2025-12-03T05:51:34.672Z

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Muss Sonsbeck II ein Spiel wiederholen?
Muss Sonsbeck II ein Spiel wiederholen? – Foto: Jens Kröll

Sonsbeck II soll Punkte wieder hergeben, Rheinberg-Rückzug?

Vor dem ersten Saisonerfolg von Concordia Rheinberg in Schwafheim wurde beim Fusionsklub über den Rückzug aus der Kreisliga A gesprochen. Das Sportgericht hat die Punkte aus dem 4:2-Heimsieg des SV Sonsbeck II gegen den Rumelner TV einkassiert. Da

Sieben Spieltage Anlauf waren vonnöten: Wenige Tage nach der deftigen Kreispokal-Pleite beim B-Ligisten TV Kapellen (1:5) konnte Concordia Rheinberg am Sonntag die Abstiegsplätze in der Kreisliga A verlassen und beim SV Schwafheim II (2:0) den ersehnten ersten Saisonsieg eingefahren. Frederic Böhme (30.) und Dino Nadarevic (83.) waren beim Befreiungsschlag für das Sorgenkind der Liga erfolgreich. Der Moerser Nico Prehn sah wegen einer Beleidigung noch glatt Rot (63.).

„Wahnsinn, dass wir überhaupt noch gewinnen können“, atmete Trainer Manfred Wranik erleichtert durch. Der Concordia-Coach musste auf Asche an alter Wirkungsstätte diesmal nicht selbst die Schuhe schnüren. „Die Einstellung hat gepasst, die Leistung war dementsprechend gut. Der Sieg war verdient, wir wurden endlich mal belohnt“, so der Coach.

Zeit bis zur Winterpause

Der Erfolg hat spürbar Last von der Mannschaft genommen: „Es ist einiges abgefallen. Wir haben zuletzt nur auf die Schnauze gekriegt.“ Gleichzeitig weiß der einstige Oberliga-Spieler, dass die kommenden Wochen richtungsweisend werden. Am Donnerstag wartet im Krisen-Derby der SV Millingen, anschließend geht es gegen den Büdericher SV und GSV Moers II – alles weitere direkte Konkurrenten im Abstiegskampf „Wir müssen nachlegen, wenn wir da unten rauskommen wollen. Das Programm ist machbar.“

In Folge des Negativlaufs und dem Woche für Woche dünn besetzten Kader war beim Fusionsklub zuletzt sogar über einen möglichen Rückzug nachgedacht worden. Wranik räumt offen ein: „Das Schwafheim-Spiel war wie ein Endspiel. Wir hatten alles im Kopf, es stand auf Messers Schneide. Aber die Jungs, die da sind, haben Bock und wollen. Jetzt gehen wir die nächsten Wochen an und schauen, wie es bis zum Winter weitergeht.“

Personell bleibt die Lage allerdings angespannt – zwar kehrt Niklas Noll nach Gelb-Rot-Sperre zurück, Max Buchholz fehlt urlaubsbedingt. Henrik van de Mötter, eigentlich Torhüter, musste erneut als Feldspieler eingewechselt werden.

Während Rheinberg durchschnaufen kann, sorgt Aufsteiger SV Sonsbeck II weiter für Furore. Die Mannschaft von Trainer Norbert Quinders siegte am Sonntag souverän mit 5:2 gegen den noch sieglosen FC Meerfeld und sprang auf Tabellenplatz fünf.

Wiederholungsspiel zwischen Sonsbeck und Rumeln?

Arion Krasniqi schnürte einen frühen Doppelpack (7., 18.), Lorenz Wegenaer (66.), Timo Lehmkuhl (78.) und Sven Lehmkuhl (85.) legten nach. Für die Gäste trafen Kai Kunzel (61.) und Harvy Marschmann (79.). Der Sonsbecker Oberliga-Reserve hätte das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten können, obwohl Meerfelds Kevin Hettkamp beim Stand von 3:1 noch einen Foulelfmeter (72.) verschoss. „Das war eine spielerische Steigerung und ein ungefährdeter Sieg“, zeigte sich Trainer Norbert Quinders zufrieden. Seine Elf reagierte damit stark auf die bittere erste Saisonpleite der Saison in Rheinhausen(2:3).

Unterdessen beschäftigt ein alter Spieltag den SVS weiter. Es geht um das Duell vom 31. August. Der amtierende Spitzenreiter Rumelner TV verlor damals 2:4 im Willy-Lemkens-Sportpark und legte Einspruch gegen die Niederlage ein. Das Kreissportgericht behandelte den Fall. Nach jetzigem Stand und einer ersten mündlichen Verhandlung ist die Wertung aufgehoben und die Partie wird neu angesetzt.

Hintergrund ist eine umstrittene Szene in der 85. Minute: Nach einem taktischen Foul des Duisburgers Tim Vangenhassend auf Höhe der Mittellinie verwarnte der Schiedsrichter den Rumelner beim Stand von 2:2 zunächst. Die Sonsbecker führten den folgenden Freistoß schnell aus, während sich der foulende Spieler vor den Ball stellte und deswegen Gelb-Rot sah. Nach neuer Regelauslegung soll in einer solchen Situation jedoch, ähnlich wie bei einem Elfmeter und einer Roten Karte, keine Doppelbestrafung mehr erfolgen.

„Die Meinungen gehen auseinander“, sagt Quinders, dessen Team Rumeln durch zwei späte Tore in der Nachspielzeit besiegte. Einen Wiederholungstermin gibt’s noch nicht. Ob die Sonbecker die Entscheidung des Sportgerichts akzeptieren, steht noch nicht fest.

Aufrufe: 030.9.2025, 08:00 Uhr
Fabian Kleintges-TopollAutor