
2022 kürte sich die SpVgg Pfreimd zum „Meister der Meister“ im bayerischen Amateurfußball. Ein Jahr später gelang dem SC Luhe-Wildenau dieses Kunststück. Dieses Mal blieb der Oberpfalz der ganz große Wurf verwehrt – zumindest im Wettbewerb der Herren. Immerhin: Zwei Meistermannschaften aus dem Bezirk schafften es am Samstag bis ins Viertelfinale beim heuer 40-köpfigen Landesfinale des ERDINGER Meister-Cups.
Der SV Etzenricht war als Mitfavorit nach Moosburg gereist. Und dieser Rolle wurde der Meister der Bezirksliga Nord, der eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schickte, schlussendlich auch gerecht. In der Vorrundenphase – in neuem Modus wurde diesmal mit vier Gruppen à zehn Teams gespielt – gewann der SV alle vier Partien mit satten 21:0 Toren. Souverän gestaltete man auch das Achtelfinale. Da wurde die blutjunge Mannschaft von Bezirks-Konkurrenz SV Wenzenbach II mit 6:1 aus dem Weg geräumt. Im Viertelfinale war dann jedoch Endstation. 0:3 ging das Duell mit C-Klassen-Meister FC Ukraine München verloren. Aus Sicht von Etzenrichts Spielercoach war mehr drin: „Leider war im Viertelfinale Schluss. Wir haben in diesem Spiel einfach die entscheidenden Fehler gemacht, die der Gegner ausgenutzt hat. Nach vorne ist zu wenig aufs Tor gekommen. Schade, weil es unnötig war“, sagte Wendl zum verlorenen Viertelfinalspiel.
Ein ähnliches Schicksal ereilte dem SV Aichkirchen. Das Team, das ohne Punktverlust in der Meister der Regensburger A-Klasse wurde, zitterte sich zunächst mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in die Runde der letzten 16. Auch dort kam es zu einem Bezirksduell. Überraschend rang Aichkirchen den Bezirksliga-Newcomer BSC Regensburg knapp mit 1:0 nieder, um dann im Viertelfinale wie Etzenricht an einer Mannschaft aus der Landeshauptstadt zu scheitern (0:5 gegen den TSV München 1954).
Abgesehen von den vier angesprochenen Team schaffte es kein weiterer Oberpfalz-Vertreter über die Gruppenphase hinaus. Der FC Amberg II, die SpVgg Trabitz, der SV Wildenreuth, der SC Luhe-Wildenau II und der FC Furth im Wald schieden vorzeitig aus. Der Titel ging nach Niederbayern: Nach einem 2:0-Sieg im Endspiel gegen Ukraine München durfte Landesliga-Mitte-Meister FC Sturm Hauzenberg jubeln.
Parallel suchten auch die Frauen ihren „Meister der Meister“. Und hier wanderte der Pokal tatsächlich in die Oberpfalz. Bayernliga-Rückkehrer SC Regensburg holte sich den Titel, schaltete in den Finalspielen der Reihe nach Stern München III (1:0), Schwarzenfeld (2:0) und Greuther Fürth (1:0) aus. Speziell die starke Defensivarbeit war der Schlüssel zum Erfolg, kassierten die Regensburgerinnen doch im gesamten Turnierverlauf kein einziges Gegentor. Dem 1. FC Schwarzenfeld blieb nach der Halbfinalniederlage immerhin Platz drei.
Erstmals wurden die Titel um den ERDINGER Meister-Cup an einem Tag ausgespielt. Dabei orientierte sich die „Champions League der Amateure" mit ihrem Modus am neuen Königsklassen-Prinzip: Nicht alle Teams einer Gruppe trafen aufeinander.
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