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Ligabericht

"So macht es keinen Sinn": Riesenfrust nach SVS-1:2 vs. SVH

Schalding schlittert nach Doppelschlag in die Krise +++ SVH gelingt mit toller Fan-Unterstützung allererster Auswärtssieg

von Sebastian Ziegert · 22.03.2025, 16:30 Uhr · 0 Leser
Schaldings Kapitän Dominik Weiß zeigt‘s an. Zwei Mal hat Schalding defensiv gepatzt.
Schaldings Kapitän Dominik Weiß zeigt‘s an. Zwei Mal hat Schalding defensiv gepatzt. – Foto: Peter Solek

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Was ist nur mit Schalding los!? Auch heute wäre der Sprung auf die Pole-Position um den Regionalliga-Aufstieg für die Passauer möglich gewesen - Spitzenreiter TSV 1860 München II ist als Drittliga-Reserve nicht aufstiegsberechtigt, Erlbach spielfrei. Doch auch heute kassierte der SVS eine Niederlage, die bereits sechste der Saison. Heimstetten gelingt beim Topteam der erste Saison-Auswärtsdreier! Der Knackpunkt: ein Doppelschlag vor Pausenbeginn nach erneuten Defensiv-Schnitzern...

"Einfach nur nervig! Einfach Mist! Und ich muss sowas jetzt analysieren! Ich mag uns nicht in Schutz nehmen, der Gegner hat auf dem gleichen Platz gespielt...", war Schalding-Trainer Stefan Köck hinterher mächtig angekratzt und kritisierte heftig! Auch wenn man die Spiele gegen Rain (1:1), Grünwald (3:4) und jetzt Heimstetten (1:2) nicht vergleichen könne. So lief wohl auch in der Trainingswoche vieles schief. Und: auf dem enorm holprigen Platz in Schalding war nicht viel substanzielles möglich: "Ich hab vor allem versucht, dass sich keiner weh tut im Training, sonst haben wir nur über Grünwald gesprochen und analysiert. Mir macht die Arbeit und Video-Analyse Spaß, aber so macht es halt keinen Sinn", so ein total gefrusteter Köck, der damit wohl meinte, dass seine Spieler nicht genau genug zugehört hatten. Und dass der Rasen in Schalding aktuell kein Bayernliga-Niveau zulasse. "Nur mit Drescherei. Weil nichts anderes geht! " Dazu gesellten sich auch heute individuelle Fehler: Dem 0:1 ging ein Fehlpass voraus, vorm 0:2 herrschte erneut Konfusion in der SVS-Hintermannschaft. Und zum Spiel: "Heimstetten hat das clever gemacht. Absolut verdient. Mehr mag ich nicht dazu sagen!"

Köck: "Und ich muss sowas jetzt analysieren..."



Vor 524 Zuschauern startete Schalding mutig, schwungvoll und vor allem deutlich gefestigter als in den letzten Wochen. Einzig die richtig dicken Torgelegenheiten blieben aus. Und obwohl Schalding dem Führungstreffer deutlich näher war, schepperte es wieder im eigenen Kasten. Nach einem Fehlpass ging's blitzschnell. Ball durchs Zentrum auf Jordi Woudstra, der flach ins lange Eck versenkte. Winkel verkürzt, aber keine Abwehrchance für Schaldings neue Nummer eins Marius Herzig (38.)! Und wenig später reagierte Herzig erneut klasse als Severin Müller durchgebrochen war. Aber schon wenige Augenblicke später erneut der SVH, leichte Konfusion im Schaldinger Strafraum und Müller trifft zum 0:2 (43.)!

Zu feiern hatten nur die "Hoaschdenger Buam" was. Mit klasse Fanunterstützung im Rücken gelang den Heimstettern der erste Auswärtssieg.
Zu feiern hatten nur die "Hoaschdenger Buam" was. Mit klasse Fanunterstützung im Rücken gelang den Heimstettern der erste Auswärtssieg.

Viel schlechter konnte es für Schalding nicht laufen. Doch als Markus Gallmaier unmittelbar nach Wiederbeginn verkürzte, lag plötzlich wieder Hoffnung in der Luft (46.). Aber allerbeste Chancen wurden nicht genutzt: Bastian Schmid (52.), Patrick Choroba (54.), Markus Gallmaier (55.), Jonas Griesbauer (61.). Allesamt hatten den Ausgleich auf dem Fuß bzw. Kopf. Und als auch noch Joker Quirin Stiglbauer scheiterte (70.), schwand langsam die Hoffnung. Und Heimstetten spielte es clever zu Ende, nutzte jede Gelegenheit um ein paar Sekunden von der Uhr zu nehmen. "Wir hatten ab Minute 70 aber auch zwei, drei richtig gute Kontermöglichkeiten! Ich bin echt stolz auf die Jungs, wie die das klasse wegverteidigt haben. Und: zwei Supertore von uns", war SVH-Coach Roman Langer hinterher mächtig stolz auf sein Team und den stetig anfeuernden Fanklub "Hoaschdenger Buam".

In Schalding allerdings herrscht Tristesse! Die Ergebnis- und Leistungskrise - erneut war die Defensive in den entscheidenden Momenten zu anfällig - hat sich endgültig breit gemacht! Und in der Offensive blieben erneut zahlreiche Chancen ungenutzt. Stürmische Zeiten im Passauer Westen...