
Mit guten Leistungen im Trikot der Zweitvertretung von Borussia Dortmund hatte sich Julian Hettwer im vergangenen Jahr auf den Zettel von Zweitligist Fortuna gespielt. Dementsprechend groß waren die Erwartungen, als er im Sommer als ablösefreier Zugang vorgestellt wurde. Seine erste Halbserie in Düsseldorf verlief für den Außenspieler jedoch anders als geplant. Noch unter Ex-Trainer Daniel Thioune hatte Hettwer zwar gleich am ersten Spieltag bei der 1:5-Niederlage in Bielefeld seine ersten Minuten gesammelt. Darauf folgten ein Startelfeinsatz und vier weitere Kurzeinsätze, im Spiel gegen den VfL Bochum zog er sich jedoch einen Meniskusriss zu – mit schwerwiegenden Folgen.
Seit September musste Hettwer pausieren und absolvierte kein einziges Spiel mehr. Vor knapp einem Monat kehrte er nach einem vorher schiefgegangenen Versuch zum zweiten Mal ins Mannschaftstraining zurück, musste aber einen weiteren Monat warten, bis er sich wieder in der Stockumer Arena die Schuhe schnüren durfte. Beim 2:5 gegen Hertha BSC stand der 22-Jährige vor einer Woche erstmals seit seiner Verletzung und damit auch erstmals unter Trainer Markus Anfang im Zweitliga-Kader von Fortuna. Für einen Einsatz reichte es jedoch noch nicht.
Die Regionalliga-Nachholpartie der „Zwoten“ gegen Fortuna Köln (0:2) während der Länderspielpause war für Hettwer am Samstag allerdings die optimale Gelegenheit, um sein Comeback zu feiern. In einer intensiven Begegnung mit dem Tabellenführer stand der Außenspieler erstmals seit sechs Monaten wieder in einem Ligaspiel auf dem Platz. Zuvor war jedoch vereinbart worden, dass er lediglich 45 Minuten spielen sollte. Mit der Nummer 28 startete Hettwer in einem schwierigen Spiel auf dem rechten Flügel, wo er vor allem in Kontersituationen und häufig im Zusammenspiel mit Kilian Sauck zu einigen Aktion kam.
„Zwote“-Trainer Jens Langeneke zeigte sich zufrieden mit der Leistung des Profis. „Sein Comeback ist wie geplant verlaufen. Er sollte eine Hälfte spielen und hat seine Sache ordentlich gemacht“, sagte der 49-Jährige, wies aber auch auf die fehlende Spielpraxis des ehemaligen Dortmunders hin. „Sein letztes Spiel war schon ein bisschen her, deswegen braucht das alles natürlich noch ein bisschen Zeit. Aber mit seinen ersten 45 Minuten bin ich aber zufrieden. Wir haben das bekommen, was wir uns erhofft haben.“
Für Hettwer war es sicherlich ein wichtiger Schritt, und Langeneke freute sich für den 22-Jährigen. „Er ist körperlich gut durchgekommen. Wir hoffen natürlich, dass wir ihm und den Profis mit diesem Einsatz geholfen haben“, sagte der U23-Trainer. Und vielleicht kann Hettwer dann ja auch schon bald seine ersten Zweitliga-Minuten unter der Leitung von Anfang sammeln.