann die spielentscheidende Szene: Über die rechte Seite setzte sich Max Wildies trotz eines Foulspiels durch und brachte den Ball scharf in die Mitte. Dort reagierte der eingewechselte Lucas Kraiczi am schnellsten und lenkte die Hereingabe mit dem Schienbein aus kurzer Distanz zum 1:2 in die Maschen.
Fazit: So blieb am Ende erneut die Enttäuschung über ein spätes Gegentor. Doch die Art und Weise des Auftritts macht Hoffnung. Wenn der 1. FC Sonneberg 2004 diese Leistung konserviert und sich für den Aufwand bald belohnt, dürfte der erste Sieg im neuen Kalenderjahr nicht mehr lange auf sich warten lassen.