
Am Ende machten zwei Tabellennachbarn aus der Fußball-Rheinlandliga den Sieger unter sich aus: SpVgg EGC Wirges gegen SG 99 Andernach – so lautete das Finale des ersten Hallenmasters des Fußballverbands Rheinland (FVR) am Sonntag in Höhr-Grenzhausen im Westerwald. Zwölf Teams aus dem gesamten Verbandsgebiet sowie aus der Rheinland- und den Bezirksligen – darunter der SV Lüxem als einziges Team aus dem westlichen Teil – spielten mit und boten spannende Partien sowie teils spektakuläre Szenen.
Die Andernacher setzten sich am Ende mit 10:9 nach Neunmeterschießen gegen Wirges durch und sicherten sich damit auch die Siegprämie in Höhe von 2000 Euro. Platz drei ging an den FC Germania Metternich, Vierter wurde die klassenhöhere SG 2000 Mülheim-Kärlich.
Die Lüxemer belegten in ihrer Sechser-Vorrundengruppe den fünften Platz. Patrick Schmidt, der das Team im Westerwald coachte und auch selbst mitwirkte, zog dennoch ein positives Fazit: „Wir haben die ersten beiden Spiele gegen Mülheim-Kärlich und Andernach jeweils knapp mit 1:2 verloren und hatten im dritten Spiel die Möglichkeit zum Sieg.“ Nach einer 3:0-Führung gegen den Mitte-Bezirksligisten SG Augst Eitelborn verloren Lüxem jedoch noch mit 3:5. Den einzigen Sieg landete der SVL beim 5:3 gegen die SG Herschbach.
Schmidt blickte insgesamt auf eine gelungene Veranstaltung zurück: „Das Format ist gut, doch es kamen leider nicht so viele Zuschauer. Das war aber wohl auch dem Umstand geschuldet, dass der Standort vor allem für die Teams aus dem Süden und Westen des Verbandes zu weit entfernt lag. Es ist für einige schon ein Höllenritt, wenn man bis in den Westerwald reisen muss. Vielleicht kann man das Ganze künftig über zwei, drei Tage spielen – mit einer zusätzlichen Vorrunde. Den Termin früher zu legen, etwa Mitte Januar, wäre auch besser, weil viele Vereine aktuell schon mitten in der Vorbereitung stecken.“
„Es war ein sehr spannendes, sportlich hochklassiges Turnier, insgesamt sehr fair und mit tollen Schiedsrichterleistungen“, befand FVR-Präsident Gregor Eibes. „Das erste Hallenmasters war ein Auftakt, der uns Mut macht und darin bestärkt, den eingeschlagenen Weg weiterzuverfolgen.“ Das unterstrich auch Marco Schütz, FVR-Vizepräsident Senioren, der das Hallenmasters maßgeblich initiiert und die Umsetzung vorangetrieben hatte: „Wir haben guten Fußball und spannende Spiele mit einem verdienten Sieger SG 99 Andernach gesehen. Das Turnier ist gut angekommen. Das Hallenmasters hat Ausbaupotenzial für die nächsten Jahre. Die vielen positiven Rückmeldungen, die an uns herangetragen wurden, motivieren, uns weiterzumachen.“
Neben Justin Keeler (SG Lautzert/Oberdreis/Berod-Wahlrod, bester Torschütze) und Fabien Fries (bester Spieler, FC Germania Metternich) wird das Hallenmasters für einen Spieler in besonders schöner Erinnerung bleiben: Sebastian Zerbe vom FC Germania Metternich wurde nach tollen Paraden zum Torhüter des Turniers gewählt, unter anderem beim Neunmeterschießen um Platz drei gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich. „Für mich persönlich war das Hallenmasters eine tolle Geschichte: Ich habe mir vor einem Jahr die Achillessehne gerissen und durfte jetzt bester Torhüter des Turniers werden“, sagte er. „Meine Quote beim Neunmeterschießen war zwar nicht so gut, ich habe ja nur einen gehalten – aber zum Glück den entscheidenden. Und auch als Team war es ein tolles Erlebnis. Das Hallenmasters ist eine gute Sache, weil man auch mal gegen andere Mannschaften spielt.“