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So läuft es beim HSV Langenfeld mit dem XXL-Umbruch

Roberto Marquez hat fest das Amt des Cheftrainers übernommen und jede Menge zu tun: 19 Abgängen stehen 15 Zugänge gegenüber. Wo es noch hakt.

von RP / Tobias Brücker · 30.08.2025, 10:45 Uhr · 0 Leser
Der HSV Langenfeld hat einen XXL-Umbruch hinter sich.
Der HSV Langenfeld hat einen XXL-Umbruch hinter sich. – Foto: Dennis Kemmerling

In der Sommerpause gab es beim HSV Langenfeld einen Trainerwechsel. Nachdem Roberto Marquez bereits zum Winter als Verstärkung des Teams von Heiko Schornstein geholt worden war, übernahm er das Amt des Hauptübungsleiters nun vollständig. Neben der Veränderung auf dem Chefsessel erhielt auch der Kader des Bezirksligisten ein völlig neues Gesicht: 19 Abgängen stehen 15 Zugänge gegenüber. Dementsprechend befinden sich die Langenfelder auch nach dem Saisonstart (ein Sieg, ein Unentschieden) noch in der Findungsphase. Das weiterhin bestehende Problem der Mannschaft ist die Defensive.

Bereits im Vorjahr quälte das zumeist wacklige und nicht gut miteinander arbeitende Gebilde gerade im eigenen Drittel die Beobachter der Partien mit Beteiligung des HSV. Dementsprechend lag Marquez‘ Fokus während der Vorbereitung auf eben jenen Abläufen sowie einer veränderten Einstellung. Zuletzt aber habe laut Marquez der Glaube vorgeherrscht, ohnehin immer einen Treffer mehr als der Gegner erzielen zu können. Zukünftig soll das Team wieder vermehrt im Verbund das eigene Tor verteidigen. Dafür bedarf es unter anderem eines besseren Anlaufverhaltens und einer ausgeprägteren Fitness. An beiden Faktoren wurde intensiv trainiert.

Obwohl der HSV gegen Velbert II und Wermelskirchen jeweils drei Gegentore hinnehmen musste, sieht der Coach eine Verbesserung und eine stabilere Abwehr. Grund für die sechs Treffer seien demnach die fehlenden Stamm-Außenverteidiger und die Qualität der Gegenüber gewesen. „Wir wissen, an welchen Stellschrauben wir arbeiten müssen“, versichert Marquez.

HSV braucht noch Zeit

Er wirbt bei dieser XXL-Erneuerung um Geduld. Insgesamt hätte er sich ein paar Wochen mehr Vorbereitungszeit gewünscht. „Es war klar, dass wir bis in die Saison hinein noch brauchen werden, um Automatismen zu entwickeln“, erläutert er. Eine Elf nahezu gänzlich neu aufzubauen, sei eine andere Herausforderungen, als sie einzig punktuell zu verstärken. „Das ist ein kompletter Umbruch – das geht nicht von heute auf morgen“, betont er.

Immerhin offensiv zeigen sich seine Langenfelder bereits in starker Frühform. Insgesamt achtmal in zwei Spielen durften sie jubeln. Eine wichtige Rolle nimmt dabei Stürmer und Zugang Jean Michelé Röhrscheidt ein. Der 32-Jährige netzte zweifach beim 5:3-Erfolg in Wermelskirchen. Am Sonntag (15.15 Uhr, Heinrich-Völkel-Anlage) erwartet der HSV mit DV Solingen II eine Wundertüte. Marquez erklärt die Partie für „sehr wichtig“, denn er will den guten Saisonstart mit einem Sieg veredeln. „Ich erwarte eine kämpferische Mannschaft, die spielerisch Akzente setzt“, so der Coach über den kommenden Gegner. Und: „Es wird ein schweres Spiel.“ Dass die Solinger bis dato nur verloren haben – davon zum Auftakt 0:7 in Ronsdorf – habe nichts zu bedeuten. Das sei nicht ihr wahres Gesicht. Dieses glaubt Marquez am Sonntag zu sehen.