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„Soll keine einmalige Sache bleiben“: Walpertskirchen will in der Bezirksliga angreifen

Mit zwei Neuzugängen

von Tobias Fischbeck · 26.06.2025, 07:44 Uhr · 0 Leser
Ordentlich strecken muss sich heute Abend die BSG um Torwart und Spielertrainer Florian Leininger.
Ordentlich strecken muss sich heute Abend die BSG um Torwart und Spielertrainer Florian Leininger. – Foto: Dominik Findelsberger

Neuling Walpertskirchen will mit Routiniers die Klasse in der Bezirksliga halten. Nach drei Wochen Pause startete der SVW wieder in die Vorbereitung.

Am Montag hat das Projekt Bezirksliga für Dorfclub SV Walpertskirchen begonnen. Nach drei Wochen Pause bat Trainer Sepp Heilmaier seine Mannen wieder auf den Trainingsplatz, am Sonntag steht bereits das erste Testspiel auf dem Programm. Und das Ziel ist klar: „Das Jahr in der Bezirksliga soll keine einmalige Sache bleiben“, umschreibt es der Coach. Dabei helfen sollen zwei äußerst erfahrene Neuzugänge.

Zwar hätten seine Jungs den erstmaligen Aufstieg von der Kreis- in die Bezirksliga auf Mallorca ausgiebig gefeiert, allerdings bescheinigte Heilmaier, dass sie ihre Hausaufgaben in Sachen Fitness erledigt hätten und sich bereits wieder in guter Verfassung befänden.

Was seiner Mannschaft in der vergangenen Saison vielleicht gefehlt habe, sei die Erfahrung gewesen. Um gerade die jungen Talente im Kader, die zum großen Teil trotz zahlreicher Anbändelversuche den Verlockungen anderer Clubs widerstanden hätten, reifen zu lassen, verpflichtete der SV Walpertskirchen mit Torhüter Florian Leininger und Mittelfeldspieler Felix Zehetmaier zwei äußerst erfahrene Akteure.

Leininger und Zehetmaier verstärken Walpertskirchen in der Bezirksliga

Leininger hatte bereits kurz vor dem Saisonende in der Kreisklasse angekündigt, künftig aus beruflichen Gründen kürzertreten zu wollen (wir berichteten). Der Ex-Spielertrainer der BSG Taufkirchen wolle nun zunächst kein Traineramt mehr übernehmen und nur noch Torhüter sein. „Was wir in unserer Mannschaft bislang – bis auf Nils Wölken – nicht hatten, war Erfahrung in einer höheren Liga. Erst durch Leines sind wir dann auch auf Felix gekommen“, sagte Heilmaier. Leininger kenne er schon lang und er habe schon in Vergangenheit bei ihm angefragt. Nun sei der 39-Jährige selbst auf den Trainer zugekommen.

„Bock auf Kicken habe ich noch. Deswegen habe ich mir gesagt, ich möchte in den nächsten zwei Jahren nur fangen, wenn es der Körper hergibt. Vielleicht mache ich danach ja wieder etwas als Trainer, wenn ich die Schuhe an den Nagel gehängt habe“, sagte Leininger. Es gehe um den Klassenerhalt und er hoffe, dass er vor allem jungen Spielern in gewissen Situationen weiterhelfen könne.

Bei Zehetmaier, der nach langen Jahren in Eitting zum SVW wechselt, gerät Heilmaier fast ein wenig ins Schwärmen. „Uns war nicht klar, dass wir bei Zehetmaier eine Chance hätten. Ich habe ihn angerufen und er war Feuer und Flamme für die Idee, noch einmal Bezirksliga zu spielen.“ Nach 15 Jahren in Eitting sei dem 35-Jährigen der Abschied aber durchaus schwergefallen, berichtet sein künftiger Trainer.

Heilmaiers Ziel sei gewesen, den Kader in der Breite zu vergrößern. Weitere Transfers schließe er nicht aus, gibt aber auch zu, dass die Tatsache, dass der SVW Spielern nichts bezahlen könne, die Verhandlungen nicht erleichtern würde. „Wenn noch ein oder zwei dazu kommen, ist es okay. Aber wenn nicht, sind wir auch gut gerüstet“, sagte der Trainer im Gespräch mit unserer Zeitung.

Für die neue Saison zähle einzig und allein der Klassenerhalt. „Man kann nicht davon ausgehen, dass wir keine Spiele verlieren“, ist der Coach realistisch. Man müsse leidensfähig sein und es sei wichtig, nicht nervös zu werden. Um perfekt vorbereitet Ende Juli in die Saison zu starten, hat Walpertskirchen bislang sechs Testspiele vereinbart. Am kommenden Sonntag erwartet man um 17 Uhr das Team aus Landshut-Berg.