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Allgemeines

So ist der Stand beim Videobeweis in der 3. Liga

Am vergangenen Montag (9. Februar) kamen die Teammanager aller 20 Klubs der 3. Liga zu einer Tagung zusammen, bei der unter anderem auch eine mögliche Lösung für eklatante Fehlentscheidungen diskutiert wurde.

von Markus Becker · 14.02.2026, 10:56 Uhr · 0 Leser
Die Aachener können die Entscheidung des Schiedsrichter nicht fassen.
Die Aachener können die Entscheidung des Schiedsrichter nicht fassen. – Foto: IMAGO/ Fotostand

Für manche weiterhin ein Dorn im Auge, für andere längst unverzichtbar: Der Video Assistant Referee (VAR) hat sich in den ersten beiden Profiligen inzwischen klar etabliert. Auch in der 3. Liga wurden zuletzt vermehrt Rufe nach dem Videosystem laut. Nun haben die Vereine im Rahmen ihrer Tagung eine mögliche Alternative besprochen.

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FVS statt VAR? Eine finale Entscheidung steht noch aus

Wie das Portal liga3-online auf Anfrage beim DFB erfuhr, sei den anwesenden Vereinsvertretern statt des handelsüblichen VAR die kostengünstigere Alternative Football Video Support (FVS) vorgestellt worden. Das Grundprinzip bliebe dabei identisch: In spielentscheidenden Situationen wie Toren, Elfmeterpfiffen, Platzverweisen und Spielerverwechslungen kann der Schiedsrichter an den Seitenrand gerufen werden, um seine vorausgegangene Entscheidung mit Unterstützung von Videomaterial zu überdenken. Der Unterschied liegt hier jedoch darin, dass es kein externes Team, keinen "Kölner Keller" gibt. Stattdessen kann der Trainer des jeweiligen Teams eine solche Überprüfung beantragen.

Dieses System läuft bereits seit dieser Saison in der italienischen Serie C an und ist in anderen Sportarten wie Handball oder American Football Gang und Gäbe. Besonders in dieser Saison sahen sich Vereine ungewohnt häufig von Fehlentscheidungen der Schiedsrichter betroffen. Als bestes Beispiel dafür diente das Aufeinandertreffen von Alemannia Aachen und Hansa Rostock, wo die Kaiserstädter nicht nur einen abenteuerlichen Platzverweis, sondern auch einen Handelfmeter gegen sich kassierten, wo die Hand nicht einmal am Ball war. Der TSV 1860 München sah sich gar in mehreren Spielen benachteiligt und kündigte deswegen sogar Konsequenzen an: "Wir werden Beschwerde beim DFB einlegen. So kann es nicht weitergehen!", sagte Präsident Gernot Mang dem Merkur.

Trotz der Diskussionen ist selbst das alternative System FVS zur Saison 2026/27 nicht vorgesehen. Laut DFB käme eine Einführung nur auf ausdrücklichen Wunsch der Vereine infrage, wovon man derzeit offenbar aber noch entfernt ist. Mindestens eine weitere Saison müssen die Schiedsrichterteams der 3. Liga daher ohne Videounterstützung auskommen.

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