2026-04-29T13:32:52.058Z

Allgemeines

So funktioniert Auf- und Abstieg am Mittelrhein

Wie viele Mannschaften steigen aus meiner Liga auf und wie viele müssen absteigen? Wir haben die wichtigsten Auf- und Abstiegsregelungen zu den Ligen im Fußballverband Mittelrhein von der Mittelrheinliga zur Kreisliga A zusammengefasst.

von RP / nib, emo, aja · Heute, 20:15 Uhr · 0 Leser
Am Mittelrhein warten die Fußballliebhaber gespannt auf die Auf- und Absteiger
Am Mittelrhein warten die Fußballliebhaber gespannt auf die Auf- und Absteiger – Foto: Marcel Eichholz

Die Auf- und Abstiegsregelungen von der Kreisliga A bis zur Mittelrheinliga sind mitunter schwer zu verstehen und jedes Jahr in der heißen Saisonphase ein potenzieller Auslöser für Irritation. Im Fußballverband Mittelrhein (FVM) wird es grundsätzlich in diesem Jahr mehr Aufsteiger geben. Das liegt daran, dass aller Voraussicht nach kein Mittelrhein-Klub aus der Regionalliga absteigt. Der Bonner SC und die U21 des 1. FC Köln haben aktuell nämlich satte 15 respektive 16 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den die SSVg Velbert einnimmt. Doch wie sind die einzelnen Ligen geregelt?

Auf- und Abstieg in der Mittelrheinliga

Für den Aufstieg gilt: Die Mittelrheinliga darf einen Aufsteiger in die Regionalliga West stellen. Der Meister erhält das erste Recht auf den Aufstieg. Sollte der entsprechende Verein den Aufstieg nicht wahrnehmen wollen oder die Lizenzbedingungen nicht erfüllen, geht das Recht zuerst an den Tabellenzweiten und dann an den Tabellendritten. Will oder kann keine der besten drei Mannschaften den Aufstieg wahrnehmen, verfällt das Aufstiegsrecht.

Für den Abstieg gilt: Mindestens drei und maximal fünf Mannschaften müssen nach der Saison den Weg in die Landesliga antreten. Das Szenario mit fünf Absteigern kann indes nur eintreten, wenn die Mittelrheinliga keinen Aufsteiger stellt. Da aber mehrere Spitzenteams für die Regionalliga gemeldet haben, ist davon nicht auszugehen. Drei Absteiger gibt es, wenn ein Team in die Regionalliga West aufsteigt und maximal zwei Teams in die Mittelrheinliga absteigen. Dieses Szenario ist im Moment sehr wahrscheinlich. Vier Absteiger gäbe es, wenn ein Team in die Regionalliga West aufsteigt und drei Teams in die Mittelrheinliga absteigen.

Auf- und Abstieg in der Landesliga

Für den Aufstieg gilt: Wie in jedem Jahr steht der Aufstieg der beiden Meister fest. Für die Vizemeister ist das Abschneiden der Mannschaften aus dem FVM in der Regionalliga entscheidend – steigt ein Team in die Mittelrheinliga ab, wovon aktuell nicht auszugehen ist, bleibt logischerweise dort ein Platz weniger für einen potenziellen Landesliga-Aufsteiger. Sollte ein Verein sein Aufstiegsrecht in die Mittelrheinliga nicht wahrnehmen wollen oder können, so geht es nacheinander an die zwei Mannschaften, die in der Tabelle dahinterstehen. Sollte keines der Teams den Aufstieg wahrnehmen, verfällt das Aufstiegsrecht. Bei drei Aufsteigern steigt der gemäß der Quotientenregelung bessere Tabellenzweite der beiden Landesliga-Staffeln neben den beiden Meistern auf, bei vier Aufsteigern schaffen es beide Tabellenzweiten. Der Zahlenspiegel sieht wie folgt aus:

Zwei Aufsteiger gibt es, entweder wenn ein Mittelrhein-Team in die Regionalliga West aufsteigt und mindestens zwei Teams aus dem Mittelrheingebiet aus der Regionalliga West absteigen ODER kein Mittelrhein-Team in die Regionalliga West aufsteigt und mindestens ein Team aus dem Mittelrheingebiet aus der Regionalliga West absteigt.

Drei Aufsteiger gibt es, entweder wenn ein Mittelrhein-Team in die Regionalliga West aufsteigt und ein Team aus dem Mittelrheingebiet aus der Regionalliga West absteigt ODER kein Mittelrhein-Team in die Regionalliga West aufsteigt und kein Team aus dem Mittelrheingebiet aus der Regionalliga West absteigt

Vier Aufsteiger gibt es, wenn ein Mittelrhein-Team in die Regionalliga West aufsteigt und kein Team aus dem Mittelrheingebiet aus der Regionalliga West absteigt (derzeit wahrscheinlich)

Für den Abstieg gilt: Sechs Teams steigen in die Bezirksliga ab, also die jeweils letzten drei der beiden Landesliga-Staffeln. Einen siebten Absteiger gäbe es nur in dem ganz speziellen Fall, dass kein Team aus der Mittelrheinliga in die Regionalliga West aufsteigt und gleichzeitig drei Mittelrhein-Mannschaften aus der Regionalliga absteigen.

Auf- und Abstieg in der Bezirksliga

Für den Aufstieg gilt: Die Tabellenersten der vier Staffeln steigen sicher auf. Dahinter beginnt der große Vergleich zwischen den Staffeln. Maximal sieben Teams, also zusätzlich maximal drei Vizemeister können neben den Spitzenreitern in die Landesliga aufsteigen. Welche das sind, entscheidet sich anhand der Quotientenregel. Dabei werden die Punkte durch die Spiele geteilt. Je höher der Wert, desto besser ist der Quotient. Die Möglichkeit von sieben Aufsteigern ist derzeit sehr wahrscheinlich. So ist der Zahlenspiegel:

Vier Aufsteiger gibt es, wenn drei Mittelrhein-Teams aus der Regionalliga West absteigen

Fünf Aufsteiger gibt es, wenn zwei Mittelrhein-Teams aus der Regionalliga West absteigen

Sechs Aufsteiger gibt es, wenn ein Mittelrhein-Team aus der Regionalliga West absteigt

Sieben Aufsteiger sind es, wenn kein Mittelrhein-Team aus der Regionalliga West absteigt

Für den Abstieg gilt: Keine Rechenspiele nötig: Es werden insgesamt zwölf Mannschaften in die Kreisliga A absteigen, also die letzten drei aus jeder Staffel.

Auf- und Abstieg in der Kreisliga A

Für den Aufstieg gilt: Nach der aktuellen Auf- und Abstiegsregelung des FVM dürfen neben den Meistern der neun Kreisligen derzeit mindestens vier Vizemeister den Gang in die Bezirksliga antreten. Das entscheidende Kriterium hierfür ist die Quotientenregel (Quotient ergibt sich aus der Division der Punktzahl durch die Zahl der Spiele). Doch die Zahl der Aufsteiger könnte sich sogar auf sechs erhöhen. Hintergrund sind die Rückzüge des 1. FC Düren II und SV Eintracht Hohkeppel II aus der Landesliga. Sollten diese Teams ihr Startrecht in der nächstniedrigen Spielklasse – der Bezirksliga – nicht wahrnehmen, regelt der Verband dies durch einen „vermehrten Aufstieg“. Dann dürfen bis zu zwei weitere Vereine mit dem nächstbesten Punktequotienten aufsteigen. Aktuell hat der Zweite der Kreisliga A Heinsberg, der SC Selfkant, einen Punktequotient von 2,18 (durchschnittliche Punkte pro Spiel) und hätte daher gute Chancen, zu einem der sechs „glücklichen“ Vizemeister zu gehören.

Für den Abstieg gilt: Die Anzahl der Absteiger setzt sich aus dem Verhältnis zwischen Bezirksliga-Ab- und Aufsteigern zusammen. Grundsätzlich sind drei Absteiger aus der A-Liga vorgesehen. Dies ist erfüllt, wenn die Bezirksliga-Aufsteiger gleich der Anzahl der Bezirksliga-Absteiger aus dem Kreis Heinsberg sind. Im Moment ist Niersquelle Kuckum ein wahrscheinlicher Absteiger, dazu ist auch der SC Erkelenz noch vom Abstieg bedroht. Gleichzeitig haben zwei A-Ligisten gute Chancen auf den Bezirksliga-Aufstieg.

Gibt es allerdings mehr Absteiger aus der Bezirksliga als Aufsteiger aus dem Kreis, erhöht sich die Anzahl der A-Liga-Absteiger um genau diese Differenz. Für den Fall, dass es weniger Absteiger aus der Bezirksliga in den Kreis Heinsberg gibt als Aufsteiger aus der Kreisliga A Heinsberg zur Bezirksliga, dann steigt die Mindestzahl von drei Absteigern aus der Kreisliga A ab. In diesem Fall würden die „fehlenden“ Mannschaften in der Kreisliga A bis zur Sollstaffelgröße von 16 Teams über vermehrten Aufstieg aus der Kreisliga B ausgeglichen. Der Zahlenspiegel ist wie folgt:

Vier Absteiger gibt es, wenn drei Heinsberger Klubs aus der Bezirksliga absteigen und gleichzeitig der Meister und der Zweitplatzierte aus der Kreisliga A Heinsberg in die Bezirksliga aufsteigen ODER wenn zwei Heinsberger Klubs absteigen und nur der Meister aus der Kreisliga A aufsteigt.
Fünf Absteiger gibt es, wenn drei Heinsberger Klubs aus der Bezirksliga absteigen und nur der Meister aus der Kreisliga A Heinsberg in die Bezirksliga aufsteigt