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Allgemeines

So haben sich die Zugänge des MSV Duisburg bisher geschlagen

Nach sieben Drittligaspielen hat sich keiner der Sommer-Zugänge der Zebras in der Startelf etablieren können. Wirklich hinter den Erwartungen zurück bleibt dadurch bislang aber nur einer.

von Stefan Janssen · 02.10.2026, 23:00 Uhr · 0 Leser
Martin Ens hat seine Rolle beim MSV Duisburg noch nicht gefunden.
Martin Ens hat seine Rolle beim MSV Duisburg noch nicht gefunden. – Foto: Markus Verwimp

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Kurz vor dem Saisonstart kochte das Thema ein wenig hoch: Wird überhaupt ein Zugang aus dem Sommer-Transferfenster in der Startelf des MSV Duisburg stehen? Die Antwort erfüllte die Erwartungen: nein. Beim 3:0-Heimsieg gegen den SV Meppen kam erst nach einer knappen Stunde mit Ramien Safi einer der neuen Spieler zum ersten Pflichtspiel-Einsatz in Zebrastreifen.

Daran änderte sich auch in der Folge relativ wenig: Die sechs Zugänge (Dominik Kother, der zuvor schon ausgeliehen war, ausgenommen) haben bislang in der 3. Liga insgesamt lediglich zehn der möglichen 42 Startelf-Einsätze vorzuweisen. Keiner hat sich bislang als Stammspieler etablieren können.

Was nicht heißt, dass der MSV schlechte Transfers getätigt hätte. Der Kader ist insgesamt besser geworden. Das hat auch die Qualität im täglichen Training erhöht, wie Trainer Dietmar Hirsch gerne betont. Und insgesamt haben die Spieler bislang größtenteils das geliefert, was man von ihnen erwarten durfte.

Torwart & Abwehr

Torwart Toni Stahl wurde als Nummer zwei verpflichtet und füllt diese Rolle aus. Zumindest im Niederrheinpokal durfte er ran. Die beiden neuen Abwehrspieler waren dagegen für mehr vorgesehen: Frederik Christensen und Martin Ens. Christensen fehlte zu Beginn der Saison einige Wochen verletzt und gab erst vor der Länderspielpause in Wiesbaden sein Debüt, bei dem er seine großen Qualitäten nicht nur durch seinen Treffer zeigte. Er muss nun fit bleiben, dann dürfte er sich wie geplant als Stammkraft etablieren.

Bei Ens ist der Fall etwas komplizierter. Der MSV will ja mit Ball besser werden und dazu passt die Verpflichtung des spielstarken Innenverteidigers. Ab dem dritten Spieltag stand er auch für drei Partien in der Startelf, doch ausgerechnet gegen Havelse, wo die Zebras spielerische Lösungen brauchten, saß er wieder draußen. Was vielleicht an seinem nicht so guten Auftritt zuvor im Derby in Düsseldorf lag, auch wenn Hirsch das abstritt. Gegen Wiesbaden war Ens dann wieder dabei. Bislang hat der 24-Jährige wohl noch nicht das erhoffte Niveau erreicht und gehört in der öffentlichen Wahrnehmung zu den umstritteneren Personalien. Es liegt nun an ihm, Konstanz zu finden und sich durchzusetzen.

Mittelfeld

Gemessen an seiner bisherigen Einsatzzeit ist Max Besuschkow sicher mit ganz anderen Erwartungen nach Duisburg gekommen – von beiden Seiten. „Mit Max bekommen wir einen erfahrenen Spielgestalter mit sehr hoher Spielintelligenz und hoher Passqualität“, schwärmte Sportdirektor Chris Schmoldt bei der Verpflichtung. Daraus resultierten bislang aber lediglich 121 Einsatzminuten, obwohl Besuschkow in jedem der sieben Drittligaspiele auf dem Rasen stand.

Sechsmal wurde der 29-Jährige eingewechselt, sein einziger Startelf-Einsatz gegen den TSV Havelse war nach 45 Minuten beendet. Hirsch bemängelte das Positionsspiel seines Mittelfeldes in der ersten Hälfte gegen Havelse und dürfte damit auch Besuschkow gemeint haben. Bisher konnte der noch nicht der neue Denker und Lenker des MSV-Spiels werden, er hat in der Zentrale gegen Christian Viet und Aljaz Casar aktuell das Nachsehen. Doch weitere Gelegenheiten werden in der noch langen Saison sicherlich kommen.

Angriff

Von Ramien Safi und Peter Remmert hat der MSV bislang so ziemlich das bekommen, was man erwarten konnte. Safi ist ein Spieler, der mit seinem Tempo über Außen in bestimmten Situationen wichtige Impulse setzen kann – wie beim Sieg gegen Havelse in der zweiten Hälfte. Einer für die feineren spielerischen Lösungen, wie sie die Zebras mit schön vorgetragenen Angriffen in Wiesbaden zeigten, ist er dagegen eher nicht. Dementsprechend dürfte der 26-Jährige weiter immer mal wieder zwischen Startelf und Jokerrolle pendeln und situativ seine Chancen bekommen.

Remmert kam ganz klar als Ersatzmann von Lex-Tyger Lobinger. Dass er ihn dann wegen einer Sperre gleich drei Spiele in Folge würde ersetzen müssen, war eher nicht geplant – doch der 21-Jährige machte das ziemlich gut. Remmert hat bewiesen, dass auf ihn Verlass ist, wenn Lobinger mal eine Pause braucht.