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So plant der FPMG Supporters Club den neuen Fanszenerat in Gladbach

Nicht nur Borussias sportliche Führungsspitze ist im Wandel, auch der FPMG Supporters Club stellt sich neu auf. 

von RP / Karsten Kellermann · 06.03.2026, 16:00 Uhr · 0 Leser
Die organisierte Fanszene ist bei Borussia Mönchengladbach vor allem in der Nordkurve zu finden.
Die organisierte Fanszene ist bei Borussia Mönchengladbach vor allem in der Nordkurve zu finden. – Foto: Sascha Hohnen

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Nicht nur Borussias sportliche Führungsspitze ist im Wandel, auch der FPMG Supporters Club stellt sich neu auf. Nachdem im vergangenen Jahr ein neuer, verjüngter Vorstand mit mehr Vertretern der aktiven Fanszene installiert wurde, folgte im Januar eine Zehn-Punkte-Agenda der Fans – in der auch die Gründung eines Fanszenerats angekündigt wurde. Das Projekt wird nun konkret umgesetzt.

Durch den Generationenwechsel im Vorstand des FPMG Supporters Clubs bringt die aktive Fanszene sich mehr als zuvor in den Dachverband der Gladbach-Fans ein. „Gleichzeitig wird die Breite unserer Fanszene mit all ihrer Heterogenität nicht mehr in dem Maße abgebildet, wie wir selbst uns das vorstellen“, heißt es in der Agenda.

Zeitplan festgelegt

„Es eine Reaktion darauf, dass der neue FPMG-Vorstand weniger die Breite der Fanszene widerspiegelt. Viele Vorstandsmitglieder kommen aus einer sehr aktiven Gruppe“, sagte der Vorsitzende des FPMG, Simon Bender, im Interview mit unserer Redaktion über den Plan zur Einführung des Fanszenerates. „Das ist verdient, aber andere Fanklubs sind weniger repräsentiert.“ Der Fanszenerat solle regionale Gruppen und Fanklub-Vertreter einbinden, damit niemand nur im kleinen Kreis seine Ideen ausbrüte.

Am 18. Februar gab es eine Informationsveranstaltung im Fanhaus, daraus ging ein konkreter Zeitplan zur Gründung des Gremiums hervor, zudem wurde festgelegt, wie es sich zusammensetzen wird. Am 16. April ist die Jahreshauptversammlung des FPMG Supporters Clubs, in diesem Rahmen wird der Fanszenerat installiert, teilt die Fan-Organisation auf ihrer Homepage mit.

Der frühere FPMG-Vorsitzende Thomas Ludwig hatte die Gründung eines solchen Gremiums schon länger angedacht. „Wir haben darüber gesprochen, eine Art ‚Fan-Parlament‘ zu etablieren. Da wäre offen, ob das im Rahmen des AK Fandialog innerhalb des Vereins passiert oder wir das als FPMG umsetzen. Wir müssen die Bandbreite der Fanszene würdigen“, sagte Ludwig im März 2025 unserer Redaktion.

In Form des Fanszenerates wird das nun umgesetzt. Ludwig hat als Ehrenvorsitzender des Fanprojekts automatisch einen Sitz im Fanszenerat. Qua Amt sind zudem die acht Regionalbetreuer Teil des Rates, sie „repräsentieren die Mitglieder ihrer Region“, heißt es beim Fanprojekt.

Zwölf bis 16 weitere Plätze im Rat werden per Wahl vergeben. Kandidaten können sich bis zum 18. März schriftlich bewerben, die Mitgliedschaft im FPMG ist verpflichtend. Die Mitglieder werden für drei Jahre gewählt, scheidet eine Person aus, wird der Platz nicht neu besetzt.

Fanszene ist vielfältig

Die Aufgaben des Rates werden im Detail definiert: „Der Fanszenerat ist ein durch die Mitglieder legitimiertes, beratendes Gremium des FPMG. Er unterstützt den Vorstand in inhaltlichen und strategischen Fragen sowie bei der Umsetzung der jüngst veröffentlichten FPMG-Agenda. Er soll die Breite und Vielfalt der Fanszene stärker einbinden und Meinungen und Perspektiven der Mitglieder bündeln. Er soll den Austausch und die Transparenz innerhalb des Vereins und zwischen Mitgliedern und Vorstand erhöhen. Er kann Empfehlungen an Vorstand und Mitgliederversammlung aussprechen.“

Die Vielfalt der Fanszene brachte in den vergangenen Jahren immer wieder Themen auf, die in der Fanszene sehr unterschiedlich betrachtet werden, unter anderem die Fahnendebatte oder die Art und Weise des Supports sorgen immer wieder für Diskussionen in den sozialen Netzwerken. Durch den Fanszenerat erhofft sich der FPMG Supporters Club einen offenen Dialog der verschiedenen Fangruppen.

Der Fanszenerat soll „die unterschiedlichen Perspektiven der Fanszene stärker einbinden. Darüber hinaus sollen in Zukunft vermehrt Themenabende und Diskussionen im Fanhaus stattfinden, um den persönlichen Austausch statt anonymer Internetschreiberei zu fördern“, heißt es in der Agenda des FPMG Supporters Clubs.