
Der Schock war groß, als Benedict Vana nach einem Luftzweikampf am Mittelkreis im Top-Spiel des Landesligisten SV Budberg gegen den neuen Tabellenführer VfB Bottrop (3:5) am Sonntag laut vor Schmerzen aufschrie. 22 Minuten dauerte es, bis der lädierte rechte Arm des Mittelfeldspielers für den Transport mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus stabilisiert war. Die erste Diagnose: Der Ellbogen ist ausgekugelt, die umliegenden Bänder sind gerissen.
„Mir geht es nicht so gut. Aber ich hoffe, es wird schnell besser. Das MRT-Ergebnis kommt am Mittwoch. Dann wird sich der Umfang der Verletzung herausstellen und sich entscheiden, ob ich operiert werden muss“, teilte Vana auf Nachfrage mit. Besonders bitter: Der Defensiv-Akteur hatte sich mit zuletzt starken Leistungen gerade erst einen Platz in der Startelf erkämpft. Alle Budberger zeigten großes Mitgefühl, das Trainerteam und die Mannschaft hatten nicht viel Zeit, die schwere Verletzung zu verdauen und die bittere erste Heimniederlage der Saison aufzuarbeiten.
Der Budberger Coach Tim Wilke ist pünktlich zum Flutlichtspiel aus dem Kurzurlaub aus Mailand zurück. Der Coach erwartet eine schwierigere Aufgabe als in der Runde zuvor in Rheurdt. Seine Forderung: „Wir müssen uns deutlich steigern.“ Wie erwartet wird der Titelverteidiger auch beim SSV rotieren. Der sehr junge Kader mit einigen Spielern aus der zweiten Mannschaft habe den klaren Auftrag, sich für die kommenden Wochen in Position zu bringen.
Während die Budberger am Sonntag nach saisonübergreifend fünf Siegen mal wieder ein Heimspiel verloren haben, endete beim klassentieferen SV Borussia Veen zu Hause gegen einen effizienten Gegner aus Twisteden (1:3) der Mitte September begonnene Erfolgslauf. Der Bezirksliga-Siebte konnte vier der vorherigen fünf Partien gewinnen, ließ am Sonntag die Torgefahr der vergangenen Wochen allerdings vermissen. Doppelt bitter: Kurz vor dem spielentscheidenden Gegentor zum 0:3 zog sich Leistungsträger Leon van Bonn in einem Sprintduell einen Muskelfaserriss zu und musste nach 62 Minuten vom Platz.
„Die Niederlage und die gerissene Serie wirft uns auf keinen Fall um. Die Richtung stimmt. Aber wir müssen wieder von Anfang an da sein“, sagt Alexander Wisniewski. Für den Trainer kommt es im Achtelfinale beim Büdericher SV am Mittwochabend zu einer besonderen Rückkehr.
Der 36-Jährige wuchs dort auf, lebte 25 Jahre in Büderich und lernte an der Schützenstraße das Fußballspielen. Kein Wunder, dass er auf dem kleinen Ascheplatz jedes Korn kennt und um die Schwere der Aufgabe weiß. „Zu meiner Zeit war das Lichtproblem vielleicht noch kleiner. Man muss nur auf die Vita der Pokalspiele schauen, wie viele Gegner es dort schon schwer hatten.“
Die „Krähen“ sind also vor dem Büdericher SV gewarnt. Das Team von Dominik Seemann warf mit dem TuS Asterlagen in der Runde zuvor nach Elfmeterschießen schon einen Bezirksligisten aus dem Wettbewerb, steckt aber nach dem 1:4 beim FC Moers-Meerfeld weiter im A-Liga-Abstiegskampf.
Die Moerser konnten die Rote Laterne nach zehn Spieltagen und dem nach Rückstand eingefahrenem ersten Saisonsieg an den GSV Moers II weiterreichen. Im zweiten Spiel nach dem Rücktritt von Fabian Scholz empfängt das von Co-Trainer Dustin Eichholz und Abteilungsleiter Thomas Geist interimsweise betreute Team am Donnerstagabend um 19.30 Uhr den Bezirksligisten TuS Xanten.
Die Domstädter wollen wie in den vier Jahren zuvor wieder das Ticket für das Viertelfinale lösen. Mit der 1:5-Pleite beim Spitzenreiter Rhede erlebte die weiter im Abstiegskampf steckende Mannschaft von Trainer Marcel Zalewski ein Debakel. „Ich erwarte, dass wir wieder gallig sind und die Jungs, die in den letzten Wochen weniger Spielzeit hatten, voll auf Sieg spielen“, sagt Zalewski.
